Montag, 31. August 2009

Warum die Krise bald vorbei ist ...

Börsenkrisen bringen für den Großteil der Investoren naturgemäß Verluste mit sich. Die Gefühle der Betroffenen ähneln dabei in gewisser Weise dabei jenen, die gerade eine Trennung oder den Verlust eines geliebten Menschen, Tieres, ... hinter sich haben. Es handelt sich zwar nur um Geld, welches verloren wurde, aber dieses hat in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Bringt es einem immerhin ja Ansehen, Wohlstand, Luxus, Macht, ... .

Der Mensch - vor allem seine Psyche - ist aber so beschaffen, dass er sich immer auf neue, positive Dinge ausrichten möchte, um nicht depressiv zu werden und überleben zu können. Auch nach einem großen Verlust. Studien dazu belegen, dass nach einer gewissen Trauerzeit, in der der Verlust eine übergeordnete Rolle spielt, die Normalität wieder einkehrt und der Blick nach vorne gerichtet wird. Im nachfolgenden Chart z.B. sieht man, wie lange Trauer dauert und die damit assozieierten Reaktionen:


Quelle: http://www.inneremedizin.insel.ch

Nach zwei bis drei Jahren nimmt der Schmerz schon ab und nach 5 Jahren normalisiert sich der Umgang damit (pendelt sich auf ein Niveau ein).

Im zweiten Chart sehen wir den Zeitverlauf für depressives Befinden nach der Trauerdiagnose von Horowitz et al. (1997). Die Depression verläuft sich dabei bei normaler Trauer nach zwei bis drei Jahren. Ich hoffe ja doch, dass es sich bei den meisten Börsenteilnehmern noch nicht um pathologische Trauer handeln wird. :-)
Quelle: http://www.inneremedizin.insel.ch

Laienhaft gesprochen gehe ich davon aus, dass sich der Mensch maximal zwei bis drei Jahre seine Wunden leckt und dann wieder auf Jagd nach neuen Erfolgen gehen will (oder muß, um nicht pathologisch depressiv zu werden).

Sehen wir uns in diesem Zusammenhang die Entwicklung der aktuellen Krise am Weltaktienchart an:

Quelle: eigene Berechnungen

Sehr schön erkennen wir, dass verglichen mit der Krise von 2000, mittlerweile auch schon wieder der Großteil der notwendigen Aufarbeitungszeit vergangen ist. Mögen noch ein paar Monate fehlen - keine Krise gleicht genau 1:1 der anderen -, mögen noch ein paar kleinere oder größere Korrekturen anstehen, mögen die Wirtschaftsdaten und Konjunktur noch auf sich warten lassen, der Goßteil der Börsianer sind mit ihrer Trauerabeit fast am Ende angelangt und wollen wieder eine positive Zukunft vor sich wissen.

Freitag, 28. August 2009

PSAM Index - S&P 500 und DAX30

Anhand der beiden Indices S&P 500 und DAX30 untersuchen wir regelmäßig den Prozentsatz jener Aktien, die sich über ihrem langfristigen Durchschnitt befinden. Dies wird allgemein als Indikation gesehen, ob institutionelle Kunden am Markt kaufen können oder nicht.

Aktuell befinden sich knapp 93% der Werte darüber, wodurch auf ein Anhalten der Rally - mit den notwendigen Korrekturen - zu schliessen ist.




Donnerstag, 27. August 2009

Immofinanz - eine Ichimoku Chartanalyse

Im Wochenchart steht die Immofinanz kurz vor dem Ausbruch aus ihrer Stauzone (Ichimoku-Wolke). Sollte sie ihr aktuelles Wochenhigh (vom 25.08.09) von 2,55 nachhaltig überschreiten und Richtung 3,00 EUR marschieren, wäre der Ausbruch vollbracht und dies als bullisches Signal zu werten. Die nächste psychologische Hürde ist im Chartbild dann bei 4,00 EUR zu sehen (Sept. 2008).


Der Tageschart schaut bereits sehr positiv aus. Oberhalb der Wolke (Kumo) ist am 17.08.09 ein Kaufsignal durch das Kreuzen der Turning Line (Tenkan Sen) mit der Kinjun Sen (Standard Line) nach oben entstanden. Das - in jedem beginnenden Trend vorhandene - Korrekturpotenzial sehen wir bis ca. 1,45 EUR.

Mittwoch, 26. August 2009

Ichimoku Analyse am Weltaktienindex aus KW 35

Im Ichimoku Tageschart des Weltaktienindex bleibt auch in KW 35 alles im grünen Bereich. Kurs und sämtliche seiner Linien liegen über der Wolke. Das Korrekturpotential liegt somit bei 7-8%, um im Sinne eines Aufwärtstrends noch im positiven Bereich zu bleiben.


Auf Wochenbasis benötigt der Kurs noch ca. 20 Punkte oder 3% Aufwärtsbewegung, um über seiner Wolke liegen zu kommen. Und auch das längere Zeitfenster aus Ichimoku Sicht positiv darzustellen.


