Dienstag, 2. März 2010

Tzatziki - Die neue Würze eines Schweizer-Franken-Kredits?

Die Schweiz steht für Schifahren, Berge und Geld, Griechenland für Suflaki, Retsina und Sommerurlaub. Grundsätzlich sehr gegensätzlich und doch kann dieses ungleiche Paar schwerwiegende Auswirkungen auf Schweizer Franken Kredite haben:

"Die Befürchtungen im Markt und unter vielen Politikern, ein griechischer Staatsbankrott könnte zu einer Kettenreaktion führen, sind begründet. Ein solcher Bankrott könnte nicht nur andere überschuldete Staaten im Eurosystem, wie Irland, Portugal und Spanien, mit sich reißen, sondern auch das ganze Finanzsystem erneut erschüttern, dank dem hohen Bestand von Staatsschulden in den Büchern vieler Banken. Dass der Euro angesichts solcher Risiken schwächelt ist kein Wunder.

Die Gegner von EU Interventionen haben aber auch nicht Unrecht. Ein Bailout (Anm. zu Deutsch „aus der Klemme helfen“) durch die EU oder einzelne Euro Staaten könnte dem Euro langfristig noch mehr schaden. Wie die Euro Skeptiker schon immer mahnten, macht eine Währungsunion eigentlich nur Sinn, wenn sie von einer politischen Union gestützt wird. Da dies nicht möglich war, hat man sich im Maastricht Vertrag auf ein striktes Regelwerk geeinigt, um Finanzdisziplin zu gewährleisten.

Ein Bailout für Staaten, die dieses Regelwerk missachtet haben, würde die Glaubwürdigkeit des ganzen Eurosystems untergraben." (Quelle: Fondsprofessionell)

Charttechnisch gesehen, hat der Markt diese Entwicklungen bereits eingepreist, und notiert in der Nähe des EUR-Tiefststandes. Tendenz fallend. Sollte für Griechenland das worstcase-Szenario eintreffen, würde dies den Euro schwer treffen. Griechenland- und Euroskeptiker unter den CHF-Kreditnehmern ist ein Wechsel zurück in den Euro zu empfehlen. Zur Zeit ist ja auch die Zinsdifferenz nicht gerade berauschend.

Chart 1: EURCHF - weekly

Chart 2: Zinsdifferenz 3 M Euribor und 3 M Libor

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