Donnerstag, 26. März 2009

Sehen wir bereits die Trendwende im Aktienmarkt?

Seit 10.3.09 sehen wir am Aktienmarkt eine erfreuliche Erholung von 92 Punkten (+17%), die für Kurzfristtrader Chancen für Gewinnmitnahmen eröffnet hat. Für langfristige Trendfolgeansätze wie im DiaMind könnte sich eine Trendewende - aus dem seit Monaten aufrechten Abwärtstrend - abzeichnen, sofern das Momentum der Korrektur nicht abreißt.
Weltaktienindex 26.03.2009

Bis zur Ausbildung eines nachhaltigen Aufwärtstrends bleibt Diamind zu 80% im Cash und wird je nach Entwicklung der Managed Futuresquote (bis zu 20% des Fondvermögens) - die derzeit Großteils noch Short Equity investiert sind - kleinere Schwankungen erleben.
Wichtig ist, die nachhaltige Trendwende zu erkennen und die großen Bewegungen mitzunehmen. Bis dahin bleibt Cash King.

Ralph Acampora zu Buy & Hold

Auszug aus dem Interview im FONDSexklusiv 01/2009 mit Ralph Acampora:

Was wurde aus der beliebten "Buy and Hold" (Kaufen und Halten)-Strategie, die so ziemlich jeder Börsenguru jahrelang gepredigt hat?
R.A.: Ganz ehrlich. Begraben Sie diese Strategie. Buy and Hold hat zwischen 1982 und 2000 wunderbar funktioniert, doch strategisch kann ich das heute wirklich nicht mehr empfehlen. Halten Sie sich die zyklischen Bewegungen vor Augen und reagieren Sie rasch darauf. Market-Timing ist alles. Diejenigen unter Ihren Lesern, die alt genug sind, können sich sicher noch gut an die sogenannten Oktober-Massaker, im Oktober 1977 und Oktober 1978, erinnern. Der Markt war damals völlig unerwartet dramatisch abgestürzt und ich glaube, dass wir solch überraschende Abstürze auch in der nahen Zukunft sehen werden.
(Quelle: FONDSexklusiv 01/2009)

Ralph Acampora ist renommierter Direktor der technischen Analyse bei der amerikanischen Investmentbank Prudential Securities.

Montag, 23. März 2009

In eigener Sache ...

... wollen wir kurz den Unterschied zwischen unserem trendfolgenden, verlustbegrenzenden und vemögensverwaltendem Investmentstil und diskretionären Investmentansätzen ohne Moneymanagement darstellen:

Mehr darüber auf www.diamind.at.

Wer soll denn das bezahlen?

Wer hat soviel Pinkepinke, wer hat soviel Geld?

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, ... Dieser Chart regt auf jeden Fall zum Nachdenken an:

Was ist in diesem Chart ersichtlich?
1. das Wachstum der Geldmenge in den USA seit 1967, 2. das Wachstum der industriellen Produktionskapaziäten in den USA, 3. das Wachstum der gebauten Autos in den USA und 4. last but not least das Wachstum der Konsumkredite, ebenfalls in den USA und seit 1967.

Was also tun? Derzeit sehen wir noch keine akute Gefahr. Die Geldmengenmultiplikatoren (Banken) sind ja zur Zeit völlig ausgefallen. Banken verborgen sich untereinander gerade mal für 24h Geld. Finde ich irgendwie witzig, wenn Sparer mit Bindungsfristen von 12 Monaten und mehr geworben werden und sich Profis nur 24 Stunden über den Weg trauen. ;-))

Sobald das Bankensystem wieder funktioniert und diese Geldmenge von den Notenbanken nicht wieder rechtzeitig aus dem Markt genommen werden kann (das wird sich in den nächsten 24 Monaten zeigen), könnte es durchaus sinnvoll sein, in Sachwerte (u.a. Aktien) zu investieren.

Wann steigen Anleger wieder in den Aktienmarkt ein?

Laut dem DaxDaily-Newsletter investieren Anleger erst wieder in den Aktienmarkt, wenn die Hälfte der Aufwärtsbewegung schon vorbei ist. Dh. seit dem Beginn der letzten Hausse im Jahr 2003 bleiben damit etwa 50% Ertrag auf der Strecke.

