Montag, 31. Mai 2010

Die Börsen Wochenschau – KW 21

Aroon rot, Hoose noch grün, aber sinkend und im Kurs eine intakte Abwärtsbewegung (rote Linie), trotz positiver KW 21. Kurz zusammengefasst, die Lage des S&P 500 auf Wochenbasis. Und dass Europa und Asien von Amerika inspiriert werden, werden wir heute sehen, wenn die amerikanischen Freitagsergebnisse (ca. –1,2%) nachgemacht werden.

s&p 500 kw 21 
S&P 500 Wochenchart KW 21

Anhand der Fibonacci Timeframes lassen sich im Tageschart die nächsten beiden Umkehrtage bestimmen: 2.6. und 10.6. Sowohl im S&P 500, als auch im Dax.

s&p 500 daily 
S&P 500 Tageschart

 

dax30 daily kw 21 
Dax 30 Tageschart

Donnerstag, 27. Mai 2010

Der Euro hat ein Burn Out …

… auch wenn die Herren Primare immer wieder intervenieren (wie letzte Woche im CHF), baut das Abwärtsvirus immer wieder neuen Druck auf.

eurchf kw 20EURCHF Wochenchart

Hoose bleibt auf Wochenbasis rot. Die SNB Intervention wurde schrittweise in den letzten Tagen vom Markt wieder abgebaut:

eurchf dailyEURCHF Intradaychart

Auch im Hinblick auf den USD bleibt der Euro im Wochenchart schön brav unter der Abwärtslinie auf Talfahrt. Kurzfristige Erholungen bis knapp bei 1,26/1,27 gehören zur Abwärtsbewegung dazu und haben in der Trendlinie Platz.

eurusd kw 20EURUSD Wochenchart

Dienstag, 25. Mai 2010

S&P 500 weekly – KW 20

Interessant, wie schnell das mediale Wahrnehmungssystem funktioniert. Oh, Spanien hat auch ein Schuldenproblem. Wochen nachdem die Griechenlandrettung durch ist und weniger Schreibstoff liefert, schreiben wir über das nächste Land. Liebe Journalisten, wusstet ihr, dass auf Basis der externen Staatsverschuldung (Staatsschulden in Auslandswährung) im Verhältnis zum BIP gerechnet, Deutschland genauso verschuldet ist wie Spanien, Großbritannien sogar um einiges mehr? Das ist der Stoff für neue Artikel im kommenden Sommerloch!

Auf jeden Fall ist Spanien das aktuelle Thema an den Börsen, die auch in der letzten Woche schon wieder Federn lassen mussten:

s&p 500 kw 20 hoose S&P Wochenchart

Im Wochenchart des S&P sehen wir deutlich, dass er sich an der Abwärtslinie entlang herunterhantelt und der Aroon bereits auf Rot umschaltet. Hoose denkt längerfristig und ist noch grün. Mal sehen, was diese und nächste Woche für ihn bereithalten.

s&p ichimoku kw 20S&P Ichimoku weekly

Im Ichimokuchart nähert sich der S&P der Kumo, die bei ca. 1030 die Unterstützung bildet.

s&p kw 20 psarS&P Wochenchart PSAR

Der PSAR bleibt rot und der Kurs verlässt den eingezeichneten Aufwärtskanal. Wir werden uns auf eine größere Korrektur einstellen müssen.

Donnerstag, 20. Mai 2010

EURCHF – KW 19

chf weekly kw 19 EURCHF Wochenchart

Nachdem sich vier Wochen lang jene Kreditnehmer, die Anfang April bei Kursen um die 1,4144 ausgestoppt wurden, ärgern mussten, bekamen sie die Bestätigung für ihre Risikobegrenzung in den letzten beiden Wochen. Im Low erreichte der CHF sogar 1,3999.

Aroon und Hoose bleiben weiterhin rot. Handelsergebnisse nach Hoose finden sie auf Collective2.

Ein Umstieg in einen endfälligen Bausparkredit bringt aktuell sehr günstige Eurozinsen mit automatischer Deckelung bei 6%, falls es doch zu inflationären Tendenzen kommen sollte. Denn durch den niedrigen EUR importieren wir die Inflation über die Rohstoffpreise.

Zur Ansparung eignen sich Fonds mit eingebauter Verlustbegrenzung wie z.B. der DiaMind oder der arcus-alpha. Das ist natürlich keine Kaufempfehlung, lesen Sie vorher die Verkaufsprospekte und informieren Sie sich über mögliche Risiken. Lesen Sie dazu auch unsere Hinweise am Ende des Blogs.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Und die Devise(n) lautet …

… EUR is going down down down down. EUR is going down down down down. (Zitat: Bruce Springsteen, The Boss).

