Montag, 29. März 2010

Aktienmärkte – KW 12

Während es dem Weltaktienindex erst letzte Woche glückte, das Hoch vom Oktober 2008 zu überschreiten, hatten dies die Emerging Markets bereits im Sommer vorigen Jahres hinter sich gebracht. Auf Sicht YTD sieht es genau umgekehrt aus: der Weltaktienindex notiert über seinem Jahreshoch, während die Emerging Markets noch ein paar Prozent Performance zulegen müssen, um das heurige Jännerhoch zu toppen.

msci em 29.03.2010Emerging Markets Index

msci 26.03.2010  
Weltaktienindex

Für beide gilt, der langfristige Trendfolgeindikator “Hoose Index” bleibt grün. D.h. der aktuelle Aufwärtstrend ist intakt.

Mittwoch, 24. März 2010

Schweizer Franken kurz vor letzter Unterstützung

Aus charttechnischer Sicht bewegt sich der EUR/CHF Kurs ganz knapp an seiner letzten historischen Chartmarke seit 1980. Ob diese Unterstützung hält, ist in der Hauptsache aber von der Entwicklung des Euros und somit von der Lösung der Griechenlandfrage und der, der allerorts explodierenden Staatsverschuldungen, abhängig.

Sollte diese Unterstützung gebrochen werden, könnte dies in einer schnellen Bewegung passieren. Daher könnten Fremdwährungskreditnehmer es in Erwägung ziehen, ein Stopp Loss Limit in angemessener Entfernung von der Unterstützung bei ihrer Hausbank zu setzen. Der jemals erreichte Tiefststand des Euros liegt bei 1,4166. Die Zinsdifferenz zum Euro ist derzeit übrigens nicht wirklich ein Argument für den Verbleib im CHF.

EUR_CHF Spot 20.03.10

Dienstag, 23. März 2010

Haben wir die Korrektur bereits gesehen?

Der Weltaktienindex konnte bereits sein Jahreshoch von Jänner überschreiten und somit seinen langfristigen Aufwärtstrend wieder aufnehmen. Die Emerging Markets benötigen noch ca. 3% an Aufwärtsbewegung um ebenfalls über ihr Jahreshoch zu kommen. Beiden ist seit den letzten Tiefstständen im Februar der Ausbruch aus einer Dreiecksformation geglückt und ein kurzfristiger Trendkanal befindet sich in der Entstehungsphase. Trendfolgende Indikatoren stehen auf Kauf und wir freuen uns, wenn dies das Ende der Korrektur bedeutet.

Weltaktienindex

Emerging Markets Index

Montag, 22. März 2010

Der Banken-Kontraindikator und das Gold

Der Bankensektor (zumindest in Österreich) ist ja allgemein bekannt für sein Händchen, am Höhepunkt eines Trends zu erkennen, dass ein Trend vorhanden ist, um dann noch schnell ein passendes Produkt zu lancieren. Der Österreicher im allgemeinen ist schon nicht der schnellste bei Entscheidungen und die risikoscheue Spezies der österreichischen Banker im besonderen ist noch viel langsamer. Und somit schaffen sie es immer wieder, den Umkehrpunkt klar zu erkennen und noch schnell ihre Kunden mit einem passenden Produkt zu beglücken, bevor es zu spät ist. Dass dabei Provisionsüberlegungen im Vordergrund stehen, ist nicht mehr als eine böse Behauptung und steht unter dem Verdacht der böswilligen Verleumdung.

Dieses Verhalten können sich raffinierte Anleger aber zu Nutze machen, in dem sie ganz einfach die Gegenposition einnehmen. So haben es z.b. zwei österreichische Banken geschafft, mit Technologiefondsstarts am 15.3.2000 und 03.04.2000 den Höhepunkt der dotcom-Blase fast taggenau zu treffen. Oder so haben fast alle Banken mit der Begründung, der Euro/Schweizer Franken Kurs habe noch Luft bis 1,80 ihre Kunden auch bei 1,64 einen CHF-Kredit aufnehmen lassen und mit Unterstützung der Behörden bei Kurs 1,43 die Fremdwährungskredite quasi abgeschafft. Von den Immobilienaktien möchte ich gar nicht reden, die notierten laut Aussagen der Banken ja selbst am Höchststand noch um 30% unter ihrem inneren Wert. Wussten sie eigentlich, dass die größten Immobilienaktienverkäufer die Banken waren und nicht irgendwelche Vertriebe. Aber hier ging es ja um innere Werte.

