Dienstag, 16. Februar 2010

Dax – mehr Bullen als Bären?

Charttechnisch steht der Dax auf Halten. Obwohl es derzeit anscheinend mehr Bullen als Bären gibt. Eine Erklärung dafür gibt der heutige Gastkommentar aus dem aktuellen Dax Daily.

Zuerst unsere Chartbetrachtung zum Dax:

1. Aroon: Wenn der AROON-UP unter 75 abtaucht, zeigt dies an, dass die aktuelle Aufwärtstendenz das Aufwärts-Momentum verloren hat. Genau das ist im Wochenchart mit Ende letzter Woche eingetreten:

Dax 16.2.10 aroon Status Aroon: Verkaufen

2. Hoose Index: Hoose bleibt bei sinkenden Werten auf grün. (In diesem Chart zeigt ein rote Candle einen negativen Hoose Wert an und eine grüne umgekehrt).

Dax 16.2.10 hoose Status Hoose: Halten

3. Ichimoku: Ganz knapp noch ein positiver Aufwärtstrend, aber kurz vor seitwärts/Halten.

Dax 16.2.10 ichimokuStatus Ichimoku: seitwärts/Halten

Dazu der aktuelle Kommentar von Henrik Voigt aus dem heutigen Dax Daily:

Griff ins fallende Messer

von Henrik Voigt

Es ist schon seltsam: da sind viele Profis (auch wir in DAX Profits) kurz nach dem Jahreswechsel aus dem Markt ausgestiegen, als der so schön „oben" war und haben sich zu den jetzt deutlich tieferen Kursen wieder eingekauft (wir nicht), aber der DAX will einfach nicht steigen. Deutlich ist dieses Anlageverhalten am Bull/Bear-Index von cognitend abzulesen: Der sackte zu Jahresbeginn mit den fallenden Kursen verdächtig schnell in den Keller, um jetzt mit weiter fallenden Kursen sehr steil wieder anzuziehen. Inzwischen gibt es unter DAX-Anlegern wieder doppelt so viele Bullen wie Bären. Das heißt, dass viele Anleger in Hoffnung auf schnell wieder anziehende Kurse direkt ins fallende Messer gegriffen haben (laut cognitrend vor allem im Bereich um 5700 Punkte) und nun sehnsüchtig auf Kursgewinne warten.

Diese bleiben allerdings bislang aus. Und das macht die Situation so brisant. Offenbar gibt es schwergewichtige (ausländische?) Anlegergruppen, die für anhaltenden Verkaufsdruck sorgen. Möglicherweise haben Spekulationen über mögliche Staatspleiten innerhalb der Eurozone doch eine erhebliche Auswirkung auf die Abwanderung dieser Investorengruppen. Die inländische Nachfrage reicht nicht aus, um diese Verkäufe zu kompensieren. Sollte der Verkaufsdruck weiter anhalten, dann könnte sich daraus ein neuer Abwärtstrend etablieren, der sich selbst nährt. Noch ist es nicht so weit, aber die Lage ist gefährlich.

Quelle: Dax Daily

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