Freitag, 31. Dezember 2010

Prosit Neujahr!

Ihr Investdenker-Team wünscht Ihnen ein gutes Neues Jahr! 
Mögen 2011 die Börsen mit Ihnen sein!

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Rettet China den Euro?

von Henrik Voigt (Quelle: Dax Daily)

Die Volksrepublik China will nach den Aussagen eines hochrangigen chinesischen Wirtschaftsfunktionärs Europa beim Kampf gegen die Schuldenkrise unterstützen. Das dritte Spitzentreffen zwischen der EU und China zum Dialog in Wirtschaft und Handel hat der chinesische Vize-Regierungschef Wang Qishan dazu genutzt, Europa seiner Unterstützung bei der Bekämpfung der Schuldenkrise zu versichern. Wang sprach sich für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen China und der EU aus. Sein Land habe zudem bereits konkrete Schritte unternommen, um einigen EU-Ländern bei der Bewältigung der Krise zu helfen. China hoffe, dass die Maßnahmen der EU bald Wirkung zeigen, fuhr Wang fort.


Zunächst sind dies zwar wohlfeile Worte, aber keine Taten. Wer sich länger mit der Thematik beschäftigt, der weiß, das China allein chinesischen Interessen verpflichtet ist. Allerdings müssen Sie bedenken, dass eine Konjunkturschwäche in Europa nicht im Interesse Chinas liegen kann. Für China ist die EU der größte Auslandsmarkt, umgekehrt ist China der zweitgrößte Markt für die EU. Beide profitieren voneinander. Sie brauchen sich nur einmal die Absatzzahlen von VW aus meinem gestrigen Beitrag zur Hand zu nehmen, dann wissen Sie, um welche Größenordnungen es geht.

Wird China also zum Retter des Euros? Ich denke, das geht ein bisschen zu weit. Das Land wird allerdings einer Konsolidierung im Euroraum auch keine Steine in den Weg legen, wie sie seit einiger Zeit immer wieder aus dem angelsächsischen Raum auftauchen. Europa muss seine Probleme aber in erster Linie selbst lösen. Ob das gelingt, werden wir in den nächsten Jahren sehen. Ich hoffe es, denn ansonsten hat sich auch der deutsche Aufschwung schneller wieder erledigt wie er gekommen ist.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis der Westen unter der massiven Verschuldung zusammenbricht!

Eine häufig gehörte Meinung zur aktuellen Verschuldung der westlichen Industriestaaten ist:
"Es ist ja leider nur eine Frage der Zeit bis auch die USA unter der massiven Verschuldung zusammenbricht. Nicht nur in Europa bzw. Griechenland herrschen diese Probleme!"

Das Gute an dieser Frage ist, dass wir noch etwas Zeit haben, bis dies passieren könnte:
Die westlichen Staaten werden sich sicher nicht aus der Verschuldung "heraussparen" können. Solange aber China uns als Absatzmarkt braucht, wird nichts passieren. Ich denke, solange bis die gesamte chinesische Bevölkerung ein unseren Maßstäben entsprechendes Durchschnittseinkommen hat. Derzeit sind ja nur ca. 200 Mio. der 1 Mrd. Chinesen "wohlhabend". Wenn die restlichen 800 Mio. dazukommen, dann braucht China Europa (EU ca. 495 Mio.) und die USA (ca. 308 Mio.) nicht mehr. Dann kann die chinesische Regierung aufhören, unsere Schulden (in Form von Staatsanleihen) aufzukaufen. Spätestens dann werden entsprechende Haircuts bei den Staatsanleihen unvermeidlich sein. 

Das Schlechte ist, dass derzeit weder die westliche Bevölkerung noch die Politker dieses Zeitfenster aktiv nutzen, um den Zusammenbruch aufzuhalten:
Wenn der Westen mit seinem Wirtschaftssystem überleben will, muß er weiterhin Technologieführer bleiben. Denn China wird das notwendige Wirtschaftswachstum eines Tages allein über die Binnennachfrage generieren können. Die dafür notwendige Technologie für Kraftwerke, Automobilindustrie, Kühlschränke und Konsumgüter liefer(te)n wir ihnen ja durch die Joint Ventures westlicher und chinesischer Firmen frei Haus.
Was China aber in Zukunft benötigen wird, ist Energie und Nahrung. Und hier müssen wir jetzt aktiv werden. Wir können Alternativen zu knappen Rohstoffen entwickeln und in Zukunft zb. Strom aus alternativen Quellen, Wasser aus Aufbereitungsanlagen, Fisch aus innerkontinentalen Fischfarmen (Überfischung der Meere), Soja (ja, China importiert schon jetzt einen Großteil seines Sojabedarfes), laktosefreie Milch aus Kamelfarmen (es gibt in Europa erst eine in Holland und die Asiaten sind allgemein im Erwachsenenalter laktoseunverträglicher als wir Europäer), uvm. in den Osten liefern.

