Mittwoch, 21. Juli 2010

EURCHF – KW 29

eurchf kw 29 EURCHF Wochenchart

EURCHF hat den Eintritt in den Abwärtskanal von unten geschafft und hat nun Potenzial zumindest bis zur Mittellinie zu korrigieren. Dies würde einen Kurs von ca. 1,40 bedeuten.

Dies ändert aber nichts daran, dass der Abwärtstrend intakt ist. Der langfristige Hoose Indikator bleibt rot.

Dienstag, 20. Juli 2010

Wir schreiben das Jahr 1937 …

In der Geschichte der USA finden einen interessanten Vergleich zur aktuellen Situation: Nach dem Börsencrash 1929 und in der folgenden Weltwirtschaftskrise hat Franklin D. Roosevelt 1933 den New Deal beschlossen. Ein Teil dieses New Deal waren umfangreiche Konjunkturprogramme. So wurden zum Beispiel 122.000 öffentliche Gebäude, eine Millionen Straßenkilometer, über 75.000 Brücken und 20 Staudämme (darunter auch der Hoover Staudamm) gebaut.

Als dann im Zuge dieser gigantischen Ausgaben die Staatsverschuldung auszuufern drohte, musste Roosevelt im Jahr 1937 die Konjunkturprogramme beenden. Und genau das führte zur sogenannten „Roosevelt-Depression”. Ab den Jahren 1940/41 ging die US-Wirtschaft dann im Zuge des 2. Weltkrieges in eine Kriegswirtschaft über, so dass leider nicht bekannt ist, wie sich die Situation unter normalen Bedingungen weiter entwickelt hätte.

Auch aktuell überlegen die Staaten, über Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen die aus dem Ruder gelaufenen Budgets zu sanieren.
Vergleichen wir den Verlauf des Dow Jones Index ab 1937 mit dem MSCI World ab September 2007, könnte dies das falsche Signal zum falschen Zeitpunkt sein:

dow vs msci 1937Quelle: eigene Berechungen

Montag, 19. Juli 2010

S&P 500 – KW 29

s&p 500 kw 29 S&P 500 – Wochenchart

Nachdem am Freitag das US-Verbrauchervertrauen deutlich schlechter als erwartet ausgefallen war, rutschte der Dollar gegenüber dem Euro ab, zwischenzeitlich sogar über 1,30.

Auch der S&P 500 machte eine Kehrtwende und schloss in KW 29 negativ. Bei genauerer Betrachtung etablierte sich dadurch eine dreifach bestätigte Abwärtslinie. Aus Sichtweise der Candlesticks kann ein Inverted Hammer gesehen werden. Als Inverted Hammer bezeichnet man einen Kerzenkörper ohne (oder mit sehr kurzer) Lunte und einem Docht, der mindestens doppelt so lang ist wie der Kerzenkörper - im Zusammenhang mit einem Abwärtstrend. Ein Inverted Hammer ist ein leichtes Kaufsignal.

Der Hoose Indikator bleibt mit 0,07 Punkten noch knapp positiv, aber eine schlechte Woche wie KW 27 würde den Langfristindikator auf Rot drehen. Am Höhepunkt der Aufwärtsbewegung lag der Wert des Hoose bei 0,50.

Fazit:
Positiv: Hoose Indikator bleibt grün, eventuelle Ausbildung eines Inverted Hammers als leichtes Kaufsignal
Negativ: bestätigte Abwärtslinie, Hoose ganz knapp vor Rot

Die nächsten ein, zwei Wochen bringen die Entscheidung, vor allem auch in Hinsicht auf den Langfristindikator Hoose.

Mittwoch, 14. Juli 2010

EURCHF – KW 28

eurchf kw 28EURCHF Wochenchart

Die Erholung des Euros in KW 28 brachte im Langfristchart keine nennenswerte Änderung.

Hoose Indikator bleibt rot, Langfristtrend abwärts.

