Freitag, 31. Dezember 2010

Prosit Neujahr!

Ihr Investdenker-Team wünscht Ihnen ein gutes Neues Jahr! 
Mögen 2011 die Börsen mit Ihnen sein!

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Rettet China den Euro?

von Henrik Voigt (Quelle: Dax Daily)

Die Volksrepublik China will nach den Aussagen eines hochrangigen chinesischen Wirtschaftsfunktionärs Europa beim Kampf gegen die Schuldenkrise unterstützen. Das dritte Spitzentreffen zwischen der EU und China zum Dialog in Wirtschaft und Handel hat der chinesische Vize-Regierungschef Wang Qishan dazu genutzt, Europa seiner Unterstützung bei der Bekämpfung der Schuldenkrise zu versichern. Wang sprach sich für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen China und der EU aus. Sein Land habe zudem bereits konkrete Schritte unternommen, um einigen EU-Ländern bei der Bewältigung der Krise zu helfen. China hoffe, dass die Maßnahmen der EU bald Wirkung zeigen, fuhr Wang fort.


Zunächst sind dies zwar wohlfeile Worte, aber keine Taten. Wer sich länger mit der Thematik beschäftigt, der weiß, das China allein chinesischen Interessen verpflichtet ist. Allerdings müssen Sie bedenken, dass eine Konjunkturschwäche in Europa nicht im Interesse Chinas liegen kann. Für China ist die EU der größte Auslandsmarkt, umgekehrt ist China der zweitgrößte Markt für die EU. Beide profitieren voneinander. Sie brauchen sich nur einmal die Absatzzahlen von VW aus meinem gestrigen Beitrag zur Hand zu nehmen, dann wissen Sie, um welche Größenordnungen es geht.

Wird China also zum Retter des Euros? Ich denke, das geht ein bisschen zu weit. Das Land wird allerdings einer Konsolidierung im Euroraum auch keine Steine in den Weg legen, wie sie seit einiger Zeit immer wieder aus dem angelsächsischen Raum auftauchen. Europa muss seine Probleme aber in erster Linie selbst lösen. Ob das gelingt, werden wir in den nächsten Jahren sehen. Ich hoffe es, denn ansonsten hat sich auch der deutsche Aufschwung schneller wieder erledigt wie er gekommen ist.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis der Westen unter der massiven Verschuldung zusammenbricht!

Eine häufig gehörte Meinung zur aktuellen Verschuldung der westlichen Industriestaaten ist:
"Es ist ja leider nur eine Frage der Zeit bis auch die USA unter der massiven Verschuldung zusammenbricht. Nicht nur in Europa bzw. Griechenland herrschen diese Probleme!"

Das Gute an dieser Frage ist, dass wir noch etwas Zeit haben, bis dies passieren könnte:
Die westlichen Staaten werden sich sicher nicht aus der Verschuldung "heraussparen" können. Solange aber China uns als Absatzmarkt braucht, wird nichts passieren. Ich denke, solange bis die gesamte chinesische Bevölkerung ein unseren Maßstäben entsprechendes Durchschnittseinkommen hat. Derzeit sind ja nur ca. 200 Mio. der 1 Mrd. Chinesen "wohlhabend". Wenn die restlichen 800 Mio. dazukommen, dann braucht China Europa (EU ca. 495 Mio.) und die USA (ca. 308 Mio.) nicht mehr. Dann kann die chinesische Regierung aufhören, unsere Schulden (in Form von Staatsanleihen) aufzukaufen. Spätestens dann werden entsprechende Haircuts bei den Staatsanleihen unvermeidlich sein. 

Das Schlechte ist, dass derzeit weder die westliche Bevölkerung noch die Politker dieses Zeitfenster aktiv nutzen, um den Zusammenbruch aufzuhalten:
Wenn der Westen mit seinem Wirtschaftssystem überleben will, muß er weiterhin Technologieführer bleiben. Denn China wird das notwendige Wirtschaftswachstum eines Tages allein über die Binnennachfrage generieren können. Die dafür notwendige Technologie für Kraftwerke, Automobilindustrie, Kühlschränke und Konsumgüter liefer(te)n wir ihnen ja durch die Joint Ventures westlicher und chinesischer Firmen frei Haus.
Was China aber in Zukunft benötigen wird, ist Energie und Nahrung. Und hier müssen wir jetzt aktiv werden. Wir können Alternativen zu knappen Rohstoffen entwickeln und in Zukunft zb. Strom aus alternativen Quellen, Wasser aus Aufbereitungsanlagen, Fisch aus innerkontinentalen Fischfarmen (Überfischung der Meere), Soja (ja, China importiert schon jetzt einen Großteil seines Sojabedarfes), laktosefreie Milch aus Kamelfarmen (es gibt in Europa erst eine in Holland und die Asiaten sind allgemein im Erwachsenenalter laktoseunverträglicher als wir Europäer), uvm. in den Osten liefern.

Daher unser Aufruf an die Regierungen in Europa: Erhöht die Budgets für Bildung und Forschung!
Und unser Aufruf an die Jugend in Europa: Ergreift technische Berufe, studiert Mathematik und Physik, seid kreativ bei der Suche nach Alternativen und verlaßt die ausgetretenen Wege, auch wenn ihr anfangs belächelt werdet!

Wir brauchen keine weiteren Schauspieler, Comedians oder Beamten. Europa braucht Visionäre, Techniker und couragierte Leute!

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Das Ende blüht mit Staatsbankrotten, Währungsreformen und einem völligen Zerfall der öffentlichen Ordnung

Anlegerbeschimpfung

   von Dr. Bernd Niquet (Quelle: Doersam Brief)

Liebe Leser, wenn Sie, wie so viele, ebenfalls davon ausge-
hen, dass uns nun bald das Ende blueht mit Staatsbankrotten,
Waehrungsreformen und einem voelligen Zerfall der oeffentli-
chen Ordnung, das man eigentlich nur noch mit physischem Gold
und dem Anbau von Kartoffeln ueberstehen kann, dann ist die-
ser Text Ihr Weihnachtsgeschenk. Sollte dem jedoch nicht so
sein, dann ersparen Sie sich das Lesen. Dann wuensche ich
Ihnen bereits an dieser Stelle ein frohes Weihnachtsfest.

Jetzt ist es also so weit. Sie jubilieren. Lange Jahre, ja
Jahrzehnte haben Sie auf diesen Moment gewartet. Das Fernse-
hen berichtet live vom Chaos in Deutschland. Die Banken haben
dicht gemacht, der Staat ist nicht mehr funktionsfaehig, die
Geldautomaten sind leer und die Supermaerkte bereits bei vie-
len Waren ausverkauft.

Jetzt kommt Ihre Stunde, denken Sie. Sie nehmen die Krueger-
rands aus der Schmuckschatulle und begeben sich auf Einkaufs-
tour. Im selben Moment, in dem sie sich zu Dumpingpreisen
einen Pelzmantel ausgesucht haben, wird der Laden gestuermt.
"Ey Alter, was hastn da?", fragt einer, der ihre Goldmuenzen
erspaeht, und haut Ihnen die Faust mitten ins Gesicht. Danach
sind Sie Ihre Kruegerrands los. Und die Zaehne auch.

Sie muessen also dringend an das Bankschliessfach. Die Bank
ist allerdings geschlossen und wird von einer wuetenden Menge
belagert. Ihre Goldbarren koennen Sie daher abschreiben,
zudem der Staat eine Sperre saemtlicher Schliessfaecher
verfuegt hat. Wenigstens ziehen Sie sich keine weitere
Verletzung zu.

