Montag, 18. Januar 2010

110 Jahre Dow-Analyse

Die Erholungsphase kann noch sehr lange dauern

Seit seinem jüngsten Tiefstand im März 2009 hat der Dow Jones Industrial Average, der die Wertentwicklung der 30 größten US-Aktiengesellschaft misst, rund 65 Prozent zugelegt, die Angst vieler Marktteilnehmer, dass damit schon der Großteil der Party vorüber sein könnte, ist dementsprechend groß.
Der US-Börseninformationsdienst „Chart of the Day“ (www.chartoftheday.com) hat nachgerechnet, wie lange Erholungsphasen des US-Börsenbarometers in den letzten 110 Jahren dauerten und wie stark sie ausfielen. Das Ergebnis (siehe Chart) ist ermutigend. Denn sowohl was ihre Dauer betrifft als auch was die Stärke der Korrektur anbelangt, hat der Dow im historischen Vergleich noch sehr viel Spielraum.
Gemessen in Handelstagen ist die Rally mit rund 200 Tagen noch extrem jung, frühere vergleichbare Anstiege dauerten bis zu 2000 Handelstage. Und auch was das prozentuelle Plus betrifft, rangiert die aktuelle Hausse – bislang – weit unter dem historischen Durchschnitt. Im Mittel legte der Dow in den 27 vergleichbaren Anstiegsphasen seit 1900 nämlich rund 100 Prozent zu, durchschnittlich währten diese Bullenmärkte mit rund 700 Handelstagen dreimal so lange wie die aktuelle Erholung. Von den 27 Haussen fielen nur sieben schwächer aus und nur eine einzige (1932) war kürzer.
Natürlich lassen derlei statistische Analysen keinerlei Rückschlüsse auf die weitere Entwicklung der aktuellen Situation zu, sie belegen aber, dass das theoretische Potenzial auch nach 65 Prozent Plus binnen zehn Monaten bei weitem nicht ausgeschöpft ist.

Quelle: FONDS professionell

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