EUR/USD:

usd weekly kw 19EUR/USD Wochenchart – KW 19

usd weekly ichimoku kw 19EUR/USD Ichimoku Wochenchart – KW 19

usd weekly psar kw 19   EUR/USD Parabolic SAR Wochenchart – KW 19

Drei Charts ohne Worte. Natürlich entstehen nach starken Bewegungen (wie in den letzten zwei Wochen) auch wieder Gegenbewegungen, aber derzeit versuchen Politik und Finanz alles zu tun, um den Euro nachhaltig zu schwächen. Ob mit Absicht oder nicht, auf jeden Fall ist es unwahrscheinlich, wo man überall Euros hervorzaubern kann, um Banken – diesmal vorrangig französische – retten zu können.

Bei Betrachtung des ersten Charts erkennen wir, dass eine Gegenbewegung bis 1,32 noch innerhalb der Abwärtslinie liegen würde. Hoose und Aroon sind negativ, ebenso wie die Ichimokudarstellung und der PSAR.

Dienstag, 18. Mai 2010

S&P 500 - Andere Betrachtungsweisen

Positiv kann gedeutet werden, dass die Anzahl jener Aktien des S&P 500, die laut RSI in der Überkauftzone liegen, gleich Null ist und weiters noch knapp 78% der 500 Werte über der für institutionelle Investoren so wichtigen 200 Tageslinie liegen. Beide Sachverhalte lassen eine Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung im Bereich des Möglichen bleiben.

sp500-vs-sp500-stocks-21d-rsi-above-70-params-x-x-x S&P 500 – und die % der Aktien, deren RSI über 70 ist

sp500-vs-sp500-stocks-above-200d-sma-params-3y-x-x S&P 500 – und die % der Aktien, deren Kurs über der 200 Tageslinie liegt

Montag, 17. Mai 2010

S&P 500 – KW 19 – Die vier (Sicht)Weisen

Nach der stark positiven Gegenbewegung am Montag zum – immer noch mysteriösen – Abwärtsmove von Donnerstag in KW 18, gaben die Börsen zum Wochenschluss doch den Großteil der Gewinne wieder ab. So auch der S&P 500. Im Tageschart erkennen wir einen kurzfristigen Abwärtstrend, der in Richtung 1080 Punkte zeigt, wo auch die Unterstützung des längerfristigen Aufwärtstrends und das größere Volume-at-Price liegt.

s&P daily kw 19Abb. 1: S&P 500 Tageschart

Im Wochenchart entstand dadurch eine “Inverted Hammer”-Candlestickformation, welche in der Kursspanne der vorhergehenden Kerze liegt. Bei dieser Möglichkeit kommt es zu stark nachlassenden bärischen Kräften. Dies kann man mit einem Stopp unter dem letzten Tief nutzen und bereits zum Schlusskurs des inverted Hammers einsteigen. Sollte sich eine solche Formation ausbilden, kann man mit erhöhter Wahrscheinlichkeit von steigenden Kursen ausgehen. Wir gehen davon aus, dass sich die Kurse zu Wochenbeginn bis zur Abwärtslinie erholen können (bis ca. 1.160 Punkte).

s&p 500 weekly ke 19Abb 2: S&P 500 Wochenchart

Hoose Indikator und Aroon sind nach wie vor positiv und weisen auf einen intakten langfristigen Aufwärtstrend hin. Beide sind aber auch sehr langsame Indikatoren, sodass ein Teil eines beginnenden (Auf- oder Abwärts-)Trends immer liegengelassen werden.

s&p 500 weekly ichimoku  ke 19Abb 3: S&P 500 Ichimoku-Wochenchart

In der Ichimokubetrachtung liegt der S&P 500 weiterhin in einem Aufwärtstrend.

s&p 500 weekly psar ke 19Abb 4: S&P 500 Parabolic SAR – Wochenchart

Der Parabolic SAR liegt bereits die zweite Woche über dem Index, was ein klares Verkaufssignal darstellt. Weiters hat der S&P 500 den eingezeichneten Trendkanal vorvorige Woche nach unten durchschlagen und es mit dem Schlusskurs der KW 19 auch nicht mehr hineingeschafft.

Zusammenfassung:

Abb 1: negative Aussicht
Abb 2: positiv
Abb 3: positiv
Abb 4: negativ

Also abwarten, die nächsten Tage und Wochen bringen Entscheidungen, wie die Börse mit der weltweiten Wirtschafslage umgehen wird.