Gluecklicherweise haben Sie ja noch das Schliessfach in der
Schweiz. Und die Schweiz ist bisher von allen Krawallen ver-
schont geblieben. Sie sind wirklich ein echter Koenner,
Kompliment! Sie schaffen es sogar, mit dem Auto durch die
Grenzkontrolle zu kommen und stehen endlich vor Ihrer Schwei-
zer Bank.

Was Sie allerdings nicht wissen, ist, dass der Schalterbeamte
dort mit der russischen Mafia zusammen arbeitet, so dass sie
gleich kurz hinter dem Ortsschild von Zuerich von dieser
gestoppt werden, einen Kopfschuss erleiden und Ihnen saemtli-
ches Gold gestohlen wird. Jetzt haben Sie nicht nur ihr Ver-
moegen eingebuesst, sondern auch ihre Gesundheit. Und bald
Ihr Leben ebenfalls.

Sie wachen jedoch noch einmal auf, im Krankenhaus von Zue-
rich, werden dort allerdings nur notduerftig versorgt, da
Ihre deutsche Krankenversicherung zahlungsunfaehig ist und
Sie ueber keinerlei Privatvermoegen mehr verfuegen. Denn Ihr
Kartoffelacker ist bei dem gefrorenen Boden derzeit gaenzlich
wertlos.

Doch Sie besitzen meine ganze Sympathie, wovon Sie sich al-
lerdings ebenfalls nichts kaufen koennen. Sie waren einfach
zu clever fuer diese Welt. Jetzt werden Sie an Ihren eigenen
Erfolgen sterben. Und Ihre letzten Gedanken sind, ob ein
bisschen mehr soziales Verhalten, ein paar gute Standard-
aktien im Depot und ein kleines Buendel Euroscheine unter der
Matratze nicht vielleicht die bessere Strategie gewesen
waeren.

Aber nein, Sie haben Recht gehabt! Sie haben richtig gelegen!
Und jetzt liegen Sie auch richtig! Naemlich dort, wo Sie hin-
gehoeren. Ich wuensche Ihnen ein letztes wunderbares Weih-
nachtsfest!


++++++


Bernd Niquet, "Wie ich die Finanzkrise erfolgreich
verdraengte", Leipzig 2010, 465 Seiten, 16 Euro,
ISBN 978-3-86901-830-0.

Hier bestellen:
http://click.be3a.com/click_de.html?ADVD=327699.200836.2.0604774.

Dienstag, 21. Dezember 2010

EURCHF KW 50

EURCHF Wochenchart

Im EURCHF hat auch die Marke von 1,28 (um die sich Gerüchte einer Intervention der SNB gerankt haben) nicht gehalten. Nach den (im Chart markierten) beiden Outside-Days, die auch ein Doppeltop ausgebildet hatten, bewegt sich der Schweizer Franken in Relation zum Euro von einem Alltimehigh zum anderen. Unser Hoose-Indikator bleibt weiterhin rot und laut Fibonacci erwarten wir ein Umkehr erst Ende Jänner 2011.

Montag, 20. Dezember 2010

S&P 500 KW 50

S&P 500 Wochenchart

Der amerikanische Börsenindex S&P 500 hat sich auch letzte Woche - trotz oder wegen des letzten großen Verfallstages des Jahres 2010 - über dem Jahreshoch halten können. Die Woche schloss zwar mit 0,3% nur leicht positiv und mit einem unentschlossenen Doji Candlestickmuster, aber nach den letzten Wochen der Herbstrally, sehen wir eine kurzfristige Konsolidierung durchaus als legitim an.
Generell bleibt unser Hoose-Indikator grün und laut Fibonacci-Timezones erwarten wir die nächste Umkehrphase erst Mitte Februar 2011.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Wer fürchtet sich vor Inflation?

  1. Hand auf's Herz, wer hat Angst vor einer möglichen Inflation? 
  2. Wer glaubt, dass er mit den Auswirkungen nicht leben kann?
Haben Sie Frage 1 und/oder Frage 2 mit "Ja" beantworten können?
Waren Sie schon mal in der Türkei auf Urlaub?

Raten Sie einmal, mit welchen Inflationsraten Ihre Gastgeber zu kämpfen hatten/haben:

Jahr      BIP      Inflation (%)
1994     -5,1     120,0
1995      8,1     120,0
1996      7,9       80,0
1997     -7,5       80,0
1998      2,8     101,6
1999     -4,7       64,9
2000      7,4       54,9
2001     -7,5       54,4
2002      7,8       45,0
2003      5,8       25,3
2004      8,9       12,0
2005      7,4         8,0
2006      6,0         9,9
2007      6,0         7,0

Und wie sehen wir die Türkei (aus einem Reisekatalog):

"... Nicht weit von Antalya, der sehenswerten Hauptstadt der Region, stürzen sich einige Wasserfälle spektakulär über eine steile Felswand ins Meer. Wahrzeichen der Küstenmetropole ist das Yivli Minare, das "gerillte Minarett", um das sich eine typisch osmanische Altstadt mit traditionellen Holzhäusern gruppiert.
Im kleinen Städtchen Side hingegen vermischen sich Antike und Moderne auf einmalige Weise: Am Rande der Altstadt stehen moderne Häuser in unmittelbarer Nachbarschaft zu zahlreichen antiken Ruinenstätten. Bei einem Ausflug in das Taurusgebirge kann man nicht nur fantastische Ausblicke auf die Küste, sondern auch die wildromantischen Ruinen von Termessos auf rund 1.000 Meter Höhe entdecken. ..."

Also fragen wir noch einmal: Wer hat immer noch Angst vor der Inflation?

Mittwoch, 15. Dezember 2010

EURCHF KW 49

EURCHF Wochenchart

Der Euro fiel zum Schweizer Franken letzte Woche wieder unter 1,30. Der Hoose-Indikator bleibt weiterhin rot und der nächste Fibonacci-Umkehrtag ist für das Währungspaar der 28.01.2011.

Aktuelle Trades zur Absicherung von CHF-Fremdwährungskrediten veröffentlichen wir unter http://eurchf-diamind.collective2.com. Das System liegt aktuell mit knapp 15,9% p.a. im Plus.

Montag, 13. Dezember 2010

S&P 500 KW 49 - Up where we belong ...

Geschafft! Die im letzten Posting angesprochene Hürde - das letzte Hoch von Anfang November - wurde überschritten. Der Weg zu 1.300 Punkten und danach bis zu 1.400 ist frei.

S&P 500 Wochenchart

Unser Hoose-Indiaktor bleibt grün und der nächste Fibonacci-Umkehrtag liegt am 14.02.2011. Bis dorthin sollten uns die (amerikanischen) Börsen noch viel Freude bereiten.

Montag, 6. Dezember 2010

S&P 500 KW 48 - Good News, bad news

Zuerst die gute Nachricht:

Für den amerikanischen Börsenindex S&P 500 war KW 48 eine gute Woche. Die Umkehr nach Fibonacci-Timeframes hatte zwar eine Woche später als angekündigt stattgefunden, aber sie hat stattgefunden. Die nächste Umkehrzone auf Wochenbasis liegt erst in der Woche vom 13.02.2011. und unser Hoose-Indikator bleibt grün.