Daher unser Aufruf an die Regierungen in Europa: Erhöht die Budgets für Bildung und Forschung!
Und unser Aufruf an die Jugend in Europa: Ergreift technische Berufe, studiert Mathematik und Physik, seid kreativ bei der Suche nach Alternativen und verlaßt die ausgetretenen Wege, auch wenn ihr anfangs belächelt werdet!

Wir brauchen keine weiteren Schauspieler, Comedians oder Beamten. Europa braucht Visionäre, Techniker und couragierte Leute!

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Das Ende blüht mit Staatsbankrotten, Währungsreformen und einem völligen Zerfall der öffentlichen Ordnung

Anlegerbeschimpfung

   von Dr. Bernd Niquet (Quelle: Doersam Brief)

Liebe Leser, wenn Sie, wie so viele, ebenfalls davon ausge-
hen, dass uns nun bald das Ende blueht mit Staatsbankrotten,
Waehrungsreformen und einem voelligen Zerfall der oeffentli-
chen Ordnung, das man eigentlich nur noch mit physischem Gold
und dem Anbau von Kartoffeln ueberstehen kann, dann ist die-
ser Text Ihr Weihnachtsgeschenk. Sollte dem jedoch nicht so
sein, dann ersparen Sie sich das Lesen. Dann wuensche ich
Ihnen bereits an dieser Stelle ein frohes Weihnachtsfest.

Jetzt ist es also so weit. Sie jubilieren. Lange Jahre, ja
Jahrzehnte haben Sie auf diesen Moment gewartet. Das Fernse-
hen berichtet live vom Chaos in Deutschland. Die Banken haben
dicht gemacht, der Staat ist nicht mehr funktionsfaehig, die
Geldautomaten sind leer und die Supermaerkte bereits bei vie-
len Waren ausverkauft.

Jetzt kommt Ihre Stunde, denken Sie. Sie nehmen die Krueger-
rands aus der Schmuckschatulle und begeben sich auf Einkaufs-
tour. Im selben Moment, in dem sie sich zu Dumpingpreisen
einen Pelzmantel ausgesucht haben, wird der Laden gestuermt.
"Ey Alter, was hastn da?", fragt einer, der ihre Goldmuenzen
erspaeht, und haut Ihnen die Faust mitten ins Gesicht. Danach
sind Sie Ihre Kruegerrands los. Und die Zaehne auch.

Sie muessen also dringend an das Bankschliessfach. Die Bank
ist allerdings geschlossen und wird von einer wuetenden Menge
belagert. Ihre Goldbarren koennen Sie daher abschreiben,
zudem der Staat eine Sperre saemtlicher Schliessfaecher
verfuegt hat. Wenigstens ziehen Sie sich keine weitere
Verletzung zu.

Gluecklicherweise haben Sie ja noch das Schliessfach in der
Schweiz. Und die Schweiz ist bisher von allen Krawallen ver-
schont geblieben. Sie sind wirklich ein echter Koenner,
Kompliment! Sie schaffen es sogar, mit dem Auto durch die
Grenzkontrolle zu kommen und stehen endlich vor Ihrer Schwei-
zer Bank.

Was Sie allerdings nicht wissen, ist, dass der Schalterbeamte
dort mit der russischen Mafia zusammen arbeitet, so dass sie
gleich kurz hinter dem Ortsschild von Zuerich von dieser
gestoppt werden, einen Kopfschuss erleiden und Ihnen saemtli-
ches Gold gestohlen wird. Jetzt haben Sie nicht nur ihr Ver-
moegen eingebuesst, sondern auch ihre Gesundheit. Und bald
Ihr Leben ebenfalls.

Sie wachen jedoch noch einmal auf, im Krankenhaus von Zue-
rich, werden dort allerdings nur notduerftig versorgt, da
Ihre deutsche Krankenversicherung zahlungsunfaehig ist und
Sie ueber keinerlei Privatvermoegen mehr verfuegen. Denn Ihr
Kartoffelacker ist bei dem gefrorenen Boden derzeit gaenzlich
wertlos.