Trendfolgende Aktienfonds schaffen den Einstieg bereits früher, auch wenn in etwa die ersten 10-15% "versäumt" werden.

Abb.: Einstieg DiaMind im Mai 2003

Während im trendfolgenden Aktienfonds der Einstieg in den Markt bereits im Mai 2003 erfolgte, stieg die kundenseitige Nachfrage nach Aktien(fonds) bei den Banken und unabhängigen Finanzdienstleistern erst wieder ab 2005 merklich an.

Emotionales Markttiming funktioniert nicht.

Samstag, 21. März 2009

Der MSCI im Ichimoku Chart oder eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Wie stellen sich die jüngste Kurserholungen (seit 10. März) im Ichimoku Chartbild dar? Können wir schon von der Trendwende sprechen?

1. Tageschart Ichimoku (MSCi World):

Die Aufwärtsbewegung war noch zu gering um ein Kauf-(Einstiegs-)signal auszulösen.


2. Monatschart:

Auch im "Big Picture" - in unserem Fall der Monatschart - sieht alles noch nach Abwärtsbewegung aus. Zwar hat der März bislang eine positive Candle ausgebildet, aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Freitag, 20. März 2009

Bodenbildung bei Immobilienaktien? Beispiel Conwert

Am Monatschart der Conwert (CWI.VI) lassen sich folgende Punkte erkennen:
  • Zur Zeit wird bei wieder gestiegenem Volumen (volume at price, links) in einer Tradingrange von 2,90-5,25 gehandelt.
  • Der RSI ist gerade dabei, aus seiner Überverkauftzone herauszutreten.
Eine nachhaltige Bewegung nach oben ist bei Überschreiten der 5,25 zu erwarten, während weitere Verluste beim Durchstoßen der 2,90 realistisch sind.

Zinsvergleich CHF/EUR - Fremdwährungskredite

Der langfristige Zinsvergleich zwischen CHF und EUr zeigt, dass durch Finanzkrise und die darauf folgenden Reaktionen der Notenbanken die Differenz geringer wurde. Konkret fiel die Ersparnis zwischen EUR und CHF von 2,5% im Hoch auf derzeit ca. 1,3%.

Für die Schweiz ist das Zinsseknungspotential bei einem Libor von knapp 0,4% bereits stark begrenzt, während die EZB durchaus noch Platz nach unten für weitere Senkungen hat.


Kursverlauf EUR/CHF:
Was bedeutet das für Fremdwährungskredite?

1. Neue Finanzierungen:
Falls überhaupt noch Fremdwährungskredite möglich sind, sollte sich die Frage gestellt werden, ob sie derzeit nötig sind. Die Zinsdifferenz ist aktuell zu klein, das Risiko einer Fremdwährung zu rechtfertigen.

2. Bestehende Fremdwährungsfinanzierungen:
Bei Betrachtung des langfristigen EUR/CHF Charts sieht alles nach einem langfristigen Abwärtstrend des EUR aus. Auch wenn aktuell durch die Intervention der SNB kurzfristig eine Gegenbewegung eingeleitet wurde. Überlegungen bei Erreichen von 1,60-165 eventuelle Gewinne mitzunehmen und im EUR weiterzufinanzieren sind sicherlich sinnvoll. Eventuell abgesichert durch einen Zinscap im EUR. Sollte der CHF wieder stärker werden, ist eine Verlustbegrenzung um die 1,40 zu überdenken, darunter sind keine weiteren psychologischen Unterstützungen seit den 80ern mehr vorhanden.

Alle obigen Informationen sind natürlich keine Empfehlungen Käufe oder Verkäufe durchzufürhen. Infos sind abhängig vom eigenen Einstiegskurs, der Restlaufzeit des Kredites und am besten in Absprache mit Bank und Anlageberater zu verwerten. Die Informationen stellen nur unsere eigene Meinung dar.

Donnerstag, 19. März 2009

Sind vermögensverwaltende Fonds teuer?

