Samstag, 31. Januar 2009

Ist die Börse rational oder emotional?

Die Börsenkurse richten sich nach der wirtschaftlichen Verfassung der jeweiligen Unternehmen.
Auftragslage, Quartalsbilanzen, Erwartungen der Analysten und KGVs beeinflussen die rationalen Entscheidungen der Investoren und damit den Kursverlauf der Aktien.


Aus diesem Grund ist es natürlich naheliegend, dass die 30 Werte des DAX dieselbe Entwicklung nehmen wie die 500 Werte des S&P. :-)

Quelle: Bloomberg.com

Oder ist es doch nur die Emotion, die die Investoren veranlasst, zuerst nach Amerika zu schauen, um dann ihre Entscheidungen an der deutschen Börse zu treffen?

Alles natürlich völlig rational.



Dienstag, 20. Januar 2009

Ein Hedgefondsmanagerwitz

"Was ist eine Aktie, die 90% gefallen ist?"
"Eine Aktie, die zuerst um 80% gefallen ist und sich dann halbiert hat."

Ein jeder kennt das Gefühl, welches entsteht, wenn man den Chart einer Aktie sieht, die 80% gefallen ist und deren Substanz angeblich so gesund ist. Man sieht sie als Schnäppchen. So billig kann man sie nie wieder kaufen.

So geschehen erst kürzlich bei den Immobilienaktien. Wir erinnern uns an die tollen NAVs, die weit über dem aktuellen Kurs lagen. Immofinanz zum Beispiel: von EUR 12,-- auf EUR 3,-- gefallen, der NAV laut Homepage bei EUR 16,--, laut Analysten bei EUR 9,-- oder EUR 8,--. Also ein günstiger Kauf, damals. Was passiert ist, ist hinlänglich bekannt: Kursrutsch bis auf EUR 0,36. Also war die Realität noch schlimmerals der Witz.

Zurück zum Witz. Den könnten wir noch fortführen:
"Und man braucht nur 100% Kursanstieg, damit man wieder bei -80% steht."

Ohne konsequente Verlustbegrenzung und Moneymanagement ist alles möglich. Wie beim Lotto.

Montag, 5. Januar 2009

Können sich Investoren antizyklisch verhalten?

In jeder Krise waren die Mittelabflüsse aus den Aktienfonds am Tiefstpunkt am größten (und umgekehrt die Zuflüsse zum Zeitpunkt des Platzens der Blase am größten). Auch die aktuelle Krise macht dabei keine Ausnahme:
Quelle: Finance & Ethics Research