 S&P 500 Wochenchart

Nun die schlechte Nachricht: Bei genauer Betrachtung des Tagescharts wurde das letzte Hoch ganz knapp nicht erreicht. Somit besteht die Gefahr eines Doppeltops am Widerstand. Vor allem, wenn wieder schlechtere Nachrichten rund um Irland und Europas Schuldenkrise aufkommen sollten.

S&P 500 Tageschart

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Hyperinflation ist nur ein Hirngespinst von Untergangsbeschwörern!

Wesentlich ist die Geldmenge auch für die Bestimmung der Wachstumschancen und der Inflationsrisiken der Volkswirtschaft. Ist zu wenig Liquidität vorhanden („Geldlücke“), so leidet das Wirtschaftswachstum, ist durch starkes Geldmengenwachstum zu viel Liquidität im Markt, so besteht die Gefahr von Inflation. M1 hat sich in der Vergangenheit als guter Konjunkturindikator erwiesen, während M3 als der geeignetere Inflationsindikator verstanden werden kann. (Quelle: Wikipedia)

Seit 1997 wächst die Geldmenge M3 nun aber kontinuierlich und weist ab 2008 sogar eine Verflachung des Wachstums auf. Das bedeutet aber, dass die enormen Geldmengen der Nationalbanken. welche zur Staaten- und Bankenrettung in das System gepumpt wurden, im Markt gar nicht angekommen sind. Und somit ist eine Hyperflation nach heutigem Gesichtspunkt quasi ausgeschlossen.

EZB Geldmenge M3 (Quelle: Bundesbank, TU-Dresden)

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Der Euro wird überleben

Grösser war die Uneinigkeit der Wirtschaftswissenschafter bezüglich des Euros noch nie, aber Fakt ist, dass 14 Bundesstaaten in den USA höher verschuldet sind als Griechenland. Die Schulden Griechenlands machen 4% der EU-Gesamtverschuldung aus. Würde Griechenland zur Sanierung des Staatshaushaltes 25% seiner Schulden nicht zurückzahlen, betrifft dies nur etwa 1% der EU-Staatsverschuldung. Ähnlich verhält sich die Situation Irlands.

Dieses Szenario würde den Euro sicherlich nicht zerschlagen, maximal eine Abwertung im Aussenwert würde die Folge sein und wohl auch der Austritt einiger Länder. Und die Folgen auf den europäischen Wirtschaftsraum daraus wären wohl begrenzter Natur, wie wir bereits kurz nach Einführung des Euro erleben konnten. Ein Kurs von ca. 0,88 zum USD hatte im Gegenteil sogar eine belebende Wirkung auf die Exportwirtschaft. In der Eurozone verbleiben dann die Hartwährungsländer.

Wenn auch Untergangspropheten den Zusammenbruch heraufbeschwören, vielleicht u.a. aus Eigeninteresse am Verkauf von Goldsparplänen, so sind doch im Globalisierungszeitalter die Wirtschaften zu stark ineinander verzahnt, als dass ein Wertverfall des Euros in irgendeiner Nation Interesse liegen könnte. Weiters sehen wir uns aktuell derart niedrigen Inflationsraten gegenüber, dass von einer Hyperinflation mit folgender Währungsreform seriöserweise auch keinerlei Rede sein kann.

Um in unseren Fonds dennoch nach aller kaufmännischer Umsicht und Verantwortung auf alle möglichen Szenarien raschest reagieren zu können, testen wir laufend Währungshandelssysteme auf ihre Nachhaltigkeit - eines davon können Sie auf http://eurchf-diamind.collective2.com live mitverfolgen. Weiters können wir auch - bei Bedarf - eventuelle Cashpositionen in Geldmarktfonds ausserhalb der Eurozone (z.B. Norwegische Krone) parken.

Montag, 29. November 2010

14 Bundesstaaten der USA sind stärker verschuldet als Griechenland

Der Euro ist wegen der desolaten Finanzlage in Griechenland stark unter Druck geraten. Ökonomen stellen nun klar, dass eine Abwanderung vom Euro hin zum Dollar gänzlich unberechtigt sei, da die USA unter teilweise noch stärkerer Schuldenbelastung leiden.

Von den fünfzig Bundesstaaten der USA haben 14 noch mehr Schulden als Griechenland. Jörg de Vries-Hippen der Allianz Global Investors (AGI) ist der Meinung, dass der Euroraum weniger Risiken birgt als die USA.

De Vries-Hippen sieht in dem gesunkenen Euro-Interesse eine Strategie von Spekulanten, die darauf setzen, dass die Pleite von Griechenland lediglich ein Vorbote von weiteren schlechten Nachrichten aus dem Euro-Raum darstellt. Europa sei aber auf dem richtigen Weg die Probleme zu lösen.

Freitag, 26. November 2010

Die große PROGNOSEschau zum Franken!

Rauf oder Runter? Was macht der Franken in Zukunft?
Heute werden wir an dieser Stelle die fundamentalen Prognostiker zu Wort kommen lassen und sehen uns mal die Meinungen an.

Am besten geht das natürlich in der Schweiz!
Die Zürcher Kantonalbank, die UBS und die Credit Suisse rechnen nicht mit einer baldigen Erholung des EURO zum Franken. Die UBS sieht den Franken in sechs Monaten bei 1,30, die Credit Suisse ist da ein wenig EURO-optimistischer und taxiert den Franken bei 1.35 in zwölf Monaten.
Die Zürcher Kantonalbank ordnet den Franken in einem Jahr bei 1.30 ein.

Prognosen der Vergangenheit
Doch nicht nur die aktuellen Prognosen sollen hier zur Geltung kommen. Wir haben eine Prognose der Bank Austria vom Februar 2010 ausgegraben. Hier sieht die Großbank den Franken im 3. und 4. Quartal des heurigen Jahres bei 1,54 bzw. 1,55.
Die RZB hatte in ihrer Februarprognose einen Wert von 1,45 vorausgesehen. In Ihrem Bericht von damals schreibt die RZB auch, daß nach 2010 einiges für eine signifikante Aufwertung des Franken spricht.

Nun dürfen wir auch mal prognostizieren, wir machen dies aus technischer Sicht.
Im Chartbild sieht das derzeit so aus:


In Worten: Wir befinden uns derzeit sehr klar im unteren Bereich des Regressionskanals. Das vorliegende Doppeltop hat genau im mittleren Bereich des Kanals umgedreht und es dürfte in naher Zukunft Richtung 1,20 gehen. Sollt der mittlere Kanal nach oben durchstoßen werden, ist Luft bis 1,47 drinnen.

Alles in allem scheint die technische Analyse die Prognose der UBS zu bekräftigen. Also 1,30 in einem Jahr.

Übrigens: Die Schweizer Nationalbank hat auch öffentlich bekundet, daß sie vorerst nicht mit Euro-Käufen intervenieren wird. Als Marke, wo man wieder über Stützkäufe nachdenkt, wird 1,28 genannt.

Mittwoch, 17. November 2010

Um die Börse steht es schlecht!

Geheime Recherchen der Investdenker haben ergeben, um den deutschen Leitindex DAX ist es schlecht bestellt! Wie den Investdenkern exklusiv vorliegende Dokumente beweisen, muss der DAX (der in Wahrheit eigentlich eine Frau ist) einem Nebenjob bei einer österreichischen Handelskette an der Wursttheke nachgehen:

EURCHF - KW 45 - Outside Day Review

EURCHF Wochenchart

Letzten Endes hat sich der Outside Day im Wochenchart des CHF so entwickelt, wie in unserem Posting vom 09.11.2010 erwartet.

