Mittwoch, 8. April 2009

Die lange Baisse und die kurze Hausse

Je nachdem in welchem Zeithorizont man den Dax betrachtet, kann man von einer Hausse oder Baisse sprechen.

Die Betrachtung des 1 Monats-Chart zeigt eine Hausse. Der Dax steigt um 10%. Juhu. Alles Geld sammeln und auf Teufel komm raus investieren, scheint die Devise. Was einen Monat gut gegangen ist, wird doch nicht vorbeigehen. Oder?

Dax Verlauf 1 Monat, Quelle yahoo.com


Sieht man sich aber den 3 Monats-Chart an, ist die Aussicht auf ein gutes Investment nicht so rosig. Minus 11% in drei Monaten. Tja. Der Chart hat keine Unterstützungen durchbrochen, der Abwärtstrend ist intakt. Hände weg von Aktien scheint die Devise. Die Gefahr der Fortführung des Abwärtstrend ist keinesfalls gebannt. Oder?

Dax Verlauf 3 Monate, Quelle yahoo.com


Sieht man sich den 2 Jahres-Chart an, dann bekommt man starkes Kopfweh. 40% Minus. Ojeh, ojeh ojeh. Das einzige was man am Chart ausmachen kann ist, daß die Volatilität, also die Schwankungsbreite der Daxpunkte zunimmt. Der Abwärtstrend besteht weiterhin, wichtige Widerstände wurden noch nicht genommen.

Dax Verlauf 2Jahre, Quelle yahoo.com


Die Moral der Geschichte.
Tja, was tun mit dem Geld. Aus oben genannten Beispiel ersieht man, daß es sehr wichtig ist, welchen Zeithorizont beim Investieren verfolgt.

Wenn man ein Investor ist, der sich über mehrere Monate oder gar Jahre über ansteigende Kurse freuen möchte, dann wäre ein Einsteigen aus unserer charttechnischen Sicht sehr gefährlich. Sollten Sie aber ein kurzfristig orientierter Anleger sein und das Rein-Raus Spiel lieben, so können sie von der Volatilität profitieren. Dabei müssen sie aber das Risiko auf sich nehmen, daß sie die Aufwärtsbewegung des letzten Monats schon verschlafen haben.

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