Da juckt es mich doch in den Fingern, Gold zu shorten, wenn ich lese, dass eine Bank in Österreich bereits damit wirbt, dass sie einen Goldsparplan ab 50,—monatlich anbieten. Vielleicht ist es noch ein bisschen zu bald, aber warten wir ab, bis alle großen Banken auf diesen Zug aufgesprungen sind. Sie werden sehen, Geschichte wiederholt sich doch.

Gold Full0410 Future 20.03.2010Außerdem befindet sich Gold schon sehr lange in einer Überkauftsituation, was bei langlaufenden Trends auch normal ist. Aber jeder Trend – und ist er noch so lang – findet einmal sein Ende. Und danach kommt zumindest eine Korrektur. Das größte Volumen ist übrigens bei ca. USD 400,— gehandelt worden (siehe Volume-at-Price-Chart).

Donnerstag, 18. März 2010

Inflation und Aktien

Ist Inflation generell schädlich für Aktienerträge? Oder flüchten Anleger bei hoher Inflation mangels attraktiver Alternativen eher in Sachwerte?

Uns liegen die amerikanischen Inflationsdaten der 70er und 80er Jahre vor, sowie die Entwicklung des MSCI World Index (Gross in USD).

msci inflation Quelle: Federal Reserve Bank of Cleveland, MSCI Barra

In obiger Grafik erkennen wir durchaus Zeiträume hoher Aktienerträge, begleitet von hoher Inflation (1975-1980). Es ist keine Muss-Bedingung, aber sehr wohl möglich, dass die Aktienmärkte namhafte Gewinnchancen in Zeiten hoher Inflation bieten können.

Mittwoch, 17. März 2010

Abbau der Staatsschulden oder Hyperinflation?

Zum Thema Staatsverschuldung ein Auszug aus einem interessanten Artikel, erschienen bei der Ludwig Erhard Stiftung:

von Prof. Dr. Ulrich van Suntum

Die Bankenkrise hat nicht nur das weltweite Finanzsystem in den Grundfesten erschüttert, sondern auch alle Dämme bei der Staatsverschuldung brechen lassen. Im Bemühen, den Kollaps des Kreditsystems zu verhindern und die unvermeidliche Rezession zumindest in Grenzen zu halten, sind die staatlichen Geldschleusen bis zum Anschlag geöffnet worden. Die Summen, um die es hier geht, erscheinen in der Tat gigantisch.

Schuldenabbau durch Wirtschaftswachstum

Die aktuellen Neuverschuldungsquoten von drei Prozent und mehr sind für sich genommen noch keine Katastrophe. Vergleichbare Quoten hat es schon früher gegeben, etwa in den Rezessionen 1981 (3,9 Prozent) und 1991 (3,6 Prozent) sowie in den Jahren 2003 und 2004 (jeweils 3,7 Prozent). Im Rezessionsjahr 1975 war die Neuverschuldung sogar auf 5,6 Prozent des BIP gestiegen.
Allerdings hatte damals die Gesamtverschuldung des Staates nur knapp 25 Prozent betragen. Bis 1985 kletterte sie dann rasant bis über 40 Prozent, und nach der Deutschen Einheit stieg sie innerhalb eines Jahrzehnts um weitere 20 Prozentpunkte. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf einem
ähnlichen Niveau wie etwa die USA und die übrige Eurozone, aber rund 20 Prozentpunkte über den Werten der Schweiz und Großbritanniens.

Oft wird gefragt, ob und wie diese Staatsschulden jemals wieder abbezahlt werden können.