Freuen wir uns auf einen schönen Herbst und einen angenehmen Altweibersommer!

Freitag, 21. August 2009

Das Gesetz der großen Zahl - Die Aktienanleger


Wir alle kennen die Geschichte der Wirtschaftskrise, beginnend im Jahre 2007. Die Aktien rasseln zu Boden, nachdem sich die Kurse über mehrere Jahre zu schwindelnden Höhen hinaufgeschraubt haben.
Doch welches sind die Auswirkungen auf die einzelnen Anleger, wie reagieren sie.
Lassen wir einmal die nackten Zahlen des Deutschen Aktieninstitutes sprechen.

Im Jahre 1999 bis im Früjahr 2000 machte der Dax ungeahnte zuwächse um rund 70%. dies dürfte den Anlegern nicht verborgen geblieben sein und so legt die Zahl der Aktionäre und Fondsbesitzer von 1998 bis 2000 um das Doppelte zu. Den Höchsstand der Aktien- und Fondsbesitzer erreichte man 2001, damals besaßen besagte Finanzanlagen rund 13 Millionen Deutsche.

Wie viele wissen war 2001 ein nicht gerade berauschendes Aktienjahr und so knickte auch die Zahl der Aktien- und Fondsbesitzer 2002 um 10% ein.

Die Aktien und Fondsbesitzer scheinen überdies oft erst ein Jahr verpätet und mehr sich aus dem Aktienmarkt zurückzuziehen. Obwohl 2003 bis 2007 die Aktien nicht schlecht liefen wurden aber keinen nennenswerten Steigerungen, aber auch keine nennenswerten Verringerungen im Aktien und Fondsbesitz festgestellt.

Dann kam 2007, der schwarze Herbst. Zuerst passierte nichts, aber 2008 sank die Zahl der Aktien- und Fondsbesitzer um rund 15%.

Im ersten Halbjahr 2009 konnte das Deutsche Aktienistitut man einen leichten Anstieg feststellen.

Zusammengefasst kann man es in einer Grafik so darstellen.

DAX 30 Jahresperformance und die Prozentuelle Ab- nzw. Zunahme der Aktien und Fondsbesitzer
Quelle: finance.yahoo.com bzw Deutsches Aktieninstitut

Die Moral der Geschichte
"Sell on bad news, but one year later" scheint die Maxime der Anleger zu sein. Verpätete Ausstiege und die Tendenz zum Durchtauchen ist bei den Anlegern zu beobachten. Die Zahlen bestätigen auch Gesichtspunkte der Börsenpsychologie. Man erwartet immer wieder einen Anstieg der Kurse auf das Einstiegsniveau, erst dann ist man bereit zu verkaufen und sozusagen ein blaues Auge zu riskieren. Kommt dieser Kurs nicht, so wird erst bei gigantischen Kurseinbrüchen der Realität ins Auge gesehen und verkauft.
Leider ist es bei vielen so, daß sie dann von Veranlagungen in Aktien auf Jahre nichts mehr wissen wollen und die nächsten Renditechancen verpassen.


Mittwoch, 19. August 2009

Sind Managed Futures (CTAs) eine eigene Assetklasse?

In diesem Video von Bloomberg, werden die verschiedenen Hedgefonds Strategien im Überblick erläutert. Dabei wird speziell auf Managed Futures (CTAs - Commodity Trading Advisor) eingegangen:

Quelle: Bloomberg, Varengold

Montag, 17. August 2009

Hedgefonds - Teufelszeug oder Wunderwaffen ?

Weder noch, denn die Dosis macht die Medizin...

Hedgefonds pauschal als „böse“ zu qualifizieren, so wie dies einige Medienvertreter machen, ist schlicht und einfach nicht nur sehr oberflächlich sondern auch irreführend.

Managed Futures Fonds, die Zunft der Commodity Trading Advisors ( CTAs), stellen einen vieler Hedgefondsstile dar und kommen im DiaMind zum Einsatz.

Im CTA-Management werden Investitionsentscheidungen ausgeklügelten Computerprogrammen überlassen. Diese investieren vollsystematisch nach dem Trendfolgeansatz und generieren daraus Kauf- und Verkaufentscheidungen aus technischen Börsendaten und Chartmustern auf Grundlage mathematischer Modelle. ( systematischer Ansatz )

Lang-, mittel,- und kurzfristige Trenderkennungssysteme werden kombiniert um sowohl auf der long-, als auch auf der short-Seite Signale zu erhalten. Dabei handeln CTAs ausschließlich an hochliquiden und streng kontrollierten Futures Märkten.