Hoose bleibt im CHF weiterhin rot, also bleibt die Tendenz für den Euro nach untern weiter intakt. Auch im Hinblick auf die neu aufkochenden Probleme Griechenlands, Irlands und Portugals. Nicht alles wird besser, wenn es wieder aufgekocht wird!

Dienstag, 16. November 2010

Die Börsenschau - kw 45

S&P 500 Wochenchart

Pünktlich zur vorhergesagten Fibonacci-Timeframe Trendwende am 15.11.2010 kam die Korrektur. Letzte Woche schloss der S&P 500 negativ. Unser Hoose Indikator bleibt grün. Hoffentlich haben wir kein Doppeltop gesehen, sondern die Bewegung wird nur eine kleine Korrektur in der Jahresendrally.

Dienstag, 9. November 2010

Outside Day im CHF

Der Outside Day (Anm.: in unserem Chart stellt eine Candle eine Woche dar) hat ein höheres Hoch und tieferes Tief als der vorherige Handelsstag (-woche).
Es ist eine starke Bewegung im Markt, die ausreichen könnte, einen Trendwechsel einzuleiten.

EURCHF - Wochenchart

Dieses Candlestickmuster ist im CHF aktuell in KW 44 und bereits zuvor in der Woche vom 13.08.2010 aufgetreten und hat damals eine Umkehr der zuvor bestehenden 6-wöchigen Aufwärtsbewegung ausgelöst. Der Hoose Indikator ist weiterhin rot und eine Bewegung in Richtung 1,30 ist durchaus wieder möglich.

Der Schweizer Franken fungiert nach wie vor als Fluchtwährung und durch die amerikanische Gelddruckaktion von letzter Woche entstehen langsam wieder Inflationsängste.

Sonntag, 7. November 2010

Die Börsen-Wochenschau - KW 44

Danke FED oder mit den Worten von Bobbie Brown:

"Oh god, oh god, it's so fantastic
Thanks to F(r)ED(die), they're no monetary spastics

And the dollar's going down

Watch him now, he's going down ..."

(Music by Frank Zappa, Lyrics by Investdenker"

Die angekündigte Flutung des Marktes mit 600 Mrd. USD hatte den gewünschten Effekt auf die Börse. Die Woche schloss der S&P 500 mit 3,6% im Plus und damit um 6 Punkte über dem April Jahreshoch. Damit stehen dem Markt die Tore für eine nachhaltige Jahresendrally wohl offen und die Trendwende im Fibonacci-Timeframe ist als positive zu deuten. Ausser man ist Pessimist, dann könnte man auch die Gefahr eines Doppeltops sehen.
Unser Hoose Indikator bleibt aber grün und wir somit positiv für die letzten beiden Börsenmonate dieses Jahres eingestellt.

S&P 500 - Wochenchart

And the dollar is going down:

USDEUR - Wochenchart

Donnerstag, 4. November 2010

Die Besten - relativ

(gekürzt aus "Der Standard" Ausgabe 30./31.10/1.11, Seite K2)

... Die Finanzindustrie hat kürzlich ihre besten Analysten gefunden - bei Goldman Sachs. Es wurden die Buy-, Sell-, Hold-Empfehlungen für Finanzaktien von 2500 Analysten in 77 Researchfirmen in den vergangenen zwei Jahren untersucht. Das Ergebnis: Goldman Sachs hatte mit den Prognosen für die Entwicklung der Aktien in 38% Prozent recht. ...
Nun es gab keine Besseren als die Goldmänner - die Nummer zwei des Rankings KBW hatte nur 27 Prozent richtige Tipps. ...

Anm.: Trendfolgesysteme wie z.B. DiaMind hatten in den letzten zwei Jahren ca. 52% richtige Entscheidungen.

Montag, 1. November 2010

Frontier Markets in aller Munde! Kennen Sie das Risiko?

Fonds, die in die sogenannten Frontier Markets ( wirtschaftliche Grenzländer wie Nigeria, Vietnam oder auch Kasachstan), sind momentan in Mode.

Aussagen wie die von Mark Mobius (Manager des Franklin Templeton Frontier Market Fonds) in diversen Interviews (hier zitiert aus dem Interview bei dasinvestment.com) heizen den Markt noch zusätzlich an. „Die Liquidität in den Frontier Markets wird dramatisch zunehmen“, liest man oder „Mittlerweile erkennen immer mehr Investoren, dass in Ländern wie Nigeria oder auch Kasachstan Aktien deutlich preiswerter sind“.

Grund genug für uns sich mal die Entwicklung der Investments in diesen Märkten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Als Beispiel nehmen wir mal den von Mobius gemanagten Templeton Frontier Markets in Euro her.

Dieser Fonds wurde am 14. Oktober 2010 aufgelegt, zu einem sehr günstigen Zeitpunkt, wie man nachher noch sehen wird.

Hier der Chart des Fonds.


Quelle: Fondsprofessionell.at


Die ersten drei Monate seines Fondslebens macht der Fonds -6,20 %, im Jahre 2009 +47,12% und heuer +16,45%. Beeindruckend oder. Aber wie sieht das eigentlich mit den Risiken aus, die man bei so einem Investment eingeht?

Wir haben zu Veranschaulichung den Baring ASEAN Frontiers Fund beigezogen, weil dieser eine längere Historie aufweist. Wie die beiden im Performancevergleich liegen sehen Sie hier.

Quelle: Fondsprofessionell.at

Ab Auflage des Franklin Templeton gerechnet hat sich der Baring besser entwickelt. Man hätte sein Geld im Baring verdoppelt +107,6%, im Templeton wären nur 60,7 % plus herausgekommen.


Nun, wie sieht es aber mit den Risiken aus, die man bei so einem Investment eingeht. Hier lassen wir auch Mark Mobius zu Wort kommen: „ Die meisten Börsen der Region sind ziemlich klein, deshalb können bereits geringe Zuflüsse die Kurse sehr schnell nach oben treiben.“ Und hier ist auch ein Risiko versteckt, denn geringe Abflüsse können den Markt rasant nach unten treiben.

Wie das aussieht kann man durch die längere Historie des Baring Fonds gut sehen. Der 3 Jahreschart des Baring zeigt, was alles drinnen ist, nämlich auch nach unten, in den momentan gepriesenen Frontier Markets.

Quelle: Fondsprofessionell.at


Hätte man die Nerven bewahrt und den Verlust von über 55% des Kapital ausgesessen, wären 8,33% in diesen 3 Jahren dazu gekommen.


Wussten Sie dass der Templeton Fonds zum Beispiel von ca. 40 Mio US$ im November 2009 auf nun fast 603 Mio US$ angestiegen ist. Alles Geld mit denen Aktien eingekauft werden.

Wie lange werden nun die Zuflüsse in diese Märkte weiterbestehen und die Kurse nach oben ziehen. Ende Oktober, oder Ende des Jahres oder in 2 Jahren. Wissen Sie es? Wenn Sie es wissen, dann vergessen sie nicht die Fonds auch wieder zu verkaufen.

Und eines nicht vergessen: Frontier Markets sind kleine Märkte mit einem höheren Risiko als etablierte großvolumige Aktienmärkte.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Gelddrucken führt nicht immer zu Inflation!

Je mehr Geld im Umlauf ist, desto höher ist die Inflation - oder?

Zwei Forscher haben die Quantitätstheorie einem Realitätstest unterzogen und stellen fest: Ganz so einfach ist es nicht. Harald Uhlig und Pedro Teles zeigen in ihrem Papier, dass es dabei auf die aktuelle Inflationsrate in einem Land ankommt.

