Samstag, 17. April 2010

Volare - Die Vola als Kennzahl!

Eine Kennzahl wird oft und gern in den Finanzkreisen verwendet: Die Volatilität. Grund genug für die Investdenker, dieser Kennzahl mal genau auf den Grund zu gehen.

Es gibt mehrere Arten, wie man Volatilität betrachten kann:

In Traderkreisen, die nach Chartbilder handeln, ist die Volatiliät am Chartbild visuell zu erkennen. Sie beschreibt die Nervosität der Kurse. Wie stark sie empfunden wird, hängt unter anderem auch davon ab, welche Zeitfenster man bei den Kursen betrachtet. Der Intradaytrader wird ganz andere Volatilitäten erleben, als der Trader, der auf 6 Monatsbasis handelt.



Hohe und niedrige Vola im Chartbild

Bei den Tradern gibt es mehrere Berechnungsarten der Vola, wie z. B. Die Average True Range (ATR), Chaikins Volatility, Relative Volatility Index uvm.

Durch diese Indikatoren wird meist versucht, Kursausbrüche oder Trends zu bestimmen. Oft ist der Indikator der Volatilität auch als Maß des Risikos bei der Berechnung der Tradegröße im Einsatz.

Anders wird die Kennzahl der Volatilität bei der Analyse der Finanzportfolios oder bei der Fondsauswahl betrachtet. Hier wird die Volatilität als Standardabweichung zur den mittleren Kursschwankungen berechnet. Dabei werden die Kursschwankungen quadriert. Das bedeutet, daß die Vorzeichen der Kursschwankung wgeeliminiert werden.

Daher kann es vorkommen, daß ein Fonds, der jeden Tag 1% Minus macht, besser als jeder andere Fonds im Vergleich der Volakennzahlen ist. Da die Vola nicht richtungsabhängig ist, ist sie als Maß der Berechnung eines Risikos des Investment unserer Ansicht nur bedingt glaubwürdig.

Welches Risiko man mit einem Investment eingeht, daß läßt sich unserer Ansicht nach am besten bei der Kennzahl „Maximaler Drawdown“ ablesen. Denn hier wird auch die Richtung der Kursveränderungen mitberücksichtigt.

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