Montag, 29. November 2010

14 Bundesstaaten der USA sind stärker verschuldet als Griechenland

Der Euro ist wegen der desolaten Finanzlage in Griechenland stark unter Druck geraten. Ökonomen stellen nun klar, dass eine Abwanderung vom Euro hin zum Dollar gänzlich unberechtigt sei, da die USA unter teilweise noch stärkerer Schuldenbelastung leiden.

Von den fünfzig Bundesstaaten der USA haben 14 noch mehr Schulden als Griechenland. Jörg de Vries-Hippen der Allianz Global Investors (AGI) ist der Meinung, dass der Euroraum weniger Risiken birgt als die USA.

De Vries-Hippen sieht in dem gesunkenen Euro-Interesse eine Strategie von Spekulanten, die darauf setzen, dass die Pleite von Griechenland lediglich ein Vorbote von weiteren schlechten Nachrichten aus dem Euro-Raum darstellt. Europa sei aber auf dem richtigen Weg die Probleme zu lösen.

Freitag, 26. November 2010

Die große PROGNOSEschau zum Franken!

Rauf oder Runter? Was macht der Franken in Zukunft?
Heute werden wir an dieser Stelle die fundamentalen Prognostiker zu Wort kommen lassen und sehen uns mal die Meinungen an.

Am besten geht das natürlich in der Schweiz!
Die Zürcher Kantonalbank, die UBS und die Credit Suisse rechnen nicht mit einer baldigen Erholung des EURO zum Franken. Die UBS sieht den Franken in sechs Monaten bei 1,30, die Credit Suisse ist da ein wenig EURO-optimistischer und taxiert den Franken bei 1.35 in zwölf Monaten.
Die Zürcher Kantonalbank ordnet den Franken in einem Jahr bei 1.30 ein.

Prognosen der Vergangenheit
Doch nicht nur die aktuellen Prognosen sollen hier zur Geltung kommen. Wir haben eine Prognose der Bank Austria vom Februar 2010 ausgegraben. Hier sieht die Großbank den Franken im 3. und 4. Quartal des heurigen Jahres bei 1,54 bzw. 1,55.
Die RZB hatte in ihrer Februarprognose einen Wert von 1,45 vorausgesehen. In Ihrem Bericht von damals schreibt die RZB auch, daß nach 2010 einiges für eine signifikante Aufwertung des Franken spricht.

Nun dürfen wir auch mal prognostizieren, wir machen dies aus technischer Sicht.
Im Chartbild sieht das derzeit so aus:


In Worten: Wir befinden uns derzeit sehr klar im unteren Bereich des Regressionskanals. Das vorliegende Doppeltop hat genau im mittleren Bereich des Kanals umgedreht und es dürfte in naher Zukunft Richtung 1,20 gehen. Sollt der mittlere Kanal nach oben durchstoßen werden, ist Luft bis 1,47 drinnen.

Alles in allem scheint die technische Analyse die Prognose der UBS zu bekräftigen. Also 1,30 in einem Jahr.

Übrigens: Die Schweizer Nationalbank hat auch öffentlich bekundet, daß sie vorerst nicht mit Euro-Käufen intervenieren wird. Als Marke, wo man wieder über Stützkäufe nachdenkt, wird 1,28 genannt.

Mittwoch, 17. November 2010

Um die Börse steht es schlecht!

Geheime Recherchen der Investdenker haben ergeben, um den deutschen Leitindex DAX ist es schlecht bestellt! Wie den Investdenkern exklusiv vorliegende Dokumente beweisen, muss der DAX (der in Wahrheit eigentlich eine Frau ist) einem Nebenjob bei einer österreichischen Handelskette an der Wursttheke nachgehen:

EURCHF - KW 45 - Outside Day Review

EURCHF Wochenchart

Letzten Endes hat sich der Outside Day im Wochenchart des CHF so entwickelt, wie in unserem Posting vom 09.11.2010 erwartet.

Hoose bleibt im CHF weiterhin rot, also bleibt die Tendenz für den Euro nach untern weiter intakt. Auch im Hinblick auf die neu aufkochenden Probleme Griechenlands, Irlands und Portugals. Nicht alles wird besser, wenn es wieder aufgekocht wird!

Dienstag, 16. November 2010

Die Börsenschau - kw 45

S&P 500 Wochenchart

Pünktlich zur vorhergesagten Fibonacci-Timeframe Trendwende am 15.11.2010 kam die Korrektur. Letzte Woche schloss der S&P 500 negativ. Unser Hoose Indikator bleibt grün. Hoffentlich haben wir kein Doppeltop gesehen, sondern die Bewegung wird nur eine kleine Korrektur in der Jahresendrally.

Dienstag, 9. November 2010

Outside Day im CHF

Der Outside Day (Anm.: in unserem Chart stellt eine Candle eine Woche dar) hat ein höheres Hoch und tieferes Tief als der vorherige Handelsstag (-woche).
Es ist eine starke Bewegung im Markt, die ausreichen könnte, einen Trendwechsel einzuleiten.

EURCHF - Wochenchart

Dieses Candlestickmuster ist im CHF aktuell in KW 44 und bereits zuvor in der Woche vom 13.08.2010 aufgetreten und hat damals eine Umkehr der zuvor bestehenden 6-wöchigen Aufwärtsbewegung ausgelöst. Der Hoose Indikator ist weiterhin rot und eine Bewegung in Richtung 1,30 ist durchaus wieder möglich.

Der Schweizer Franken fungiert nach wie vor als Fluchtwährung und durch die amerikanische Gelddruckaktion von letzter Woche entstehen langsam wieder Inflationsängste.