Zum vollständigen Artikel: Handelsblatt

Dienstag, 26. Oktober 2010

Die Börsen-Wochenschau - KW 42

KW 42 konnte im breiten Marktindex S&P 500 positiv schließen und hinterläßt einen grünen Hoose Indikator. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt also intakt. Wir nähern uns aber mit riesen Schritten dem Fibonacci-Umkehrtag, dem 15.11.2010. Die grosse Frage ist: wird es eine kleine oder grössere Korrektur?

S&P 500 Wochenchart

Im - für Fremdwährungskreditnehmer - so wichtigen Währungspaar steht der langsam reagierende (langfistige Trends anzeigende) Hoose Indikator nach wie vor auf Rot. Rein optisch erkennen wir aber einen beginnenden Rebound des Euros. Ob dieser nachhaltig sein wird, zeigen die kommenden Wochen. Wichtig für eine Bodenbildung und Trendumkehr ist die Ausbildung von höheren Hochs und höheren Tiefs. Die charttechnische Bestätigung bleibt also abzuwarten.


EURCHF Wochenchart

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Dow Jones wird sich VERZEHNFACHEN!

Seien Sie dabei! Nützen Sie Ihre Chance!

Was würden Sie sagen, wenn wir die Verzehnfachung des Dow Jones in den nächsten 30 Jahren vorhersagen? Einen Stand von 100.000 Punkten bis 2040 prognostizieren?

Sie halten uns für verrückt? Genauso wie jene Börsianer, die 1980 in einem mehr als zehnjährigen Seitwärtsmarkt bei 1.000 Punkten einen Indexstand von 10.000 Punkten in 30 Jahren prognostiziert hatten?

Dann schauen Sie sich mal die folgenden Charts in Ruhe an:

Dow Jones bis 1980 (Seitwärtsmarkt nach der Ölkrise) -
Indexstand ca. 1.000 Punkte wohlgemerkt

Die Entwicklung der letzten 30 Jahre ist bekannt. Die Verzehnfachung des Indexstands war kein allzugrosses Problem (mit ein paar "kleineren" Rückschlägen eben, wie zB. 1987):

Dow Jones 1965 bis dato (Wochenchart)

Und werfen wir nun einen Blick auf den Dow Jones der letzten 10 Jahre. Und was sehen wir?

Dow Jones 1999 bis dato (Wochenchart)

Einen Seitwärtsmarkt. Aktueller Stand ca. 10.000 Punkte. Dh. 100.000 Punkte als Endstand 2040 sind durchaus möglich.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Schweizer Franken Fremdwährungstool

Quelle: Collective2

Auf http://eurchf-diamind.collective2.com/# veröffentlichen wir die Signale unseres Hoose Indikators auf den Schweizer Franken. Das auf Langfristigkeit setzende System blieb auch während der letzten Wochen short auf den Euro, wodurch es im September zu einer leicht negativen Wertentwicklung kommen konnte. Der Oktober startet bereits wieder positiv und das annualisierte Gesamtergebnis (CAR) beträgt aktuell: 12,2%

Montag, 18. Oktober 2010

S&P 500 Wochenschau - KW 41

S&P 500 - Wochenchart

Der Hoose Index zeigt nach wie vor einen intakten Aufwärtstrend an. Auch diese Woche schloß wieder positiv. Weiter spannend bleibt der Fibonacciumkehrtag am 15.11.2010. Momentan deutet alles auf eine Herbstrally bis zum Ende des Jahres hin.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

S&P 500 Wochenschau - KW 40

S&P 500 Wochenchart

Unverändert weist unser Hoose Index einen intakten Aufwärtstrend auf, die einzelnen Wochenergebnisse sind grosso modo wieder positiv. Interessant wird es, wenn sich der Index in die Fibonacciumkehrzone um den 15.11.2010 bewegen wird. Wir vermuten, dass dies rund um das Aprilhoch von etwas über 1.200 Puinkten passieren wird. Ob dann eine kleine Korrektur des Aufwärtstrends zum Jahresende oder eine größere Kehrtwende erfolgt wird, sich weisen.

Montag, 11. Oktober 2010

Unglaublich wie exakt es sich prognostizieren lässt!

Am 04. November 2009 haben wir den aktuellen Verlauf des MSCI World von November 2009 bis Dezember 2011 anhand der prozentuellen Entwicklung der Internetkrise vorhergesagt (bei beiden Krisen haben wir jeweils vom Höchststand weg gerechnet).

Grundlage für diese Prognose war die Annahme, dass in Börsenkrisen – unabhängig davon, welcher Grund der Auslöser für die Krise ist – immer dieselben psychologischen Muster ablaufen.
Gier. Angst. Panik. Angst. Gier.

So sah unsere damalige Kursprognose aus:
 MSCI Prognose Nov 09

Den dazugehörigen Post finden Sie hier: http://investdenker.blogspot.com/2009/11/prognose-kursverlauf-msci-world-bis.html

Und das ist der aktuelle Zwischenstand nach knapp einem Jahr:

Prognose Krisenverlauf Stand Sept 2009

Die dünne hellblaue Linie ist der tatsächliche Kursverlauf des MSCI World (in EUR). Verblüffend genau hat unsere Prognose (grüne strichlierte Linie) die Realität abbilden können. Psychologie produziert Charttechnik.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Oktober Zahlenspiele ...

Börsenmonat Oktober – Ein paar statistische Spielereien aus anderen Blogs:

"Obwohl der Oktober einige üble Crashs aufzuweisen hat (z.B. 19.10.1987, DJIA -508 Pt., -22,61%) haben wir es historisch gesehen mit einem “anständigen” Monat zu tun. Hier also ein paar statistische Spielereien:

  • In den letzten 100 Jahren hat der Dow Jones Industrial Average (DJIA) im Durchschnitt eine Performance von +0.12% erzielt. 58 dieser 100 Monate endeten mit einer positiven Kursveränderung.
  • Betrachtet man die letzten 50 Jahre, wird die Kursentwicklung (noch) besser. Die durchschnittliche Rendite im Monat Oktober in diesem Zeitraum bei +0.50%. 62% aller betrachteten Monate wiesen eine positive Rendite auf.
  • Bei einem noch kürzeren Betrachtungshorizont nimmt die Durchschnittsperformance nochmals zu. Sie lag in den letzten 20 Jahren bei +1.10%. Zwölf dieser zwanzig Jahre brachten eine positive Oktober-Performance.

Der Oktober läutet das letzte Quartal an den Finanzmärkten ein. Auch hierzu gibt es einige interessante Fakten:

  • Seit 1928 hat der S&P500 im 4. Quartal eine Rendite von +2.31% gebracht. In 71,6% der Fälle hat das Quartal mit einer positiven Performance geschlossen.
  • Allerdings gab es erhebliche Unterschiede, je nachdem wie die drei vorangegangenen Quartale abgeschlossen hatten. Wenn die Performance bis zum Start des 4. Quartals positiv war, resultierte eine Durchschnittsrendite von +4.19% im letzten Quartal. Hohe 82.7% der Quartale schlossen im positiven Bereich.
  • Wenn die Rendite in den ersten drei Quartalen negativ war, resultierte eine “magere” Durchschnittsrendite von +1.06% im vierten Quartal.

