Montag, 2. August 2010

Alles im Rahmen beim Dax

Seit nunmehr knapp 4 Monaten tingelt der Dax seitwärts und wartet auf eine eindeutige Richtung. Sieht man sich die Kursverläufe an, so fällt auf, daß der Kurs äußerst nervös hin und her schwankt. Tage von mehreren Prozenten im Plus folgen Tage ebengleich im Minus.

Man fühlt sich ein bisschen auf der Formel 1 Rennstrecke bei der Aufwärmrunde, in der gerade die Reifen auf Temperatur gebracht werden. Doch wann verläßt der Dax seine runde Rennstrecke zwischen 6300 und 5600 Punkten. 9,5% sind seine Spannweite in dieser Seitwärtsphase.
Der Rahmen vom Dax, Chartquelle yahoo.com

Am besten sieht man am Ichimoku Chart wie gefährlich die Situation derzeit ist. Die abflachende grüne Wolke signalisiert die ausgedünnten Highs der letzten Tage, die etwas nach vorne projiziert werden. Die Wolken werden immer flacher und es spitzt sich schön langsam zu. Es wird bald ein Ausbruch kommen, nur eines ist nicht klar. Geht er nach oben oder nach unten.

Ichimoku Chart vom Dax

Ein Handeln des Seitwärtsmarktes wäre natürlich möglich, aber es birgt immense Gefahren, nämlich bei Langfristinvestoren die Kurse, zu denen man gekauft hat bei einem Ausbruch nach unten auf Jahre nicht mehr zu sehen.

Die Luft nach oben geht bis 8000 Punkten, so wie vor dem Crash im Oktober 2008. Die Luft nach unten geht bis rund 4000 Punkte, um den Tiefpunkt nach dem Crash. Es ist klar zu erkennen, daß sich der Dax in der Mitte der beiden Extreme aufhält und sich nun für eine Richtung entscheiden muß. Die Richtung zurück ins Jahr 2008 oder ins südlichere 2009. Unten warten massenhaft Bullen die auf einen Einstieg warten, oben warten die Bären, die noch auf Ihren Anteilen aus 2008 sitzen. Eigentlich deutet alles ein bisschen auf ein längeres hin und her, so wir es in Japan beim Nikkei ab 1989 erlebt haben.

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