Freitag, 21. August 2009

Das Gesetz der großen Zahl - Die Aktienanleger


Wir alle kennen die Geschichte der Wirtschaftskrise, beginnend im Jahre 2007. Die Aktien rasseln zu Boden, nachdem sich die Kurse über mehrere Jahre zu schwindelnden Höhen hinaufgeschraubt haben.
Doch welches sind die Auswirkungen auf die einzelnen Anleger, wie reagieren sie.
Lassen wir einmal die nackten Zahlen des Deutschen Aktieninstitutes sprechen.

Im Jahre 1999 bis im Früjahr 2000 machte der Dax ungeahnte zuwächse um rund 70%. dies dürfte den Anlegern nicht verborgen geblieben sein und so legt die Zahl der Aktionäre und Fondsbesitzer von 1998 bis 2000 um das Doppelte zu. Den Höchsstand der Aktien- und Fondsbesitzer erreichte man 2001, damals besaßen besagte Finanzanlagen rund 13 Millionen Deutsche.

Wie viele wissen war 2001 ein nicht gerade berauschendes Aktienjahr und so knickte auch die Zahl der Aktien- und Fondsbesitzer 2002 um 10% ein.

Die Aktien und Fondsbesitzer scheinen überdies oft erst ein Jahr verpätet und mehr sich aus dem Aktienmarkt zurückzuziehen. Obwohl 2003 bis 2007 die Aktien nicht schlecht liefen wurden aber keinen nennenswerten Steigerungen, aber auch keine nennenswerten Verringerungen im Aktien und Fondsbesitz festgestellt.

Dann kam 2007, der schwarze Herbst. Zuerst passierte nichts, aber 2008 sank die Zahl der Aktien- und Fondsbesitzer um rund 15%.

Im ersten Halbjahr 2009 konnte das Deutsche Aktienistitut man einen leichten Anstieg feststellen.

Zusammengefasst kann man es in einer Grafik so darstellen.

DAX 30 Jahresperformance und die Prozentuelle Ab- nzw. Zunahme der Aktien und Fondsbesitzer
Quelle: finance.yahoo.com bzw Deutsches Aktieninstitut

Die Moral der Geschichte
"Sell on bad news, but one year later" scheint die Maxime der Anleger zu sein. Verpätete Ausstiege und die Tendenz zum Durchtauchen ist bei den Anlegern zu beobachten. Die Zahlen bestätigen auch Gesichtspunkte der Börsenpsychologie. Man erwartet immer wieder einen Anstieg der Kurse auf das Einstiegsniveau, erst dann ist man bereit zu verkaufen und sozusagen ein blaues Auge zu riskieren. Kommt dieser Kurs nicht, so wird erst bei gigantischen Kurseinbrüchen der Realität ins Auge gesehen und verkauft.
Leider ist es bei vielen so, daß sie dann von Veranlagungen in Aktien auf Jahre nichts mehr wissen wollen und die nächsten Renditechancen verpassen.


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