Und wie üblich der Hinweis, dass ich persönlich solche Spielereien spannend finde, sie aber keinesfalls traden würde…"

Quelle: Bespoke und financeblog.ch

Mittwoch, 6. Oktober 2010

EURCHF - KW 39

EURCHF - Wochenchart

Der langfristige Hoose Indikator zeigt im Wochenchart nach wie vor einen Abwärtstrend des Euros an. Kurzfristig konnte in der zweiten Septemberwoche der Euro zwar zu einer Gegenbewegung ansetzen, die im Stundenchart ab 07.09.2010 sogar einen "kleinen" Aufwärtstrend entwickelt hat. Aber im Big Picture ist davon leider noch kaum etwas Trendbestimmendes zu erkennen.

EURCHF - Stundenchart

Dienstag, 5. Oktober 2010

Sonnige Aussichten im Herbst - 75% können nicht irren

Oktober, November und Dezember im Börsenherbst. Wie hat das eigentlich in der Vergangenheit ausgesehen? Wir haben mal den Weltaktienindex hergenommen und seit 1998 diese Monate durchleuchtet.

Wie das aussieht sieht man unten in der Grafik.


Die grau hinterlegten Flächen sind jeweils die Herbstcharts des Index. Sehen wir uns das genauer an, erkennt man, daß der Herbst meist kein schlechter ist. 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006 und 2009 waren die Herbstmonate an der Börsen gute Monate.
Lediglich 2000, 2007 und 2008 waren sie geprägt von Verlusten. Statistisch gesehen heißt das: 75% der Herbstmonate sind für die Bullen, 25% für die Bären.

Nun noch etwas näher betrachtet: In generellen Abwärtsphasen, z.B. von 2000 bis 2003 waren es meist die Herbstmonate die sich gegen den Trend gestemmt haben. In Aufwärtsphasen haben die Herbstmonate den Trend weitergeführt. Im Kirsenjahr 2008 war auch im Herbst nichts zu holen, hier herrschte an den Börsen Panik (kann man auch am hektischen hin und her der Kurve erkennen).

Was bringt der Herbst 2010!
Ganz einfach. Zu 75% eine Kurssteigerung! Wir befinden uns in einem Seitwärtsmarkt, der aber eine Langfristtendez nach oben hat. Genaue Chartbetrachter sollten sich auf der Grafik mal das Jahr 1999 anschauen. Sieht doch nicht so schlecht aus. Fazit: Eine sonnige Prognose von uns für den Herbst.

S&P 500 - KW 39

S&P 500 - Wochenchart

Im Wochenchart des S&P 500 sehen wir auch für Kalenderwoche 39 einen grünen Hoose-Indikator. Der nachhaltige Aufwärtstrend ist noch nicht gekippt.

Aber die Marktbewegungen sind in den letzten Tagen extrem nervös. Ausbrüche in beiden Richtungen werden stets nur angetäuscht. Schwünge von einhundert Punkten vollziehen sich innerhalb einer Stunde, nur um kurz darauf wieder komplett ausradiert zu werden.

Etwas mehr Klarheit erhalten wir am Donnerstag, wenn Alcoa die Quartalsberichtsaison eröffnet. Einen weiteren Hinweis auf die Trendrichtung erhalten wir morgen, vom Arbeitsmarktbericht aus den USA.

Montag, 4. Oktober 2010

Die Mär vom Buy and Hold ...

... und dann kam der böse Bär und fraß die Erträge wieder auf.

Zumindest in 10 Jahresperioden gedacht - immerhin die übliche Empfehlung für Aktien(fonds)behaltedauer seitens der europäischen Finanzmarktaufsichtsbehörden, war die Empfehlung Aktien einfach zu kaufen und zu behalten nicht in jedem Fall der Weisheit letzter Schluß.

Dow Jones 30 - Nominelle p.a. Performance für 10 Jahresperioden

In obiger Grafik sind die jeweils durchschnittlichen 10-Jahres p.a. Ergebnisse einer Buy and hold Strategie im Dow Jones in USD abgebildet. Eines vorweg: Zeiten wie diese hat es immer wieder gegeben! Und bei genauerer Betrachtung kommen wir zur Erkenntnis, dass in den nächsten Jahren mit Buy and Hold allein nicht die Top Ergebnisse zu erzielen sein werden.

Weitere Analysen im Vergleich mit Geldmarkt und Gold folgen ...


Mittwoch, 29. September 2010

EURCHF - KW 38

EURCHF Wochenchart

Die wichtigste Kreditwährung der Österreicher nach dem EUR hat Ende letzter Woche zwar von 1,30 auf 1,32 nachgegeben. In der langfristigen Betrachtung ist aber noch keine Trendewende in Sicht. Der Hoose Indikator bleibt weiter rot. Der EUR hat nach wie vor Abwärtspotential.

Dienstag, 28. September 2010

Rally-Modus oder Schleudergang?


Seit Ende August befinden sich die Aktienmärkte nun erneut im Rallye-Modus und innerhalb weniger Handelstage ging es recht steil nach oben. Es stellt sich die Frage, wodurch dieser scharfe Anstieg an den Märkten ausgelöst worden sein könnte. Ein Artikel von 'Zerohedge.com' zeigt mit einer Grafik, dass die Auflösung von hohen Leerverkaufspositionen zumindest einer der Gründe sein könnte. So waren am 31. August 2010 beispielsweise allein in den USA rund 14,4 Mrd. Aktien leerverkauft, was den zweithöchsten Wert seit rund einem Jahr bedeutet. Ein kleiner Anstieg der Märkte genügte demnach, um das breit angelegte Eindecken von Shortpositionen und damit eine Rallye auszulösen.

Ein interessanter Artikel mit dem Titel 'Die Früchte der Nullzins-Politik' ist auf 'Wellenreiter-Invest' zu lesen. Demnach verfügen US-Unternehmen aktuell über den höchsten Cashbestand seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1952. Weil die Amerikaner aber noch nicht wieder richtig in Konsumlaune sind, halten sich die Unternehmen auch mit Investitionen stark zurück. Da es aber auf der Bank auch kaum Guthabenzinsen gibt, werden die hohen Liquiditätsbestände mehr und mehr für Übernahmen genutzt. Auf diese Weise stärkt man zumindest seine Marktposition und beseitigt Wettbewerber. Unternehmensübernahmen, sowie eine nun anziehende Geldmenge könnten somit dafür sorgen, dass weiterhin Liquidität für ein positives Börsenumfeld vorhanden ist.

S&P Wochenchart KW 38

Unser Hoose Indikator bleibt weiterhin grün, aktueller Wert 0,08. Die Fibonacci Timeframes deuten auf einen Umkehrtag letzte Woche Freitag hin. Nächster Wendetag: 15.11.2010

Mittwoch, 22. September 2010

EURCHF - KW 37

EURCHF Wochenchart

Was soll man sagen? Auch wenn die leichte Erholung des EUR in den letzten Wochen in Richtung 1,32 all jenen, die noch Short auf CHF sind, neue Hoffnung gegeben hat, stehen die Signale immer noch auf Rot. Der Langzeitindikator Hoose bleibt auf EUR Verkauf und das Bild des Wochencharts zeigt noch keine Trendumkehr.

Dienstag, 21. September 2010

S&P 500 - KW 37

S&P 500 Wochenchart

Im Langfristtrend zeigt der Hoose-Indikator weiterhin grün, zwar knapp über Null, aber bei leicht steigenden Werten. Die Situation an den Börsen bleibt volatil und abhängig von Nachrichten und Zahlenveröffentlichungen. Sollte der Herbst klassischerweise gut werden sollen, samt obligater Jahresendrally, dann wird es schön langsam Zeit, dass sich die Marktteilnehmer entscheiden.