Eine wirkliche Tilgung ist kaum zu erwarten, allerdings ist sie auch gar nicht notwendig. Schließlich sind auch Unternehmen in aller Regel zum Teil fremdfinanziert – und das auf Dauer. Bei Unternehmen kommt es darauf an, dass der Schuldenstand relativ zum Umsatz nicht immer weiter steigt und dass die Zinsen aus dem laufenden Einkommen getragen werden können. Das gilt im Prinzip auch für den Staat, wobei hier an die Stelle des Umsatzes das BIP bzw. die daran geknüpften Steuereinnahmen treten. Aus der Wachstumstheorie folgt, dass die Gesamtverschuldungsquote langfristig der Relation aus der jährlichen Neuverschuldung und dem nominalen Wirtschaftswachstum entspricht.

Hier liegt der innere Zusammenhang zwischen den beiden Maastricht-Kriterien:
Wächst die Wirtschaft nominal um jährlich fünf Prozent, führt eine jährliche Neuverschuldung langfristig zu einer konstanten Gesamtverschuldungsquote von 60 Prozent des BIP – unabhängig vom jeweiligen Ausgangsniveau.
Bei geringerem Wirtschaftswachstum oder höherer Neuverschuldung steigt sie entsprechend an. Aus dem gleichen Zusammenhang folgt, dass ein langfristig ausgeglichener Staatshaushalt die Schuldenquote allmählich immer weiter senkt, ohne dass jemals auch nur ein Euro getilgt werden muss. Dies liegt daran, dass Wirtschaft und Steuereinnahmen normalerweise jährlich wachsen
und daher eine absolut unveränderte Staatsschuld in relativer Betrachtung immer weniger zu Buche schlägt.

Quelle: Ludwig Erhard Stiftung

Dienstag, 16. März 2010

Behalten Sie Ihren Schweizer Franken Kredit im Auge!

EURCHF ist mit Wochenschluss unter das Tief von Anfang März 2009 gefallen und steht mit 1,4598 beim 52 Wochentief.

eurchf kw weekly 12032010 EURCHF –Wochenchart – Ichimoku

Das Tempo der Abwärtsbewegung hat zwar in den letzten Wochen abgenommen, das Ichimoku Verkaufssignal von Oktober 2009 bleibt aber intakt. Nun fehlen auf die Tiefststände vom 24.10.08 nur mehr ca. 60 Pips (1,4541) und auf 31.10.08 noch ca. 160 Pips (1,4441). Danach fehlt jegliche charttechnische Unterstützung bis 1,4395 aus der Kurshistorie.

Also beobachten Sie die weitere Entwicklung Ihres Frankenkredites konsequenter als bisher!

Montag, 15. März 2010

S&P 500 – weekly – KW 10

Vorige Woche haben die Bullen es im S&P 500 Index zwar geschafft, das Hoch von Jänner 2010 vor der Korrektur zu überwinden, im Wochenclose liegt der Index aber leicht darunter. Aroon ist wieder auf positiv umgewechselt und Hoose nach wie vor grün.

s&p hoose 12032010S&P 500 - Wochenchart

sp500 psar 12032010S&P 500 - Wochenchart 

Der Trendkanal seit April 2009 ist weiterhin intakt und der aktuelle Kurs liegt in der Mitte des Kanals. Letztlich läuft es auf die Entwicklung der nächsten Woche hinaus, ob der Ausbruch nach oben gelingt oder die Bären die Börsen in die Verlängerung der Seitwärtsphase spielen.

Donnerstag, 11. März 2010

Wer braucht 203,3t Gold?

Der Internationale Währungsfonds gab am 9.11.2009 den Verkauf von 200 metrischen Tonnen Gold an die Reserve Bank of India (RBI) bekannt. Diese Menge entspricht knapp der Hälfte der 403,3t die im September vom IWF Verwaltungsrat bewilligt wurden.