Doch Sie besitzen meine ganze Sympathie, wovon Sie sich al-
lerdings ebenfalls nichts kaufen koennen. Sie waren einfach
zu clever fuer diese Welt. Jetzt werden Sie an Ihren eigenen
Erfolgen sterben. Und Ihre letzten Gedanken sind, ob ein
bisschen mehr soziales Verhalten, ein paar gute Standard-
aktien im Depot und ein kleines Buendel Euroscheine unter der
Matratze nicht vielleicht die bessere Strategie gewesen
waeren.

Aber nein, Sie haben Recht gehabt! Sie haben richtig gelegen!
Und jetzt liegen Sie auch richtig! Naemlich dort, wo Sie hin-
gehoeren. Ich wuensche Ihnen ein letztes wunderbares Weih-
nachtsfest!


++++++


Bernd Niquet, "Wie ich die Finanzkrise erfolgreich
verdraengte", Leipzig 2010, 465 Seiten, 16 Euro,
ISBN 978-3-86901-830-0.

Hier bestellen:
http://click.be3a.com/click_de.html?ADVD=327699.200836.2.0604774.

Dienstag, 21. Dezember 2010

EURCHF KW 50

EURCHF Wochenchart

Im EURCHF hat auch die Marke von 1,28 (um die sich Gerüchte einer Intervention der SNB gerankt haben) nicht gehalten. Nach den (im Chart markierten) beiden Outside-Days, die auch ein Doppeltop ausgebildet hatten, bewegt sich der Schweizer Franken in Relation zum Euro von einem Alltimehigh zum anderen. Unser Hoose-Indikator bleibt weiterhin rot und laut Fibonacci erwarten wir ein Umkehr erst Ende Jänner 2011.

Montag, 20. Dezember 2010

S&P 500 KW 50

S&P 500 Wochenchart

Der amerikanische Börsenindex S&P 500 hat sich auch letzte Woche - trotz oder wegen des letzten großen Verfallstages des Jahres 2010 - über dem Jahreshoch halten können. Die Woche schloss zwar mit 0,3% nur leicht positiv und mit einem unentschlossenen Doji Candlestickmuster, aber nach den letzten Wochen der Herbstrally, sehen wir eine kurzfristige Konsolidierung durchaus als legitim an.
Generell bleibt unser Hoose-Indikator grün und laut Fibonacci-Timezones erwarten wir die nächste Umkehrphase erst Mitte Februar 2011.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Wer fürchtet sich vor Inflation?

  1. Hand auf's Herz, wer hat Angst vor einer möglichen Inflation? 
  2. Wer glaubt, dass er mit den Auswirkungen nicht leben kann?
Haben Sie Frage 1 und/oder Frage 2 mit "Ja" beantworten können?
Waren Sie schon mal in der Türkei auf Urlaub?

Raten Sie einmal, mit welchen Inflationsraten Ihre Gastgeber zu kämpfen hatten/haben:

Jahr      BIP      Inflation (%)
1994     -5,1     120,0
1995      8,1     120,0
1996      7,9       80,0
1997     -7,5       80,0
1998      2,8     101,6
1999     -4,7       64,9
2000      7,4       54,9
2001     -7,5       54,4
2002      7,8       45,0
2003      5,8       25,3
2004      8,9       12,0
2005      7,4         8,0
2006      6,0         9,9
2007      6,0         7,0

Und wie sehen wir die Türkei (aus einem Reisekatalog):

"... Nicht weit von Antalya, der sehenswerten Hauptstadt der Region, stürzen sich einige Wasserfälle spektakulär über eine steile Felswand ins Meer. Wahrzeichen der Küstenmetropole ist das Yivli Minare, das "gerillte Minarett", um das sich eine typisch osmanische Altstadt mit traditionellen Holzhäusern gruppiert.
Im kleinen Städtchen Side hingegen vermischen sich Antike und Moderne auf einmalige Weise: Am Rande der Altstadt stehen moderne Häuser in unmittelbarer Nachbarschaft zu zahlreichen antiken Ruinenstätten. Bei einem Ausflug in das Taurusgebirge kann man nicht nur fantastische Ausblicke auf die Küste, sondern auch die wildromantischen Ruinen von Termessos auf rund 1.000 Meter Höhe entdecken. ..."