Wie im Schaubild oben dargestellt, stellen Hedgefonds eine ideale Ergänzung in einem Gesamtportfolio dar. ( Quelle: Estlander & Rönnlund )

Eine Studie des Nobelpreisträgers Dr. Harry M.Markowitz ( „Modern Portfolio“-Theorie ) belegt, dass Instrumente wie Managed Futures in einem Aktiendepot trotz ihres eigenen hohen Risikos aufgrund der geringen Korrelation geeignet sind, den Ertrag zu steigern und zugleich das Risiko des Gesamtportfolios zu verringern.Managed Futures können ein Airbag für das Aktiendepot sein, wenn die Märkte fallen, und ein zusätzlicher Turbo in ausgeprägten Aufwärtsphasen“ betont auch Eduard Pomeranz, FTC.

Dass Absicherungspotential von Managed Futures beweist ein Performancevergleich MSCI World und Barclay CTA Index ( wurde im Jänner 1980 eingeführt und konnte seit Auflage mit +12,19% per annum performen ) in den letzten drei größeren Krisen am Finanzmarkt.

Russlandkrise & LTCM Pleite, 1.8.98 – 30.9.98:

MSCI: -11,8% / Barclay CTA: +12,1%

New Economy Krise, 1.4.2000 – 31.3.2003 :

MSCI: -45% / Barclay CTA: +36,7%

Immoblase & Finanzmarktkrise, 1.7.07 – 1.4.09 :

MSCI: -41,4% / Barclay CTA: +9,4% (Quelle: Man Investments )

Die Auswahl der im DiaMind eingesetzten Managed Futures Fonds erfolgt nach strengen Qualitätskriterien und nach dem Prinzip Money Management. Unter der Berücksichtigung von Stopp Loss Marken und Diversifizierung liegt das eingegangene Risiko pro Position bei 1% des DiaMind- Gesamtvolumens.

Managed Futures stellen in jeder Marktphase einen unverzichtbaren Portfoliobestandteil dar und bieten durch geringe Korrelation ein Absicherungspotential gegen Verluste an den Aktienmärkten.

Man soll Hedgefonds nicht durch die rosarote Brille betrachten, aber gar nicht hinzusehen wäre ebenso leichtsinnig.

Quelle: www.diamind.at

Donnerstag, 13. August 2009

Update Crashverlauf - Stand 31.07.09

In seiner Ausprägung ab Oktober 2008 hat der aktuelle Verlauf der Finanzkrise an den Börsen nun doch einen anderen Verlauf genommen als der Crash der Internet-Blase. Vom Höhepunkt Oktober 2007 bis zum Tiefstpunkt Oktober 2008 ähnelte die aktuelle Börsenkrise sehr stark der letzten. Sicher durch die Börsenpsychologie - die ähnlichen Gier- und Panikattacken der Marktteilnehmer beeinflusst.

Interessant ist die Beobachtung, dass bei weiterem positivem Verlauf der Weltbörsen und nachhaltiger Erholung derselben, die Dauer beider Krisen fast ident ist/war.

Wir hoffen, dies als Anzeichen der Beendigung der aktuellen Krise - zumindest an den Börsen - werten zu können. Und an dieser Stelle eine Bitte an die Medien in eigener Sache: Keine schlechten Meldungen mehr aus der Real-(vorallem Kredit-)wirtschaft veröffentlichen. ;-))

Montag, 10. August 2009

EURCHF Update per KW 31


Im Wochenchart verbleibt EURCHF per KW 31 über der - von der SNB verlautbarten - Unterstützung von 1,50. EURCHF läuft in einem Seitwärtskanal zwischen 1,50 und 1,55 und sollte, sofern weltwirtschaftlich im August nichts aussergewöhnliches passiert auch dort verharren.

Mittwoch, 5. August 2009

Ichimoku Analyse am Weltaktienindex aus KW 31


Im Wochenchart des Weltaktienindex von KW 31 sehen wir den Versuch, seine Wolke nach oben zu durchstossen (roter Kreis). Gelingt es dem Index, wird auch der Wochenchart bullisch und weiteren positiven Bewgungen steht (charttechnisch) nichts mehr Wege.

Für die Trenddefinition im Ichimoku - System ist die Lage des aktuellen Kurses zur Wolke entscheidend. Liegt der Kurs über der Wolke, befindet sich der Basiswert in einem Aufwärtstrend. Die Wolke fungiert in diesem Fall als Unterstützungszone. Liegt der Kurs unter der Wolke, befindet sich der Basiswert in einem Abwärtstrend und in diesem Fall fungiert die Wolke als Widerstandszone. Eine Bewegung von unten, durch die Wolke nach oben, ist als Break Out Signal zu werten, ebenso wie eine Bewegung von über der Wolke nach unten.

Dienstag, 4. August 2009

Fibonacci Umkehrtage bis September 2009


Im Weltaktienindex sehen wir bis September folgende Umkehrtage nach den Fibonacci Timezones (+/- 1-2 Tage und Wochenendenbereinigung):
10.08.2009
27.08.2009
25.09.2009

Montag, 3. August 2009

Weltaktien Charttechnik


Der Weltaktienindex hat seine Widerstände von Jänner 2009 und Juni 2009 bravourös überwinden können und steht nun kurz vor dem wichtigen Widerstand von November 2008. Danach sind Kursbewegungen von bis +13% nach oben möglich.