Es soll versucht werden, auch die restlichen 203,3t Gold zunächst an Zentralbanken und andere Entitäten des offiziellen Sektors mit Interesse an Goldbeständen zu verkaufen. Erst danach würde es zu einem zeitlich weit gestaffelten Verkauf auf dem offenen Markt kommen. Seitens des IWFs wurde allerdings betont, dass man die Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen über den Verlauf der Goldverkäufe informieren werde, und jegliche Verkäufe auf dem offenen Markt vorher ankündigen werde.

Auf der einen Seite wird Gold von vielen Anlegern als sicherer Hafen in Krisenzeiten gesehen, auf der anderen Seite unterliegt Gold auch den Schwankungen von Angebot und Nachfrage und zusätzlich der des USD-Kurses. Wir wollen hier gar nicht von der politischen Eingriffsmöglichkeit durch ein gesetzliches Goldbesitzverbot sprechen (siehe älteres Posting), sondern nur vom Markt. Sollte es dem IWF nicht gelingen die restlichen 203,3t außerbörslich an Institutionen zu verkaufen, wird diese Transaktion einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Marktpreis haben.

gold unze eur 260202010Goldpreis in EUR je Unze – Wochenchart

Allen, die Gold als sicheren Hafen sehen und deshalb beginnen, das Edelmetall zu bunkern, möchte ich ans Herz legen, dass in EUR gerechnet der Drawdown für Buy & Hold Anleger seit 1980 zwischenzeitlich über –50% betragen hat und mehr als 28 Jahre notwendig waren, um die alten Höchststände wieder zu erreichen.

Auch für Gold gilt nicht ohne Strategie ud ohne Risiko-/Moneymanagement veranlagen!

Eine detaillierte Handels-(Hedging-)Strategie auf Gold werden wir in den nächsten Wochen hier beschreiben und die Signale laufend über Collective2 veröffentlichen.

Dienstag, 9. März 2010

Risikoposition "Der Fonds des Monats"?

Wenn Anleger bei ihren Anlageentscheidungen nach den Top und Flop Statistiken handeln, sollten sie die Charts auch über längere Zeiträume betrachten. Rein psychologisch gesehen neigen wir Menschen dazu, bei den Tops dabeisein zu wollen. Wir wollen nicht verpassen, was andere bereits bekommen haben.

Nachdem die Top- und Flop-Statistiken aber immer nur einen begrenzten Zeitraum (1 Monat, 1 Jahr, ...) beleuchten, zeigen sie niemals das gesamte Ertrags-/Risikopotential eines Wertpapiers.

Hier picken wir als Beispiel einen Fonds aus der aktuellen Topfondsliste des Monats Februar 2010.

Die besten Fonds des Monats Februar 2010

Die 1 Jahresperformance eines dieser Fonds aus der Liste (ca. +40%)

Die 3 Jahresperformance desselben Fonds (ca. -32%)

Das bedeutet, dass jene Investoren, die im Februar 2007 diesen Fonds gekauft haben, noch immer auf einem Verlust von 32% sitzen. Von investierten EUR 100.000,-- befinden sich nur noch EUR 68.000,-- auf dem Depot und der Fonds benötigt nochmals eine Wertentwicklung von +47%, damit diese Anleger wieder über ihre ursprünglichen 100.000,-- EUR verfügen können.

Ich denke, aus dieser Sicht klingt der Name "Fonds des Monats" etwas zynisch. Und dieses Beispiel zeigt, dass neben der Auswahl des Investments ein Minimum an Risiko- und Moneymanagement niemals schaden kann.

Montag, 8. März 2010

S&P 500 – weekly – 05.03.2010

Nachdem ja die entwickelte Börsenwelt immer mit (mindestens) einem Auge nach Amerika schielt, schauen wir uns die Verfassung des S&P 500 an, um daraus die Fieberkurve der Weltaktien abzuleiten:

sp500 hoose 05032010 
S&P 500, Hoose Index

Der langfristig ausgerichtete Hoose Indikator bleibt auch diese Woche wieder grün.

sp500 ichimoku 05032010 
S&P 500, Wochenichimokuchart

Auch der Ichimokuchart bestätigt einen Aufwärtstrend.

sp500 psar 05032010 
S&P 500, Trendkanal

Der S&P 500 konnte während der letzten Korrektur innerhalb seines Aufwärtstrendkanals bleiben und beginnt erneut Schwung nach oben zu nehmen. PSAR bleibt positiv.

