Samstag, 28. Februar 2009

Fremdwährungen vs. Aktien

Interessant ist auch in der Finanzkrise weiterhin der Vergleich von Währungen mit den Weltaktienindices:

Beide bewegen sich in auffälligem Gleichklang. Solange keine Ruhe und Erholung an den Börsen eintritt, genausolange wird eine Fremdwährungsfinanzierung auch von hoher Volatilität behaftet sein. Andererseits liegen am Übergang von der Krise zur nächsten Hausse die Chancen für einen kräftigen Währungsgewinn in den FX-Krediten verborgen.

Freitag, 27. Februar 2009

Hyperinflation droht, was tun?

Dramatische Inflation denkbar! Immer mehr Stimmen werden laut, dass eine sehr starke Inflation bzw. eine Hyperinflation ins Haus steht. Grund dafür seien die massiven Staatsgelder, die in die Konjunktur gepumpt werden. Die Angst kommt nicht von ungefähr. Von 1919 bis 1923 etwa ließen in Deutschland Hyperinflation und steigende Staatsschulden breite Teile der Bevölkerung verarmen.


Auch in anderen Ländern zeigte sich immer wieder, dass steigende Staatsschulden mit höherer Geldentwertung einhergehen. Deshalb blicken Ökonomen mit Skepsis auf die sprunghaft steigende Kreditaufnahme des Staates in den Industrieländern.
Nach Schätzung werden die USA, die Länder der Euro-Zone, Japan und Großbritannien 2009 Anleihen im Volumen von 3,6 Billionen Dollar emittieren – 800 Milliarden Dollar mehr als 2008. Ökonomen fürchten, dass dies mittelfristig die Inflation anheizt.

Was tun mit dem privaten Geld!

Welche Investitionen überstehen nun eine solche hohe Inflation. Eine Liste.

- Alterversorgung
Für die staatliche Rente im Umlageverfahren: Kommt völlig drauf an, was der Staat sich danach noch leisten kann, und was der Staat politisch durchsetzen will.


- Lebensversicherung

Nach der Hyperinflation 1923 waren Lebensversicherungen vollkommen wertlos. Altpapier.


- Bargeld

Altpapier


- Staatsanleihen

Altpapier

- Aktien

Gutes Investment. Am besten konnten in Deutschland (neben Immobilien- und Goldbesitzern) die Aktionäre ihr Vermögen während der Hyperinflationszeit halten. Das Verhalten von Aktien während starker Inflation ist aber eher komplexer Natur und gehört genau gemanagt und auch gehedgt. Eine zusammenbrechende Wirtschaft bringt natürlich auch mit sich, daß Unternehmen generell im Wert verlieren, aber sie erholen sich auch wieder.

-Immobilie
Gutes Investment. Instandhaltungskosten werden natürlich entsprechend nach oben gehen.


- Gold

Gutes Investment, verliert aber bei Erholung sofort an Wert.


Zitat:
„Der Zusammenhang zwischen Aktien und Inflation ist offenbar davon abhängig, ob man sich in einer Phase moderater oder extrem hoher Inflationsraten befindet. So zeigen internationale Vergleichsstudien, dass Aktien von sehr hoher Inflation profitieren können, sobald eine Preissteigerungsrate von etwa 15 Prozent überschritten wird. Offensichtlich erfolgt dann eine Flucht in das Sachkapital. Die erwähnten Nachkriegserfahrungen waren insofern kein Zufall“
Quelle: www.manager-magazin.de, 22. Juli 2004

Es wäre nun interessant ein Investment-Produkt zu haben, in das man heute investiert und welches in schlechten Zeiten, die Geldsicherung übernimmt.

Sonntag, 22. Februar 2009

Wohin geht der Dax ?

Am 20. Februar war es soweit. Der Dax ist aus seiner Dreiecksrange ausgebrochen - leider nach unten. Der Ausbruch war sehr eklatant.


Deutscher Aktien Index DAX 30, 7 Monatsbetrachtung

Somit hat er auch seine Unterstützungslinien aus 2005 durchbrochen. Es sieht schlecht aus mit einer Bodenbildung, wenn man sich die nächsten Unterstützungslinien ansieht. Die finden wir erst wieder im August 2004 bei rund 3650 Punkten.

Es geht also aller Wahrscheinlichkeit mit dem Dax doch noch eine Weile Richtung Süden.

Hoffentlich bricht die 2004 Unterstützung nicht auch, denn dann droht der Absturz auf 2500 Punkte, jener Wert aus 2003.

Freitag, 20. Februar 2009

Kostolany´s Weisheit - Aktien kaufen und 10 Jahre halten ..

... dann wird man mit Gewinn aussteigen. Hat das noch Gültigkeit?
Quelle: Daten von MSCI Barra, The World Index 1969-2008 in USD

Zwei Punkte stechen bei obigem Chart ins Auge:

  1. 1998 - 2008 war die erste 10 Jahresperiode, die im Minus geendet hat.
  2. Seit 1989 besteht ein intakter Abwärtstrend hinsichtlich der kumulierten 10 Jahreserträge.
Sieht so aus als ob Risiko- und Moneymanagement in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Buy & Hold aus Kostolany´s Zeiten hat sich anscheinend eher zu einer "Buy & Hope" Strategie entwickelt.