Bei Morningstar findet sich ein Artikel (Analysts Report) vom 09.03.09 von Natalia Wolfstetter, in dem sie die Vor- und Nachteile des Multi Invest OP beschreibt. U.a. schreibt sie folgendes:

"Geldmarktfonds sind das Rückgrat des Multi Invest OP in Krisenzeiten. Angesichts von 1,5% Verwaltungsgebühr kann man derzeit sicherlich günstiger am Geldmarkt investieren. Andererseits wird es Anlegern vor allem auf die richtige Timingentscheidung ankommen. Berücksichtigt man die Gesamtkosten und die quantitative Anlagestrategie, bleibt dennoch festzuhalten, dass es sich hier um einen eher teuren Fonds handelt." (Ganzer Artikel unter http://www.morningstar.at/at/snapshot/snapshot.aspx?id=F0GBR04KOM&tab=11).

Dem möchte ich folgendes Gleichnis gegenüberstellen und jeder Anleger kann dann selber entscheiden, welche Variante für ihn die Richtige darstellt:

Ein Anleger hat EUR 200.000 geerbt und veranlagt bei zwei Vermögensverwalter jeweils EUR 100.000. Beide Verwalter sollen zu 100% am Aktienmarkt investieren, haben aber das Pouvoir, in Abwärtsphasen zu 100% in Cash zu gehen. Verwalter A entscheidet nach Fundamentaldaten und verlässt sich auf sein Bauchgefühl, Verwalter B investiert nach einer rein quantitativen, charttechnischen Strategie. Beide verrechnen eine Verwaltungsgebühr von 1,5% p.a..

In der Aufwärtsphase 2003-2007 bleiben beide im MSCI World investiert, in der Abwärtsphase hofft Verwalter A auf die gute Substanz, die guten KGVs und die tollen Dividenden, die seine Investments auszahlen können, und bleibt investiert. Verwalter B bekommt Ende 2007 ein Ausstiegssignal durch die Charttechnik und geht aus dem Markt, kauft Geldmarktfonds. Das Ergebnis nach 1,5% VV-Gebühr p.a. sieht seit 2003 dann wie folgt aus:

Jetzt stelle ich mir die Frage: Ist es wirklich so teuer für den Anleger, wenn er in Baissephasen in Geldmarktfonds investiert wird und dafür 1,5% Verwaltungsgebühr bezahlt?

(Ich weiß schon, die Verwalter aus meinem Beispiel haben überhaupt nie eine Outperformance zum MSCI erzielen können und sind schon allein deshalb teuer. War aber leichter für die Darstellung. Wer eine Verwaltung mit Outperfomance und Verlustbegrenzug haben will, der soll sich mal den DiaMind ansehen: www.diamind.at).

Mittwoch, 18. März 2009

Ibbotson Studie - Entwicklungen der Assetklassen

Vielen Anlegern ist die Studie von Ibbotson über die langjährige Entwicklung der wichtigsten Anlagearten ein Begriff. Ibbotson vergleicht dabei über sehr lange Zeiträume die unterschiedlichen Assetklassen in USD.

Wir haben einen ähnlichen Vergleich seit 2003 - der immerhin eine schöne Aufwärtsbewegnung über fast 5 Jahre und die heftige Abwärtsbewegung in der letzten Bankenkrise beinhaltet - auf EUR Basis durchgeführt:


Die Wertentwicklung wird in EUR, bei Aktien mit Dividenden, vor Steuern dargestellt. Während das Sparbuch (wen wundert´s) unter der Inflation liegt, konnten mit Renten, interationalen und Emerging Markets Aktien Erträge überhalb der Inflation erzielt werden. Wichtig für ein positives Aktienengagement war (wen wundert´s) der Einstiegs- bzw. noch wichtiger der Ausstiegszeitpunkt.

Ein bißchen Werbung: Produkte wie DiaMind (grüne Linie) - trendfolgende Aktienfonds mit Stopp-Loss Konzept - übernehmen diese Aufgabe für den Anleger.