Freitag, 14. Mai 2010

Gastkommentar: Rettungspakete

von Henrik Voigt

Liebe Leser,

eine neue Krankheit geht auf der Welt um. Nennen wir sie „metastasierende Rettungswut". Das jüngste Opfer: Die EU-Staaten. Gerettet wird alles, was irgendwie absturzgefährdet, aber gleichzeitig auch „systemrelevant" ist. Sie und ich gehören leider nicht dazu, auch wenn unser Geld dafür ungefragt verwendet wird. Vor eineinhalb Jahren waren es die Banken. Gutherzig sprang ihnen der Staat zur Seite und übernahm ihre Schrottanleihen in die eigene Bilanz. Dummerweise gingen daran einige Staaten zugrunde. Aber egal, denn die haben jetzt ihr eigenes Rettungspaket. 750 Milliarden Euro schwer, Millionen reichen ja schon lange nicht mehr. Das Geld gibt es nicht wirklich. Es sind auch nur wieder neue Schulden. Aber das ist jetzt erst einmal egal. Denn jetzt wird gerettet. Und das kann dauern.

Das wäre auch noch schöner, dass dieser Markt macht was er will und einfach so fällt. Ja leben wir vielleicht in einer Marktwirtschaft? Da sind doch sicher wieder diese Spekulanten Schuld, die gleich jede kleine Schuldenorgie unserer kompetenzschwangeren Polit-Elite für sich ausnutzen wollen. Wenn der Markt keine dieser Schrott-Staatsanleihen mehr kaufen will, dann kaufen sie eben die Zentralbanken selbst. Linke Tasche, rechte Tasche heißt das Spiel, glaube ich. Bei einem normalen Unternehmen würde ein ähnliches Vorgehen als Bilanzbetrug geahndet werden. Wie gut, wenn man über allen ökonomischen Gesetzen steht, nicht wahr?

Sie merken es sicher schon: Wenn ich sarkastisch werde, dann ist die Grenze des Erträglichen überschritten. Nicht nur, dass hier wieder einmal der ganz große Wirtschafts-Blödsinn verzapft wird und dass wir Deutschen ganz oben auf der Liste der größten Zahlmeister stehen (ob Deutschland tatsächlich zusätzliche Garantien für Portugal, Spanien oder auch Italien in Höhe von 123 Milliarden (!) - wie es Sonntag Nacht beschlossen wurde - bereitstellen kann, scheint übrigens mehr als fraglich). Auch die Tatsache, dass über ein Jahr nachdem die (Banken-)Welt angeblich gerettet wurde wieder neue milliardenschwere Pakete nötig sind, lässt tief blicken. Nein, auch der begleitende Ton gefällt mir überhaupt nicht. Zu sehr erinnern mich die Kommentare einiger Politiker („die Spekulanten sind Schuld") an unselige kommunistische Zeiten. Wer die DDR-Propaganda noch kennt, möge in den einschlägigen Parolen einfach Begriffe wie „Konterrevolutionär" gegen „Spekulant" und „Fünfjahrplan" gegen „Rettungspaket" austauschen. Dann sind wir nahe am jetzigen Wortlaut und (Un)-sinn.

Ich dachte immer, Märkte seien langfristig effizient, Preise würden über Angebot und Nachfrage aufgrund fundamentaler und charttechnischer Überlegungen der Marktteilnehmer gebildet und Kurse würden ungefähr die Verfassung des zugrundeliegenden Basiswertes widerspiegeln (von temporären Übertreibungen mal abgesehen). Jetzt wird von den Herren in schwarz aber neuerdings nach guten und bösen Spekulanten unterschieden. Die „bösen" setzen wohl auf fallende Kurse, die die Gefahr bergen, das Missstände offensichtlich werden. Wenn jetzt bestimmte Marktteilnehmer regelrecht kriminalisiert werden, um von schwersten politischen und wirtschaftlichen Fehlern abzulenken, dann ist dies höchst bedenklich und nicht im Geringsten tolerierbar. Wenn Politiker darüber hinaus selbst „Markt" spielen, geht das in aller Regel schief. Die extreme Volatilität am Aktienmarkt ist die erste unmittelbare Folge davon. Das Einzige, was hier wirklich gerettet werden muss, ist die Marktwirtschaft, der Kapitalismus selbst. Und genau den sehe ich in höchstem Maße bedroht.

Quelle: Dax daily

Mittwoch, 12. Mai 2010

EURCHF – KW 18

EUR_CHF Spot EURCHF Monatschart seit 1980

Durch die EUR-Skepsis hat der CHF vorige Woche die letzte Unterstützung aus 1995 nach unten durchbrochen. Die aktuelle Gegenbewegung nach der Meldung über das Euro-Rettungspaket der EU-Finanzminister brachte ihn am Montag wieder retour, sogar über 1,43. Dies ist sicher im Sinne der SNB, die ja aus Exportüberlegungen gegen einen zu starken CHF ist und dies durch entsprechende Transaktionen am Devisenmarkt immer wieder untermauert.