Dienstag, 14. September 2010

EURCHF - KW 36

Wochenchart EUR/CHF

Nichts Neues im Westen. EURCHF bleibt auch diese Woche auf Verkaufen im Hoose-Indikator. Mit 0,37 als Indikatorwert ist dieses Signal auch weiterhin sehr deutlich ausgeprägt.


Montag, 13. September 2010

The Big Picture - Weltaktien - KW 36

Wochenchart Weltaktien

Nach einem kurzen, roten Zwischenspiel dreht im Wochenchart der Hoose-Indikator für Weltaktien wieder auf Grün. Mit 0,0024 zwar nur ganz knapp über der Wahrnehmungsgrenze, aber immerhin grün.

Im 12 Monatstrendkanal bewegt sich der Index seit Herbst 2009 seitwärts und liegt aktuell in der Mitte. Der 6 Monatstrend zeigt eindeutig abwärts und der Aktienmarkt befindet sich derzeit knapp vor der oberen Begrenzung.



Donnerstag, 9. September 2010

S&P 500 - KW 36

S&P 500 Wochenchart

Der Aktienmarkt bewegt sich aktuell zwischen zwei Fibonacci Retracements, getrieben von doch nicht ganz so schlechten Konjunkturindikatoren und Unternehmenszahlen einerseits, sowie dem Risiko des Wiederaufflammens der Finanzkrise, diesmal vielleicht durch zu strenge Auflagen von Basel III ausgelöst, andererseits. Also ist in einer doch beachtlichen Schwankungsbreite erst einmal das grosse Abwarten angesagt.

Für unseren Hoose-Indikator reicht die langfristige Aufwärtsbewegung noch für ein grünes Signal. Der Signalwert ist nach 17 Wochen fallenden Indikatorwerten, zwar auf sehr tiefem Niveau, von 0,028 auf 0,034 erstmals sogar wieder leicht steigend, .

Donnerstag, 2. September 2010

South, south - let it all out ...

Fahre dann mal in den Süden, dachte sich der Schweizer Franken und machte es auch.

Bereits am 24. März diese Jahres haben wir die Frankenkreditnehmer gewarnt und Recht behalten (hier nachzulesen). Alle Anzeichen deuteten damals schon auf eine Schwächung des Euros hin und stehen auch derzeit nicht besser. Unser langfristiger Hoose-Indikator bleibt immer noch dunkelrot und zeigt, dass die Abwärtsbewegung noch nicht beendet ist.

Alle Signale und Ergebnisse unseres Hoose-Systems können Sie unter http://eurchf-diamind.collective2.com nachvollziehen.

Dienstag, 24. August 2010

Wer Angst hat vor Inflation oder Deflation - Bitte lesen!

Inflation oder Deflation. Diese zwei Wörter irren seit nunmehr fast 2 Jahren durch die Köpfe der Menschen. Auf jedem Stammtisch hört man mittlerweile das Argument: "Bei den riesigen Staatsverschuldungen muss ja eine Inflation kommen. Ist ja logisch."
Verfolgt man etwas die Berichterstattung aus der volkswirtschaftlichen Fachecke, ist das ganze nicht mehr so klar. Es gibt auch schon Vertreter der Lehre (z.B. Paul Krugman), die von Deflation und Rezession sprechen.

Ein Anleger hat es also momentan nicht leicht. Glaubt er der Inflationstheorie, dann muß er in Immobilien, Gold und sogenannte feste Werte (dazu gehören auch Blue-Chip Aktien) investieren. Kommt aber die Deflation wird er mit diesen Investments Geld verlieren.

Glaubt man an die Deflation, so behält man einfach sein Geld am Sparbuch und sieht zu, wie es mehr und mehr Kaufkraft erlangt.

Was passiert nun. Nun wir haben auch keine Ahnung, aber wir haben eine Prognose. Es wird alles nicht so schlimm! Warum das?

Andre Meier, ein Volkswirt des internationalen Währungsfonds hat die vergangenen Krisen analysiert und ist den Verhaltensweisen der Menschen auf den Grund gegangen. Diese deskriptive Herangehensweise brachte zum Vorschein, daß es zwischen 1970 und heute in den Industriestaaten 25 Krisen gegeben hat. Die kürzeste Krise dauerte zwei Jahre, die längste Krise zog sich sechs Jahre lang.

In 23 von den 25 Krisen hat sich die Geldentwertung deutlich verlangsamt. Nur zwei mal hat sich eine Inflation beschleunigt, aber auch dabei kam es zu keinem Überschießen der Inflation.

Doch wie stehts mit der Deflation. Wenn die Teuerungen zurückgehen, kommt es da nicht zu einer Deflationsgefahr? Wie deutlich die Inflation sinkt, hängt laut Studie stark davon ab, wie hoch sie vorher war. Als Faustregel gilt: Je geringer das Ausgangsniveau, desto geringer sind auch die Rückgänge. Als zum Beispiel Großbritannien Anfang der 80er-Jahre eine dreijährige Schwächephase erlebte, sank die Inflation von 20 auf weniger als fünf Prozent. Australien rutsche zehn Jahre später in eine ähnlich lange Flaute. Dort ging die Inflation aber nur von sieben auf zwei Prozent zurück.

„Wenn die anfänglichen Teuerungsraten schon sehr niedrig sind, stabilisiert sich die Inflation schneller“, so das Fazit.

Die Löhne und Gehälter in den Industriestaaten sind nach unten hin starr. Anders als in der Großen Depression sind Einschnitte bei Nominallöhnen heute die ganz große Ausnahme. Deshalb scheint hat auch die Deflation einen Boden zu haben.

Fazit. Inflation oder Deflation - beides wird nicht so schlimm!

Montag, 16. August 2010

Was ist mit den Schweizern los: Der EURO und der Franken

Was ist mit den Schweizern los: Der EURO und der Franken

Fast schon beängstigend, was der Schweizer Franken gegen den Euro aufführt. Unten sehen Sie den Jahreschart. Von 1,52 kommend hat der Franken nun rund 1,33 erreicht. In einem Jahr ist also der Franken gegenüber dem Euro um 12,5% gestiegen. Eine gewaltige Steigerung im Fremdwährungssegment.

Quelle: Ariva.de

Was ist los in der Schweiz. Gar nichts. Hintergrund ist eher die Haushaltsschwäche der EURO Staaten. Griechenland, Unsicherheiten in Italien und Spanien und eine Sparpolitik in allen EURO Staaten machen das Klima für den EURO schwierig.

Eine steigende Unsicherheit an den Finanzmärkten in den kommenden Monaten könnte ein weiterer wichtiger Stützungsfaktor für steigende Wechselkurse CHF und fallende Eurokurse sein. Nach schwachen Wirtschaftsdaten und einem langsameren BIP-Zuwachs in den Vereinigten Staaten, könnte die US-Notenbank wieder eingreifen und eine quantitative Lockerung der Geldmenge vornehmen.

Im Euro-Raum kann es zu einem erneuten Ausbrechen der Schuldenkrise kommen im Herbst 2010. Das Thema gilt noch nicht als abgehakt an den Märkten. Solche Unsicherheitsfaktoren erhöhen die Nachfrage nach „Safe Haven“ Währungen wie dem Schweizer Franken.

