Freitag, 10. November 2017

Mögliches Ende des Hypes? Bitcoins unwirtschaftlich und umweltschädigend?

„[…]Die Kryptowährung Bitcoin verbraucht jährlich soviel Strom wie ein ganzes Land, der Oman. Sind Kryptowährungen eine Umweltsünde? […] Während sich Anleger über immer größere Renditen freuen, gibt es jedoch ein Problem: Bitcoin-Transaktionen kosten Strom, sehr viel Strom. Denn für die digitale Geldschöpfung und Transaktionen von Kryptowährungen werden gigantische Rechenzentren gebraucht. Eine einzige Bitcoin-Transaktion benötigt in etwa soviel Strom wie eine energiesparende Spülmaschine im Jahr ca. 245 Kilowattstunden. Der hohe Stromverbrauch der Kryptowährungen ist nicht nur ein ökologisches Problem, sondern auch ein ökonomisches. Denn eine Bitcoin-Transaktion würde in Deutschland umgerechnet rund 70 Euro Strom kosten, so die FAZ. […]“ (Quelle: Wallstreet Online)

Zwei mögliche Gründe, warum Bitcoin und die Blockchain die digitale Zahlungswelt nicht revolutionieren können:


  1. Der Stromverbrauch
  2. Die Kosten


1.       Stromverbrauch
Aktueller Jahresstromverbrauch Bitcoin gegenüber verschiedenen Ländern in TWh.
Quelle: Eigenberechnung

Nachdem die Blockchain von Bitcoin für die Abwicklung von ca. 267 Mio. Transaktionen pro Jahr so viel Strom verbraucht, wie der Oman in einem Jahr, würde sie für die Abwicklung aller ca. 433.000 Mio. bargeldlosen Zahlungen weltweit (SWIFT, CHIPS und FEDWIRE) ca. zweimal den gesamten derzeitigen Weltstromverbrauch benötigen.

Potentieller Jahresstromverbrauch Bitcoin bei Übernahme aller weltweiten
Zahlungsverkehrstransaktionen durch die Blockchain gegenüber verschiedenen Ländern in TWh.
Quelle: Eigenberechnung
Dieses Extrembeispiel zeigt schon die Unmöglichkeit des Verdrängens klassischer Währungen und Zahlungsverkehrsströme durch Kryptowährungen.


1.       Kosten

Auch aus der Sicht der Kosten pro Transaktion sind die klassischen Zahlungsverkehrssysteme der Blockchain überlegen. Während bei Bitcoin die Transaktion in Deutschland umgerechnet EUR 70,-- kostet, sind die Kosten bargeldloser Geldtransfers derzeit bereits wesentlich günstiger:
„[…] Elektronisch eingereichte Überweisungen und Lastschriften verursachen nur Kosten von etwa zwei Cent pro Transaktion, Scheckeinreichungen und beleggebundene Überweisungen zwischen 0,28 und 0,92 Euro pro Vorgang. Swift-Überweisungen kosten ca. 4,50 Euro pro Stück. […]“ (Quelle: Der Standard)


Fazit:

Diese Sachverhalte könnten auch in Zukunft Einfluss auf die Kursentwicklung von Bitcoin & Co. haben, sobald der erste Hype vorbei ist, die First-Mover Kasse gemacht haben und sich Ernüchterung bei den restlichen Investoren breit macht. Aber dazu mehr im nächsten Blogbeitrag.


Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Konsultieren Sie vor Anlageentscheidungen Ihren Berater.

Disclaimer: Fotos von www.pixabay.deDie angeführten Informationen dienen lediglich der unverbindlichen Information, stellen kein Angebot zum Kauf oder Verkauf der genannten Finanzinstrumente dar und dürfen auch nicht so ausgelegt werden. Die Informationen dienen nicht als Entscheidungshilfe für rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen. Jeder, der diese Daten zu diesen Zwecken nutzt, übernimmt hierfür die volle Verantwortung. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Investitionen in die beschriebenen Finanzinstrumente mit Risiken verbunden und nicht für jeden Anleger geeignet sind. Soweit Informationen zu einer bestimmten steuerlichen Behandlung gegeben werden, weisen wir darauf hin, dass die steuerliche Behandlung von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers abhängt und künftig Änderungen unterworfen sein kann. Die investdenker OGgibt ausschließlich ihre Meinung wieder und übernimmt keine Garantie für die Korrektheit, Zuverlässigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der genannten Informationen. Es besteht keine Verpflichtung zur Richtigstellung etwaiger unzutreffender, unvollständiger oder überholter Angaben.Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter http://www.investdenker.at.






Dienstag, 3. Oktober 2017

Der einzige Grund zu sparen ist ...

die Realrendite. Und die muss positiv sein. Sonst macht Sparen keinen Sinn, wenn das Geld durch die Inflation immer weniger wert wird.

Haben Sie schon mal von Ihrer Sparbuchverzinsung die Inflation abgezogen?