Eines ist aber klar ersichtlich: die Entwicklung ist vom Vertrauen in den Euro abhängig. Und dieses ist je nach der jeweiligen Nachrichtenwetterlage stark schwankend. Freitag pfui, Montag hui.

Ergebnisse des Hoose-Indikators auf den EURCHF veröffentlichen wir laufend unter http://eurchf-hoose.collective2.com/#.

Dienstag, 11. Mai 2010

Alle Jahre wieder …

… zwar nicht alle Jahre, aber bereits einmal hatten wir die Situation, dass die Börsen innerhalb eines Tages ein Minus von mehr als -10% ausbildeten und abends mit einem kleinen Minus von ca. -2% schlossen: Anfang April 2000. Danach folgten als natürliche Gegenreaktion noch drei positive Tage und der grosse Drawdown bis Mitte 2003. Als Auslöser wurden damals Margincalls genannt.

Ganz so schlimm muss diesmal zwar nicht werden, aber der Auslöser könnte auch diesmal ein technisches Problem gewesen sein und der Intradaymove war wiederum ein gewaltiger:

s&p 500 daily kw 18S&P 500 Tageschart

Ein einzelner Tag schaffte es, das Tief auf das Niveau von Februar 2010 bzw. Nov. 2009 zu drücken.

Vergleichen wir das Big Picture mit dem Chartbild der 70er Jahre (siehe auch das Posting zur Ölkrise), so könnte letzte Woche der Startschuss für eine doch etwas größere Korrektur gewesen sein.

S&P 500 INDEX S&P 500 Monatschart seit der Ölkrise

S&P 500 INDEX klein 
S&P 500 Monatschart aktuell

Auch wenn sie nicht gleich morgen beginnt, könnte sie durchaus ein Potential auf –20% und einen Zeithorizont von einigen Monaten bis 1,5 Jahren haben.

Montag, 10. Mai 2010

Tradingtagebuch KW 18

Donnerstag 6.5.: Technischer Fehler - oder doch nicht? – Man weiß nicht so genau warum, aber die Börsen brechen intraday bis zu –9% ein.

Freitag 7.5.: Der Abverkauf geht weiter. Die Vola (Volatilitätsindex VIX) steigt gegenüber dem Wochenbeginn um 100%. Waren doch Bilder von Krawallen in Griechenland schuld am Kursrutsch? Die Citigroup dementiert Gerüchte über einen “fat finger trade”.

Sonntag 9.5.: Die EU-Finanzminister schnüren ein Rettungspaket für den Euro (60 Mrd. werden bereitgestellt und mittels Kredite auf 600 Mrd. gehebelt, für hilfsbedürftige Euro-Länder).

Montag 10.5.: Die Börsen nehmen die Meldung, dass Euro-Staaten, die ihre Kredite nicht mehr bedienen können, zukünftig mittels Krediten, welche die EU über Kredite finanziert, gerettet werden, positiv auf. Die Märkte drehen ca. 1,5%-2% ins Plus, ebenso EUR/USD, EUR/CHF.

Verrückte Welt, aber diese täglichen Verwerfungen sind einem langfristigen Trendindikator egal. Unser Hoose Index zeigt immer noch grün und auch der Aroon ist weiterhin positiv.

s&p weekly kw 18S&P 500 Wochenchart KW 18

Donnerstag, 6. Mai 2010

Der Weltwirtschaftskrieg

Eigentlich ein Skandal

Gastkommentar (Zitat) von Dr. Bernd Niquet

Ich weiß, ich weiß, ich weiß, Griechenland hat sich fahrlässig verhalten, hat getrickst, hat weit über seine Verhältnisse gelebt, besitzt ein ineffizientes Steuersystem, und der Euro ist ein verwundbares Gebilde und gibt seinen Mitgliedsländern keinerlei Möglichkeit, durch Abwertungen der heimischen Währung ihre Position wieder zu verbessern.

Ja, die Szenarien, die die Euro-Gegner stets beschworen haben, treffen jetzt ein.

Und dennoch: Gab es und gibt es eine Alternative zum Euro?

Ich denke, man muss diese Frage weiter fassen: Gibt es eine Alternative zu den Vereinigten Staaten von Europa?