Somit bekommen wir dreimal Grün für den S&P 500 und erwarten ein Anhalten des Aufwärtstrends.

Freitag, 5. März 2010

Keine Angst vor Hyperinflation

Wer fürchtet sich vor dem schwarzen Mann? Niemand.
Und wenn er aber kommt? Dann laufen alle davon.

Zumindest die Leser mit mehr als drei Jahrzehnten Lebenserfahrung kennen mit Sicherheit noch dieses Kinderspiel. Mit der Hyperinflation verhält es sich zur Zeit umgekehrt:

Wer fürchtet sich vor Hyperinflation? Alle.
Und wenn sie aber nicht kommt? Dann erwischt es uns alle mit unseren Goldbeständen am falschen Fuß!

Nichts floriert zur Zeit besser als das Geschäft mit der Angst. Goldstrukturvertriebe boomen, Fondsgesellschaften legen Sachwertefonds auf und Banken verkaufen Zinscaps. Und wer wird dabei wieder einmal nichts verdienen: Richtig! Der Kunde.

Prof. Hans-Werner Sinn, Universitätsprofessor und Präsident des ifo, Institut für Wirtschaftsforschung in München: “Inflation kann es erst geben, wenn die Wirtschaft überhitzt ist und die Kapazitäten im Übermaß ausgelastet ist. Davon sind wir meilenweit entfernt.

Mittwoch, 3. März 2010

Viele sprechen von drohender Hyperinflation …

aber keiner von der überaus wahrscheinlicheren Hyperdeflation. Dabei war ja alles schon mal da. Anbei ein Auszug aus der Wikipedia zur Weltwirtschaftskrise vor knapp 100 Jahren:

Deutschland 1925

“Die deutsche Bankenkrise kennzeichnete den Beginn des zweiten Teils der Wirtschaftskrise, den Beginn der „Hyperdeflation“. Sie hatte zwei Ursachen. Durch gegenseitige Konkurrenz, durch feindliche Übernahmen kleinerer Banken und auf Grund spekulativer Wertpapier- und Warengeschäfte hatten die großen Banken 1925 wieder das Geschäftsvolumen von 1914 erlangt. Sie waren zwar auf Expansion ausgerichtet, aber durch niedere Eigenkapitalquoten und geringe liquide Mittel schlecht dafür gerüstet. …

Hinzu kam die Instabilität des internationalen Kreditmarktes. … Ein Großteil der aufgenommenen Kredite war obendrein kurzfristiger Natur, das heißt, sie mussten binnen drei Monaten zurückgezahlt werden. … Sollten die ausländischen Gläubiger ihr Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit der Banken verlieren und die kurzfristigen Kredite einmal nicht verlängern, drohte sofort ein empfindlicher Devisenmangel bis hin zur Illiquidität.

Im Ausland führte die Krise ebenfalls zur Verknappung der Liquidität der Banken. …” Quelle: Wikipedia

Was war die Folge daraus? Schauen wir uns den Preisindex (Inflation) und das Bruttosozialprodukt von 1926 bis 1939 an:

800px-BSPDRWeltkriseQuelle: Wikipedia

Eine daraus resultierende Hyperinflation ist auf dieser Grafik keinesfalls zu erkennen. Im Gegenteil, negative Inflationszahlen über 10% waren die Folge. Dabei spricht man dann von Deflation.

Amerika 1925-1935

Jahr

Dow Jones

Inflation

12.31.1925

30%

2,44%

12.31.1926

0%

0,94%

12.31.1927

29%

-1,92%

12.31.1928

48%

-1,15%

12.31.1929

-17%

0,00%

12.31.1930

-34%

-2,66%

12.31.1931

-53%

-8,94%

12.31.1932

-23%

-10,30%

12.30.1933

67%

-5,09%

12.31.1934

4%

3,51%

12.31.1935

39%

2,56%

Auch am Beispiel Amerikas lässt sich sehr gut ableiten, dass die Inflation im Zuge der Weltwirtschaftskrise sehr schnell zur Deflation mutierte.