Montag, 12. Juli 2010

S&P 500 – KW 28 – Die Bullen kommen zurück.

s&p 500 kw 28 S&P 500 Wochenchart

KW 28 endet positiv, mit einem Schlusskurs in der Nähe des Eröffnungskurses der (schwarzen) Vorwoche. Nachdem auch unser Hoose Indikator noch grün ist – zwar bei fallenden Indikatorwerten – könnte das durchaus ein positives Zeichen für die nächsten Wochen sein.

Wenn auch in den Sommermonaten urlaubsbedingt nicht mit großen Bewegungen zu rechnen ist, könnte doch der Boden für den Start einer Herbstrally gelegt werden.

Dienstag, 6. Juli 2010

Die Bären sind los! S&P 500 – KW 27

Tja, was soll man sagen. Die Börsen werden zur Zeit von den Bären beherrscht, die meisten Trendfolgesysteme sind aus den Aktien ausgestiegen und unser Hoose Indikator bleibt immer noch optimistisch. Obwohl der Trendkanal nach unten durchbrochen wurde, bleibt der Indikator grün.

s&p 500 kw 27 S&P 500 Wochenchart

Viel fehlt aber nicht mehr, um auch ins Rote zu drehen. Um genau zu sein 0,12%.

Montag, 5. Juli 2010

Fast 4 Mrd. Verlust durch Franken-Rally!

Die SNB hatte über Monate durch Interventionen den Franken geschwächt, um die Schweizer Wirtschaft vor einer Deflation zu bewahren. Noch im Mai erhöhte sich die Bilanz der SNB um 85 Mrd. Franken an ausländischen Devisen an. Am 17. Juni hatte sie dann mitgeteilt, dass das Deflationsrisiko "verschwunden" sei - und damit eine Franken-Rally ausgelöst. Am Donnerstag fiel der Euro auf 1,3074 Franken. Seit Jahresbeginn legte der Franken damit um mehr als zehn Prozent zu. Am Freitag notierte der Euro bei 1,3313 Franken.

Die gewaltige Franken-Aufwertung ist für die Schweiz eine Bedrohung. Exporte machen mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung aus. Zwei Drittel der Waren gehen dabei in den Euro-Raum. Legt der Franken zu, verlieren die Schweizer Unternehmen gegenüber ihren Rivalen der Euro-Zone an Wettbewerbsfähigkeit.

Und nicht nur über die Exporte verlieren die Schweizer, sondern auch durch die Kursverluste der Devisen, die nun bei der SNB gebunkert werden. So schätzen wir, dass der Durchschnittskurs der Mai-Interventionen bei ca. EURCHF 1,4196 = (High+Low)/2 der betroffenen Woche liegt. Das bedeutet, dass die SNB allein durch die letzte Intervention auf einem buchhalterischen Verlust von ca. CHF 5,2 Mrd. bzw. 3,95 Mrd. EUR sitzt.

eurchf kw 27EURCHF Wochenchart

Unsere Indikatoren auf EURCHF bleiben rot, die Ergebnisse und Signale des Systems werden auf Collective2 veröffentlicht.

Freitag, 2. Juli 2010

Und er bewegt sich doch gleichförmig!

Die Aktienindizes der Welt bewegen sich gleichförmig. Freilich sind in den Kurszuwächsen und der Volatilität starke Unterschiede, aber die Richtung ist die Gleiche. Unten sehen sie ein Chartbild der wichtigsten Indizes der Welt: S&P 500, Eurostoxx 50, Nikkei 225, Hang Seng, All Ordinaries, CAC 40 [hier im Kürzel FCHI], FTSE, ATX, SMI.

Quelle: Yahoo Finance

Sieht aus wie die Farben in den Stadien bei der Fußball WM in Südafrika. Auffällig ist, daß alle Indizes diesselbe Richtung einschlagen. Der HSI (hier in elegantem Grün) kann sich in manchen Jahren etwas nach oben hin absetzen.

Es macht also unserer Meinung nach Sinn, den Gesamtmarkt zu beobachten und erst dann in Aktien zu gehen, wenn die meisten Indizes bereits nach oben gehen.
Kleine Werbung in eigener Sache - Genau das machen wir in unserem Fonds, dem Diamind. Sollten die Aktien Gesamt nach oben zeigen, suchen wir uns die besten Märkte aus.