Donnerstag, 11. März 2010

Wer braucht 203,3t Gold?

Der Internationale Währungsfonds gab am 9.11.2009 den Verkauf von 200 metrischen Tonnen Gold an die Reserve Bank of India (RBI) bekannt. Diese Menge entspricht knapp der Hälfte der 403,3t die im September vom IWF Verwaltungsrat bewilligt wurden.

Es soll versucht werden, auch die restlichen 203,3t Gold zunächst an Zentralbanken und andere Entitäten des offiziellen Sektors mit Interesse an Goldbeständen zu verkaufen. Erst danach würde es zu einem zeitlich weit gestaffelten Verkauf auf dem offenen Markt kommen. Seitens des IWFs wurde allerdings betont, dass man die Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen über den Verlauf der Goldverkäufe informieren werde, und jegliche Verkäufe auf dem offenen Markt vorher ankündigen werde.

Auf der einen Seite wird Gold von vielen Anlegern als sicherer Hafen in Krisenzeiten gesehen, auf der anderen Seite unterliegt Gold auch den Schwankungen von Angebot und Nachfrage und zusätzlich der des USD-Kurses. Wir wollen hier gar nicht von der politischen Eingriffsmöglichkeit durch ein gesetzliches Goldbesitzverbot sprechen (siehe älteres Posting), sondern nur vom Markt. Sollte es dem IWF nicht gelingen die restlichen 203,3t außerbörslich an Institutionen zu verkaufen, wird diese Transaktion einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Marktpreis haben.

gold unze eur 260202010Goldpreis in EUR je Unze – Wochenchart

Allen, die Gold als sicheren Hafen sehen und deshalb beginnen, das Edelmetall zu bunkern, möchte ich ans Herz legen, dass in EUR gerechnet der Drawdown für Buy & Hold Anleger seit 1980 zwischenzeitlich über –50% betragen hat und mehr als 28 Jahre notwendig waren, um die alten Höchststände wieder zu erreichen.

Auch für Gold gilt nicht ohne Strategie ud ohne Risiko-/Moneymanagement veranlagen!

Eine detaillierte Handels-(Hedging-)Strategie auf Gold werden wir in den nächsten Wochen hier beschreiben und die Signale laufend über Collective2 veröffentlichen.

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