Donnerstag, 19. Februar 2009

2010 wird ein gutes Börsenjahr

2010 wird ein gutes Jahr an der Börse.
Beginnen wird die nachhaltige Erholung im Frühjahr 2010, dann wird man weltweit wieder erste längerfristige Aufwärtsbewegungen erleben.
Nicht alle Staaten werden an ihren Börsen gleichermaßen profitieren. Zuerst wird man an den großen Börsen wie Frankfurt, New York oder London die Aufschwünge erleben können, erst später ziehen die anderen Börsen nach.

Gerade bei der Analyse der relativen Stärke aller Börsen-Krisen fällt auf, dass eine Bodenbildung bei den annualisierten Werten um 35 bildet. Nun fällt auf, dass die Werte um 35 in der aktuellen Krise bereits erreicht wurden und die Aktien als sehr überverkauft eingestuft werden müssen.
Der Wert 35 wird abermals angetestet und erst dann findet eine Erholung statt. Dies ergibt eine beginnende Erholung 2010.

Die momentane Situation
Momentan befinden wir uns in einer Seitwärtsphase. Das bedeutet, dass die Kurse immer wieder Bewegungen nach oben machen, die gleich darauf nach unten korrigiert werden. Man sieht keinerlei Veranlassung in den Markt einzusteigen, weil es momentan keinerlei technische Signale gibt.

Wann werden wir die Kurse von 2007 wieder sehen
Das Erreichen der Höchstkurse vieler Aktien Ende 2007 wird aber noch mehrere Jahre in Kauf nehmen. Ein Rückblick auf die Börsen- und Wirtschaftskrise im Jahre 1929 ergibt, dass es bis 1954 gedauert hat, bis der Dow Jones wieder seinen Höchstwert im August 1929 erreicht hat. Beim Börsenkrach 1987 dauerte es 15 Monate und bei der Ölkrise 1973 rund zwei Jahre. Die Verluste des Dow Jones waren rund 45%, die Werte müssten also von diesem Punkt aus um 80% steigen, um wieder dieselben Kurse wie vorher zu sehen.
Der letzte Anstieg um diesen Prozentwert hat rund 5 Jahre gedauert, aber erst beginnend ab einer Erholung der Börsen. Die Prognose der Diamind Research-Abteilung geht davon aus, dass die Kurse erst wieder 2015 in annähernd hohen Sphären zu finden sein werden.


Mittwoch, 18. Februar 2009

Fortsetzung - Wann ist die Krise beendet?

Hier der per 18.2.09 aktualisierte Crashvergleichschart:Auffallend ist, dass der zweite größere Rebound (damals von Sept. 2001 bis März 2002) und der darauffolgende schnelle Absturz bis auf den Tiefststand (Okt. 2002) diesmal ausgeblieben ist. Anstelle dessen haben wir bereits mit der Bodenbildung begonnen. Die wiederum sehr ähnlich der damaligen von Okt. 2002 bis März 2003 verläuft.

Oder steht uns da noch was bevor? Zweiter Rebound und Absturz unter die aktuellen Tiefststände?

Wir wollen optimistisch bleiben, und mit einer ausgeprägten Bodenbildung vorliebnehmen.

Fortsetzung folgt.

Montag, 2. Februar 2009

Gold, die nächste Blase?

Es ist zurzeit überall zu lesen, dass bei Gold die Nachfrage das Angebot übersteigt. Wird Gold die nächste Blase?

War das mit der Nachfrage nicht auch bei den Immobilien so? Die grossen Immobilienaktiengesellschaften haben vor allem in Osteuropa (aber auch in Spanien) die Nachfrage künstlich aufgebläht, konnten dadurch laufend die Substanzwerte in ihren Bilanzen aufwerten und einen kontinuierlich steigenden NAV veröffentlichen. Dies erzeugte wiederum Nachfrage nach Immobilienaktien und die Kapitalerhöhungen führten zu Mittelzuflüssen, die wieder in Immobilienkäufen mündeten. Ein Perpetuummobile der Finanzwelt.

Bis zu dem Zeitpunkt als die Finanzkrise begann und zum ersten Mal grössere Verkäufe in den Immoaktien stattfanden, irgendwann die AGs Immobilien auf den Markt werfen mussten und so den echten Verkehrswert ihrer Gebäude kennenlernten. Abwertungen der Bilanzen und rapide Kursverluste waren die Folge. In Spanien zb. sanken die Immobilienpreise um mehr als 40%.

Wenn nun aber ein jeder Gold kauft und das nicht physisch, sondern über Finanzinstrumente wie ETFs und Zertifikate (zum Teil gehebelt), ist das rein technisch gesehen nichts anderes wie das Geschäft mit den Immobilienaktien. Die Produktion kommt nicht mehr nach, der Goldpreis steigt und steigt und irgendwann kommt man drauf, dass es gar nicht soviel Gold gibt (das auch zum Verkauf freisteht - siehe Shortproblematik bei Volkswagen). Die Hebel müssen gestirchen (verboten) werden und der Preis fällt wieder mit der Nachfrage.

Interessanterweise sind Gold-ETFs mittlerweile schon die größten Nachfrager am Markt (wie damals die Immo-AGs?).

Ensteht hier das nächste Perpetuummobile? Steigen die Kurse, solange die Nachfrage übertrieben steigt? Was passiert, wenn die Anleger aus den Zertifkaten und ETFs alle ihr Gold physisch geliefert bekommen wollen? Was passiert, wenn die Hebel zurückgefahren werden müssen? Ist überhaupt genug Gold vorhanden?

Gold, der sichere Hafen?