Dienstag, 9. März 2010

Risikoposition "Der Fonds des Monats"?

Wenn Anleger bei ihren Anlageentscheidungen nach den Top und Flop Statistiken handeln, sollten sie die Charts auch über längere Zeiträume betrachten. Rein psychologisch gesehen neigen wir Menschen dazu, bei den Tops dabeisein zu wollen. Wir wollen nicht verpassen, was andere bereits bekommen haben.

Nachdem die Top- und Flop-Statistiken aber immer nur einen begrenzten Zeitraum (1 Monat, 1 Jahr, ...) beleuchten, zeigen sie niemals das gesamte Ertrags-/Risikopotential eines Wertpapiers.

Hier picken wir als Beispiel einen Fonds aus der aktuellen Topfondsliste des Monats Februar 2010.

Die besten Fonds des Monats Februar 2010

Die 1 Jahresperformance eines dieser Fonds aus der Liste (ca. +40%)

Die 3 Jahresperformance desselben Fonds (ca. -32%)

Das bedeutet, dass jene Investoren, die im Februar 2007 diesen Fonds gekauft haben, noch immer auf einem Verlust von 32% sitzen. Von investierten EUR 100.000,-- befinden sich nur noch EUR 68.000,-- auf dem Depot und der Fonds benötigt nochmals eine Wertentwicklung von +47%, damit diese Anleger wieder über ihre ursprünglichen 100.000,-- EUR verfügen können.

Ich denke, aus dieser Sicht klingt der Name "Fonds des Monats" etwas zynisch. Und dieses Beispiel zeigt, dass neben der Auswahl des Investments ein Minimum an Risiko- und Moneymanagement niemals schaden kann.

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