Freitag, 6. März 2009

Rocklänge, Aspirin und Superbowl - 2009 tendiert die Börse seitwärts

Es gibt viele Theorien über die Börse, die versuchen den Kursverlauf zu prognostizieren. Wir haben einmal etwas eigenartigere zusammengefasst und versuchen nun das Börsenjahr 2009 vorauszusagen.

Der Rocklängenindex
"Je kürzer die Röcke, desto höher die Kurse" lautet eine Weisheit. Diese "Prognosemethode" stammt aus den 20er Jahren. Als damals die Wirtschaft und Börse zu blühen begann, setzte sich die Mode der kniefreien Röcke durch. Nach dem Crash 1929 trug man wieder lange Kleider.
Wie siehts nun 2009 aus. Ganz klar bullish - siehe Bild.


Also: 1 Bullenpunkt vom Rocklängenindex.


Der Aspirin Index
Zwischen der Börse und dem Absatz von Aspirin gibt es einen Zusammenhang. Die Börsianer greifen vermehrt zu Aspirin wenn die Kurse sinken, steigen die Kurse, so brauchen Sie keine Mittel gegen ihre Schmerzen. Nun wie siehts aus: Die Umsätze bei Aspirin waren rückläufig (449 Millionen Euro, -2,4%).

Also: 1 Bullenpunkt vom Aspirin Index


Superbowl Indikator
Gewinnt ein Team aus der AFC League fallen die Kurse im gleichen Jahr. Gewinnt ein NFC Team, werden die Kurse steigen.
Also dieser Indikator hat angeblich eine Trefferquote von 85%. Grund genug sich die Ergebnisse der letzten Superbowl anzusehen. Es gewann das AFC Team, nämlich die Pittsburgh Steelers. Das sieht aber jetzt ganz schlecht für die Börsen aus.

1 Bärenpunkt vom Superbowl Indikator



Der Weiße Haus Indikator
"Wenn im Weißen Haus ein Republikaner einzieht, ist das besser für die Börse, als wenn ein Demokrat regiert."
Diese Weisheit hat sich auch bei vielen festgesetzt. Barack Obama ist Demokrat - laut dieser Regel ein schlechtes Omen für die Börse.
1 Bärenpunkt vom Weißen Haus Indikator

Es steht also 2:2. Daraus kann man für 2009 einen Seitwärtsmarkt herauslesen - ganz klar. :-)

Butterproduktion und Eiscreme
Es gibt noch viele andere Indizes, die seit Jahrzehnten fast parallel mit den S&P-500 verlaufen. Der kalifornische Ökonom David Leinweber hat im Datenwust der Vereinten Nationen einen Chart gefunden, der dem amerikanischen Aktienmarkt fast punktgenau gleicht – er beschreibt die Butterproduktion in Bangladesch.
Einen ähnlichen Verlauf zeigen der internationale Flugverkehr und die Eiscreme-Produktion in Amerika, wie ein Professor aus Neuseeland jüngst herausgefunden hat.

Dienstag, 3. März 2009

Fortsetzung 3 - Wann ist die Krise beendet?

I had a dream - Was ist, wenn die ganze Welt das gleiche Szenario durchmacht wie Japan seit den 90ern?

Immobilienblase, Immobiliencrash, Bankencrash, Nullzinspolitik, Deflation. Kommt einem das nicht bekannt vor? Moment einmal, hatten wir das nicht schon in Japan 1990? Ist das jetzt ein Déjà-vu oder ein Flashback? Egal, wenn sich weltweit die Börsen nach dem selben Muster wie Japan verhalten, sieht die Zukunft des MSCI World wie folgt aus:

Genaugenommen hat der MSCI World in EUR auch das Doppeltop durch den Rückfall unter seinen Tiefststand von 2003 bestätigt. Mal sehen was kommt. Fortsetzung folgt.

Montag, 2. März 2009

Ist der EUR eine starke Währung?

Betrachten wir die Hauptwährungspaare EUR/GBP, EUR/USD, EUR/JPY und EUR/CHF kann die Antwort nur ein klares "Jein" sein. Gegen USD und GBP gehen die Punkte klar an den EUR, gegen die beliebten Finanzierungswährungen leider an die Gegner: