Freitag, 15. Mai 2009

Madoff, AvW und andere "No Vola" Produkte - oder "there is no free lunch"

Was hatten Madoff, AvW, Immofinanz, Meinl und Art in Finance gemeinsam?
Einen Chart mit hohen Erträgen und keinerlei Schwankungen.

Nun war Madoff ein Betrüger, was allen anderen genannten natürlich fern gelegen ist. Sie wollten einfach nur durch ihr Geschäftsmodell hohe Erträge bei wenig Risiko für den Anleger erwirtschaften. Und schafften dies sogar über einen gewissen Zeitraum hinweg.

Doch an der Börse gibt es keinen "free lunch". Erträge werden immer mit Risiko (Schwankung, Volatilität) bezahlt. Und die einfache Faustformel heisst: Je höher der Ertrag, desto höher das Risiko.

Aus unserer eigenen Entwicklungstätigkeit für automatische Handelssysteme wissen wir, dass gute Systeme in etwa einen durchschnittlichen Jahresertrag irgendwann einmal als Drawdown ausweisen werden. Da fährt fast der Zug darüber. Und das kann man bei disziplinierten Managementkonzepten (d.h. Investmentkonzepte mit intergriertem Risiko- und Moneymanagement) auch gut beobachten. So zum Beispiel bei Estlander&Rönlund, FTC, MAN AHL, SMN, Superfund, ....


Solche "no vola"-Produkte, die wie Einbahnstrassen nach oben ausschauen, funktionieren nur eine begrenzte Zeit (meistens nämlich solange Geld zufließt):


Produkte, deren Charts Schwankungen aufweisen, lassen eher auf ein langfristig funktionierendes Geschäftsmodell zurückschliessen. Schwankungen gehören zur Börse wie das Amen zum Gebet.

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