Quelle: pixabay.de


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Donnerstag, 28. September 2017

Studie: Bankenpleiten würden Haushalte nur gering treffen

„[...] Die potenziellen Verluste österreichischer Haushalte im Falle von Bankenpleiten unter dem neuen Abwicklungsregime wären relativ gering. Nur 2,4 Prozent aller heimischen Haushalte sind laut einer Kurzstudie der Nationalbank im Besitz von Bankanleihen, mit denen sie im Falle einer Bankenabwicklung mithaften würden.[…] Auf Basis der Bruttovermögensverteilung halten von der unteren Hälfte der österreichischen Haushalte nur 0,7 Prozent Bankanleihen, auf die mittleren 40 Prozent entfallen 2,8 Prozent und auf die oberen 10 Prozent 9,1 Prozent. "Die Bedrohung von "Bail-ins" ist eher bei Höherverdienenden gegeben“ […]“ (Quelle: Die Presse)

Expertentipp:
Dies ist ein sehr spannender Artikel, der sehr gut aufzeigt, dass sich viele Anleger ganz umsonst vor so einer Situation fürchten. Wenn man bedenkt, dass in den USA seit Lehmann Brothers gut über 500 Banken (Einlagensicherung: Wie man den Sturm auf die Banken verhindern kann) abgewickelt wurden und die USA gemessen am Wirtschaftswachstum, sogar fast besser als die EU dasteht. Genau da wird einem bewusst, dass die Abwicklung einer Bank nicht unbedingt so dramatisch ist, wie von vielen befürchtet.
Im Gegenteil, wenn die Rahmenbedingungen gut geschaffen sind, kann es für manche Gläubiger und Anleger wesentlich besser aussehen, da die Zinsen für die offenen Forderungen und die Kosten für Rechtsanwälte und Gutachter massiv reduziert werden können.

In den USA ist das Vertrauen in die Institute, damit in die Börsen und auch in die Wirtschaft, wesentlich schneller zurückgekehrt als in Europa. Wir haben Länder, wie Spanien und Italien, bei denen wir uns bis jetzt, 9 Jahre nach Beginn der Krise, noch immer nicht sicher sein können, wie es mit der einen oder anderen Bank weitergeht. Doch da auch die EU inzwischen viel dazugelernt hat, sollten Anleger sich auch hier nicht von der Angst leiten lassen. Denn wenn Sie in "sichere" Veranlagungen flüchten, kann Ihnen das, ohne Knowhow unter Umständen teuer zu stehen kommen.
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Freitag, 22. September 2017

Österreich begibt erstmals Staatsanleihe mit 100 Jahren Laufzeit

Quelle: pixabay.de

„[…]Die Republik Österreich macht […] erstmals von der seit Februar bestehenden Möglichkeit Gebrauch, eine Bundesanleihe mit 100-jähriger Laufzeit auf den Markt zu bringen. Bisher war die maximale Laufzeit mit 70 Jahren begrenzt. […] Im Oktober 2016 hatte die Republik erstmals eine 70-jährige Staatsanleihe mit einer Rendite von 1,53 Prozent auf historisch extrem niedrigem Niveau begeben, die auf sehr großes Investoreninteresse gestoßen war. […]“ (Quelle: OÖN)
Expertentipp:

Damit reiht sich Österreich in eine Reihe mit Ländern wie Belgien, Irland und - außerhalb von Europa – Mexiko, Philippinen und Argentinien, die bereits Anleihen mit einer derart langen Laufzeit begeben haben. Während die 100 jährigen Anleihen Belgiens und Irlands ein Volumen von 50 zw. 100 Mio. Euro aufwiesen, hat Österreich eine weitere Milliarde Euro Schulden gemacht und die Tilgung den Enkeln bzw. Urenkeln überlassen. Gut, bei einer angenommenen Inflationsrate von 2% p.a. bleiben am Ende der Laufzeit im Jahr 2117 nur mehr ca. 138 Mio. an Kaufkraftgegenwert über, den die zukünftigen Generationen für die Tilgung aufbringen müssen. Aus Sicht der Bürger stellt sich die Frage, ob die Investitionen, die mit dieser Milliarde Euro vorgenommen werden, eine Lebensdauer von 100 Jahren haben, oder ob bereits früher wieder eine Kapitalaufnahme für Erneuerungen notwendig wird. Aber wahrscheinlich wird ein guter Teil des Geldes nur für die Deckung kurzfristiger Budgetlöcher und Zuschüsse zu Pension und Sozialleistungen herangezogen. Denn so günstig wie jetzt kann der Staat selten Schulden aufnehmen. Und ganz nebenbei bemerkt, musste Österreich im Zuge der Napoleonischen Kriege 1812 und auch im Jahr 1924 im Zuge der Wirtschaftskrise nach dem Zweiten Weltkrieg sein Papiergeld abwerten. 100 Jahre sind eine lange Zeit, in der viel geschehen kann.

Aus Investorensicht machen 100 jährige Anleihen nur dann Sinn, wenn man ein institutioneller Anleger mit Verpflichtung zur Investition in Anleihen mit guter Qualität ist. Meistens sind es Versicherungen, die aus regulatorischen Gründen an langlaufenden Anleihen interessiert sind. Sie kaufen diese Anleihen, damit sie die formalen Ansprüche ihrer Kunden erfüllen können.
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Donnerstag, 17. August 2017

DAX: Kursziel vom 04.08.2017 erreicht

Am 04.08. haben wir geschrieben: "Für die kommende Woche sehen wir eine Seitwärtsbewegung bei 12.295 Punkten:"
DAX vom 04.08.2017 (Quelle: tradingview.com)


Die Seitwärtsbewegung hat wie prognostiziert stattgefunden und defacto zwei Wochen gedauert:

DAX vom 17.08.2017 (Quelle: Tradingview)
Zum Wochenende werden wir das Setup für die kommende Woche analysieren und hier veröffentlichen.


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