Richtet man von diesem Ausgangspunkt aus den Blick auf die gegenwärtige Finanzkrise, ergibt sich plötzlich ein völlig neues Bild: Denn sind es nicht angloamerikanische Spekulanten, die derzeit auf die schwachen Glieder des neuen Europas aus allen Rohren feuern?! Und seit dieser Woche bedienen sie sich hierzu auch noch der großen heimischen Ratingagenturen.

Was für eine schmierige Ferkelei eigentlich, um es einmal noch freundlich auszudrücken.

Handelt es sich hierbei nicht vielmehr um nichts anderes als einen Weltkrieg, der derzeit in den internationalen Finanzmärkten ausgetragen wird?! Die Vereinigten Staaten und das Vereinte Königreich in ihrem letzten großen Kampf um die weltweite wirtschaftliche Hegemonialmacht?!

Wenn "Standard & Poor´s" griechische Anleihen auf "Ramschstatus" setzt, dann ist das in etwa so, als würde die russische Finanzbehörde zum Arbeitgeber des US-Atomapparates werden.

Moralisch zwielichtige Geister wie George Soros mitsamt ihren alliierten Hedgefonds haben in der ersten Angriffswelle die südeuropäischen Stellungen sturmreif geschossen, denn sie konnten sich der nachfolgenden Panzerdivision durchaus sicher sein. Niemand wird überzeugend behaupten können, dass die Spekulationsangriffe und die Herabstufungen durch die mächtigen Ratingagenturen nicht eine abgesprochene Sache war.

Komisch, dass niemand dagegen auf die Pleite der USA setzt, deren Verschuldung letztlich um ein Vielfaches derjenigen von Europa gestiegen ist. Komisch, wirklich komisch. Vielleicht dürfen die Ratingagenturen, die ja in den letzten Jahren durchweg betrügerisch Ramschanleihen des Hypothekenmarktes die besten Noten gegeben haben, überhaupt nur dadurch weiter existieren, weil sie jetzt dem Vaterland mit der umgedrehten Strategie einen Dienst leisten?

Quelle: DORESAM-BRIEF, http://www.doersam-brief.de

Mittwoch, 5. Mai 2010

My Big Fat Greek Drawdown …

… ist es zwar noch nicht, aber bei Betrachtung des Emerging Markets Index und des Weltaktienindex sehen wir bereits eine Korrektur seit Mitte April.

msci em 03052010 Emerging Markets Index

msci world 03052010 Weltaktienindex

Beide Indices haben am 13. April ihr Jahreshoch ausgebildet und sind seitdem in eine Korrekturphase übergegangen. Korrespondierend mit der Berichterstattung über Griechenland:

google trends griechenlandGoogle Trends – Anzahl Suchanfragen nach “ Griechenland”

Während sich der Weltaktienindex noch über seinem Jännerhoch halten kann, haben die Emerging Markets dieses bereits nach unten durchbrochen, wodurch es zum Widerstand in der nächsten Aufwärtsbewegung werden wird. Noch befinden wir uns in einer Korrektur, der langfristige Aufwärtstrend seit Mitte 2009 ist intakt. Positive Unternehmenszahlen, Hilfe für Griechenland und halbwegs positive Konjunkturdaten könnten wieder zu steigenden Kursen führen. Vor allem auch Anbetracht der derzeit kaum vorhanden Alternativen zum Aktieninvestment.

Dienstag, 4. Mai 2010

EURCHF - Black isn´t beauty ...

... vor allem nicht, wenn es sich um Wochenkerzen in einem Kurschart handelt.

EURCHF Wochenchart, KW 17

Trotz kurzfristiger Stabilisierung bei ca. 1,4340 befindet sich der EUR gegenüber dem CHF in einem kurzfristigen Abwärtskanal seitEnde 2010. Wen wundert´s bei der aktuellen Auswahl der Euroländer. :-)
Beim Anblick des obigen Charts würde der gelernte Roulettespieler sagen: "Jetzt muß doch einmal Rot (Anm. sprich hier Weiß) kommen!" und den Einsatz verdoppeln. Würde ich aber nicht empfehlen: Der Trendkanal ist noch schön intakt und Aroon und Hoose bleiben weiterhin auf Rot.


Montag, 3. Mai 2010

S&P 500 – weekly – KW 17

s&p 500 kw 17 hooseS&P 500 Wochenchart

Griechenland zum Trotz bleibt der langfristige Aufwärtstrend im S&P 500 bestehen. Der Hoose Indikator zeigt weiterhin Grün, wenn auch bei anhaltend schlechten Nachrichten mit weiteren Korrekturen gerechnet werden kann. Der Trendkanal weist aber durchaus genügend Platz dafür auf, bevor es zum Trendbuch kommen würde.