Japan 1990

Ein Blick in die jüngere Geschichte zeigt uns, dass Japan seit 1990 im Geld schwimmt und nicht in der Lage ist, seine Deflation zu bekämpfen. Also finden wir auch dort keine Hyperinflation als Folgeerscheinung einer Immobilien- mit anschließender Bankenkrise.

Zinscaps

Und wer jetzt noch immer an Hyperinflation und dramatisch steigende Zinsen glaubt, dem sei ans Herz gelegt, dass unsere Banken mit dem Verkauf von Zinscaps an Kreditnehmer sicher keinen sozialen Hintergedanken gehabt haben. Würden die Zinsen aber über die vereinbarten Caps steigen, müssten die Banken so richtig Geld in die Hand nehmen und an die Kunden auszahlen. Und glauben Sie mir, das wollen die Herren im schwarzen Anzug im Hinblick auf ihre Boni ganz sicher nicht.

Dienstag, 2. März 2010

Tzatziki - Die neue Würze eines Schweizer-Franken-Kredits?

Die Schweiz steht für Schifahren, Berge und Geld, Griechenland für Suflaki, Retsina und Sommerurlaub. Grundsätzlich sehr gegensätzlich und doch kann dieses ungleiche Paar schwerwiegende Auswirkungen auf Schweizer Franken Kredite haben:

"Die Befürchtungen im Markt und unter vielen Politikern, ein griechischer Staatsbankrott könnte zu einer Kettenreaktion führen, sind begründet. Ein solcher Bankrott könnte nicht nur andere überschuldete Staaten im Eurosystem, wie Irland, Portugal und Spanien, mit sich reißen, sondern auch das ganze Finanzsystem erneut erschüttern, dank dem hohen Bestand von Staatsschulden in den Büchern vieler Banken. Dass der Euro angesichts solcher Risiken schwächelt ist kein Wunder.

Die Gegner von EU Interventionen haben aber auch nicht Unrecht. Ein Bailout (Anm. zu Deutsch „aus der Klemme helfen“) durch die EU oder einzelne Euro Staaten könnte dem Euro langfristig noch mehr schaden. Wie die Euro Skeptiker schon immer mahnten, macht eine Währungsunion eigentlich nur Sinn, wenn sie von einer politischen Union gestützt wird. Da dies nicht möglich war, hat man sich im Maastricht Vertrag auf ein striktes Regelwerk geeinigt, um Finanzdisziplin zu gewährleisten.

Ein Bailout für Staaten, die dieses Regelwerk missachtet haben, würde die Glaubwürdigkeit des ganzen Eurosystems untergraben." (Quelle: Fondsprofessionell)

Charttechnisch gesehen, hat der Markt diese Entwicklungen bereits eingepreist, und notiert in der Nähe des EUR-Tiefststandes. Tendenz fallend. Sollte für Griechenland das worstcase-Szenario eintreffen, würde dies den Euro schwer treffen. Griechenland- und Euroskeptiker unter den CHF-Kreditnehmern ist ein Wechsel zurück in den Euro zu empfehlen. Zur Zeit ist ja auch die Zinsdifferenz nicht gerade berauschend.

Chart 1: EURCHF - weekly

Chart 2: Zinsdifferenz 3 M Euribor und 3 M Libor

Montag, 1. März 2010

MSCI Indices - weekly

In den beiden Aktienindices MSCI World und MSCI Emerging Markets Growth bleibt unser langrfistiger Hoose Index weiterhin grün. Das heißt, der langfristige Aufwärtstrend ist intakt und die Bewegungen der vergangenen Wochen bleiben bis zum jetzigen Zeitpunkt eine Korrektur.

msci weekly hoose 27.02.10 MSCI World – weekly

msci em weekly hoose 27.02.10MSCI Emerging Markets Growth weekly