Sonntag, 7. November 2010

Die Börsen-Wochenschau - KW 44

Danke FED oder mit den Worten von Bobbie Brown:

"Oh god, oh god, it's so fantastic
Thanks to F(r)ED(die), they're no monetary spastics

And the dollar's going down

Watch him now, he's going down ..."

(Music by Frank Zappa, Lyrics by Investdenker"

Die angekündigte Flutung des Marktes mit 600 Mrd. USD hatte den gewünschten Effekt auf die Börse. Die Woche schloss der S&P 500 mit 3,6% im Plus und damit um 6 Punkte über dem April Jahreshoch. Damit stehen dem Markt die Tore für eine nachhaltige Jahresendrally wohl offen und die Trendwende im Fibonacci-Timeframe ist als positive zu deuten. Ausser man ist Pessimist, dann könnte man auch die Gefahr eines Doppeltops sehen.
Unser Hoose Indikator bleibt aber grün und wir somit positiv für die letzten beiden Börsenmonate dieses Jahres eingestellt.

S&P 500 - Wochenchart

And the dollar is going down:

USDEUR - Wochenchart

Donnerstag, 4. November 2010

Die Besten - relativ

(gekürzt aus "Der Standard" Ausgabe 30./31.10/1.11, Seite K2)

... Die Finanzindustrie hat kürzlich ihre besten Analysten gefunden - bei Goldman Sachs. Es wurden die Buy-, Sell-, Hold-Empfehlungen für Finanzaktien von 2500 Analysten in 77 Researchfirmen in den vergangenen zwei Jahren untersucht. Das Ergebnis: Goldman Sachs hatte mit den Prognosen für die Entwicklung der Aktien in 38% Prozent recht. ...
Nun es gab keine Besseren als die Goldmänner - die Nummer zwei des Rankings KBW hatte nur 27 Prozent richtige Tipps. ...

Anm.: Trendfolgesysteme wie z.B. DiaMind hatten in den letzten zwei Jahren ca. 52% richtige Entscheidungen.

Montag, 1. November 2010

Frontier Markets in aller Munde! Kennen Sie das Risiko?

Fonds, die in die sogenannten Frontier Markets ( wirtschaftliche Grenzländer wie Nigeria, Vietnam oder auch Kasachstan), sind momentan in Mode.

Aussagen wie die von Mark Mobius (Manager des Franklin Templeton Frontier Market Fonds) in diversen Interviews (hier zitiert aus dem Interview bei dasinvestment.com) heizen den Markt noch zusätzlich an. „Die Liquidität in den Frontier Markets wird dramatisch zunehmen“, liest man oder „Mittlerweile erkennen immer mehr Investoren, dass in Ländern wie Nigeria oder auch Kasachstan Aktien deutlich preiswerter sind“.

Grund genug für uns sich mal die Entwicklung der Investments in diesen Märkten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Als Beispiel nehmen wir mal den von Mobius gemanagten Templeton Frontier Markets in Euro her.

Dieser Fonds wurde am 14. Oktober 2010 aufgelegt, zu einem sehr günstigen Zeitpunkt, wie man nachher noch sehen wird.

Hier der Chart des Fonds.


Quelle: Fondsprofessionell.at


Die ersten drei Monate seines Fondslebens macht der Fonds -6,20 %, im Jahre 2009 +47,12% und heuer +16,45%. Beeindruckend oder. Aber wie sieht das eigentlich mit den Risiken aus, die man bei so einem Investment eingeht?

Wir haben zu Veranschaulichung den Baring ASEAN Frontiers Fund beigezogen, weil dieser eine längere Historie aufweist. Wie die beiden im Performancevergleich liegen sehen Sie hier.

Quelle: Fondsprofessionell.at

Ab Auflage des Franklin Templeton gerechnet hat sich der Baring besser entwickelt. Man hätte sein Geld im Baring verdoppelt +107,6%, im Templeton wären nur 60,7 % plus herausgekommen.


Nun, wie sieht es aber mit den Risiken aus, die man bei so einem Investment eingeht. Hier lassen wir auch Mark Mobius zu Wort kommen: „ Die meisten Börsen der Region sind ziemlich klein, deshalb können bereits geringe Zuflüsse die Kurse sehr schnell nach oben treiben.“ Und hier ist auch ein Risiko versteckt, denn geringe Abflüsse können den Markt rasant nach unten treiben.

Wie das aussieht kann man durch die längere Historie des Baring Fonds gut sehen. Der 3 Jahreschart des Baring zeigt, was alles drinnen ist, nämlich auch nach unten, in den momentan gepriesenen Frontier Markets.

Quelle: Fondsprofessionell.at


Hätte man die Nerven bewahrt und den Verlust von über 55% des Kapital ausgesessen, wären 8,33% in diesen 3 Jahren dazu gekommen.


Wussten Sie dass der Templeton Fonds zum Beispiel von ca. 40 Mio US$ im November 2009 auf nun fast 603 Mio US$ angestiegen ist. Alles Geld mit denen Aktien eingekauft werden.

Wie lange werden nun die Zuflüsse in diese Märkte weiterbestehen und die Kurse nach oben ziehen. Ende Oktober, oder Ende des Jahres oder in 2 Jahren. Wissen Sie es? Wenn Sie es wissen, dann vergessen sie nicht die Fonds auch wieder zu verkaufen.

Und eines nicht vergessen: Frontier Markets sind kleine Märkte mit einem höheren Risiko als etablierte großvolumige Aktienmärkte.