Freitag, 6. August 2010

Mit Nahrungsmitteln spielt man nicht

Vorab. Hedging zu betreiben um sich die wirtschaftlichen Risiken in einem Betrieb abzusichern, ist sicher sinnvoll. Diese Maßnahme führt zu einer Planungssicherheit und Kalkulierbarkeit in den Betrieben.

Was ist aber mit den Teilnehmern am Markt, die kein Interesse an der Ware an sich haben. Der Hedgefonds Armajaro hat im Juli 240.100 Tonnen Kakao gekauft, immerhin sieben Prozent der Weltproduktion. Die gute Nachricht - so will die moderne Welt mithelfen die Preise von Produkten aus ärmeren Ländern zu heben und somit indirekt zu einem höheren Einkommen dort beitragen. Nur? Was will Armajaro mit 240.100 Tonnen Kakao. Ich denke nicht, daß Sie damit irgendwelche Güter erzeugen wollen. Es liegt eher auf der Hand, daß sie diese 240.100 Tonnen wieder verkaufen, besser gesagt am besten die Terminkontrakte. Die würden schön schauen wenn 6003 40-Tonnen Sattelzüge vor ihrer Tür in London stehen würden und die Fahrer fragen "Wohin mit dem Kakao?".
Kurzum. der Fonds setzt natürlich auf eine Preissteigerung des Kakaos und wird dann wieder Kakao auf den Markt werfen.

Ist es sinnvoll, daß sich Indexfonds, Hedgefonds oder Pensionskassen in die Märkte mit Nahrungsmitteln einmischen? Es beinhaltent auf jeden Fall ein großes Risiko, nämlich den Hunger.
Durch die Preissteigerungen bei den Nahrungsmitteln werden immer mehr Nahrungsmittel in reichere Länder exportiert. Die Kaufkraft in den ärmeren Ländern reicht oft nicht aus sich die Nahrungsmittel zu kaufen, die Folge ist Hunger. Manche Staaten reagieren mit einem Exportverbot auf diese Entwicklung. Auch dies ist ein gefährliches Spiel, weil die Bauern durch höhere Preise für Düngemittel und Treibstoffe bei gleichzeitig eingfrorenen Preisen nicht mehr produzieren können. Sie geben ihre Landwirtschaft auf und die Versorgung des Landes ist gefährdet.


Aus der Theorie des Behavioral Finance ergibt sich, daß auch bei den Nahrungsmittelpreisen eine Übertreibung über den effizienten Marktpreis hinaus stattfindet. Sieht man sich die reale Auswirkungen auf den Rohstoffmärkten an, so scheint es tatsächlich eine Übertreibung und eine Untertreibung auf den Märkten zu geben - also weit unter oder über dem fairen Preis. Die Volatilität auf den Märkten wird durch die enormen Geldmengen, die in die Rohstoffe gepumpt werden, forciert. Daher haben es auch die klassischen Unternehmer, die den Markt zum Hedgen ihrer Risken benutzen, immer schwerer.

Das Spiel mit den Nahrungsmitteln ist gefährlich, wenn man die gesellschaftspolitische Verantwortung mitbeachtet. Sollte uns der Renditewahn in Hunger, Unruhen und Kriege treiben? Klingt nicht unlogisch, oder?
Aber was haben wir alle schon als Kind gelernt: "Mit Nahrungsmitteln spielt man nicht." Dieses Motto dürfte in der Erwachsenenwelt wohl vergessen worden sein.

Montag, 2. August 2010

Alles im Rahmen beim Dax

Seit nunmehr knapp 4 Monaten tingelt der Dax seitwärts und wartet auf eine eindeutige Richtung. Sieht man sich die Kursverläufe an, so fällt auf, daß der Kurs äußerst nervös hin und her schwankt. Tage von mehreren Prozenten im Plus folgen Tage ebengleich im Minus.

Man fühlt sich ein bisschen auf der Formel 1 Rennstrecke bei der Aufwärmrunde, in der gerade die Reifen auf Temperatur gebracht werden. Doch wann verläßt der Dax seine runde Rennstrecke zwischen 6300 und 5600 Punkten. 9,5% sind seine Spannweite in dieser Seitwärtsphase.
Der Rahmen vom Dax, Chartquelle yahoo.com

Am besten sieht man am Ichimoku Chart wie gefährlich die Situation derzeit ist. Die abflachende grüne Wolke signalisiert die ausgedünnten Highs der letzten Tage, die etwas nach vorne projiziert werden. Die Wolken werden immer flacher und es spitzt sich schön langsam zu. Es wird bald ein Ausbruch kommen, nur eines ist nicht klar. Geht er nach oben oder nach unten.

Ichimoku Chart vom Dax

Ein Handeln des Seitwärtsmarktes wäre natürlich möglich, aber es birgt immense Gefahren, nämlich bei Langfristinvestoren die Kurse, zu denen man gekauft hat bei einem Ausbruch nach unten auf Jahre nicht mehr zu sehen.

Die Luft nach oben geht bis 8000 Punkten, so wie vor dem Crash im Oktober 2008. Die Luft nach unten geht bis rund 4000 Punkte, um den Tiefpunkt nach dem Crash. Es ist klar zu erkennen, daß sich der Dax in der Mitte der beiden Extreme aufhält und sich nun für eine Richtung entscheiden muß. Die Richtung zurück ins Jahr 2008 oder ins südlichere 2009. Unten warten massenhaft Bullen die auf einen Einstieg warten, oben warten die Bären, die noch auf Ihren Anteilen aus 2008 sitzen. Eigentlich deutet alles ein bisschen auf ein längeres hin und her, so wir es in Japan beim Nikkei ab 1989 erlebt haben.

Mittwoch, 21. Juli 2010

EURCHF – KW 29

eurchf kw 29 EURCHF Wochenchart

EURCHF hat den Eintritt in den Abwärtskanal von unten geschafft und hat nun Potenzial zumindest bis zur Mittellinie zu korrigieren. Dies würde einen Kurs von ca. 1,40 bedeuten.

Dies ändert aber nichts daran, dass der Abwärtstrend intakt ist. Der langfristige Hoose Indikator bleibt rot.

Dienstag, 20. Juli 2010

Wir schreiben das Jahr 1937 …

In der Geschichte der USA finden einen interessanten Vergleich zur aktuellen Situation: Nach dem Börsencrash 1929 und in der folgenden Weltwirtschaftskrise hat Franklin D. Roosevelt 1933 den New Deal beschlossen. Ein Teil dieses New Deal waren umfangreiche Konjunkturprogramme. So wurden zum Beispiel 122.000 öffentliche Gebäude, eine Millionen Straßenkilometer, über 75.000 Brücken und 20 Staudämme (darunter auch der Hoover Staudamm) gebaut.

Als dann im Zuge dieser gigantischen Ausgaben die Staatsverschuldung auszuufern drohte, musste Roosevelt im Jahr 1937 die Konjunkturprogramme beenden. Und genau das führte zur sogenannten „Roosevelt-Depression”. Ab den Jahren 1940/41 ging die US-Wirtschaft dann im Zuge des 2. Weltkrieges in eine Kriegswirtschaft über, so dass leider nicht bekannt ist, wie sich die Situation unter normalen Bedingungen weiter entwickelt hätte.

Auch aktuell überlegen die Staaten, über Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen die aus dem Ruder gelaufenen Budgets zu sanieren.
Vergleichen wir den Verlauf des Dow Jones Index ab 1937 mit dem MSCI World ab September 2007, könnte dies das falsche Signal zum falschen Zeitpunkt sein:

dow vs msci 1937Quelle: eigene Berechungen