Also fragen wir noch einmal: Wer hat immer noch Angst vor der Inflation?

Mittwoch, 15. Dezember 2010

EURCHF KW 49

EURCHF Wochenchart

Der Euro fiel zum Schweizer Franken letzte Woche wieder unter 1,30. Der Hoose-Indikator bleibt weiterhin rot und der nächste Fibonacci-Umkehrtag ist für das Währungspaar der 28.01.2011.

Aktuelle Trades zur Absicherung von CHF-Fremdwährungskrediten veröffentlichen wir unter http://eurchf-diamind.collective2.com. Das System liegt aktuell mit knapp 15,9% p.a. im Plus.

Montag, 13. Dezember 2010

S&P 500 KW 49 - Up where we belong ...

Geschafft! Die im letzten Posting angesprochene Hürde - das letzte Hoch von Anfang November - wurde überschritten. Der Weg zu 1.300 Punkten und danach bis zu 1.400 ist frei.

S&P 500 Wochenchart

Unser Hoose-Indiaktor bleibt grün und der nächste Fibonacci-Umkehrtag liegt am 14.02.2011. Bis dorthin sollten uns die (amerikanischen) Börsen noch viel Freude bereiten.

Montag, 6. Dezember 2010

S&P 500 KW 48 - Good News, bad news

Zuerst die gute Nachricht:

Für den amerikanischen Börsenindex S&P 500 war KW 48 eine gute Woche. Die Umkehr nach Fibonacci-Timeframes hatte zwar eine Woche später als angekündigt stattgefunden, aber sie hat stattgefunden. Die nächste Umkehrzone auf Wochenbasis liegt erst in der Woche vom 13.02.2011. und unser Hoose-Indikator bleibt grün.

 S&P 500 Wochenchart

Nun die schlechte Nachricht: Bei genauer Betrachtung des Tagescharts wurde das letzte Hoch ganz knapp nicht erreicht. Somit besteht die Gefahr eines Doppeltops am Widerstand. Vor allem, wenn wieder schlechtere Nachrichten rund um Irland und Europas Schuldenkrise aufkommen sollten.

S&P 500 Tageschart

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Hyperinflation ist nur ein Hirngespinst von Untergangsbeschwörern!

Wesentlich ist die Geldmenge auch für die Bestimmung der Wachstumschancen und der Inflationsrisiken der Volkswirtschaft. Ist zu wenig Liquidität vorhanden („Geldlücke“), so leidet das Wirtschaftswachstum, ist durch starkes Geldmengenwachstum zu viel Liquidität im Markt, so besteht die Gefahr von Inflation. M1 hat sich in der Vergangenheit als guter Konjunkturindikator erwiesen, während M3 als der geeignetere Inflationsindikator verstanden werden kann. (Quelle: Wikipedia)

Seit 1997 wächst die Geldmenge M3 nun aber kontinuierlich und weist ab 2008 sogar eine Verflachung des Wachstums auf. Das bedeutet aber, dass die enormen Geldmengen der Nationalbanken. welche zur Staaten- und Bankenrettung in das System gepumpt wurden, im Markt gar nicht angekommen sind. Und somit ist eine Hyperflation nach heutigem Gesichtspunkt quasi ausgeschlossen.

EZB Geldmenge M3 (Quelle: Bundesbank, TU-Dresden)

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Der Euro wird überleben

Grösser war die Uneinigkeit der Wirtschaftswissenschafter bezüglich des Euros noch nie, aber Fakt ist, dass 14 Bundesstaaten in den USA höher verschuldet sind als Griechenland. Die Schulden Griechenlands machen 4% der EU-Gesamtverschuldung aus. Würde Griechenland zur Sanierung des Staatshaushaltes 25% seiner Schulden nicht zurückzahlen, betrifft dies nur etwa 1% der EU-Staatsverschuldung. Ähnlich verhält sich die Situation Irlands.

Dieses Szenario würde den Euro sicherlich nicht zerschlagen, maximal eine Abwertung im Aussenwert würde die Folge sein und wohl auch der Austritt einiger Länder. Und die Folgen auf den europäischen Wirtschaftsraum daraus wären wohl begrenzter Natur, wie wir bereits kurz nach Einführung des Euro erleben konnten. Ein Kurs von ca. 0,88 zum USD hatte im Gegenteil sogar eine belebende Wirkung auf die Exportwirtschaft. In der Eurozone verbleiben dann die Hartwährungsländer.

Wenn auch Untergangspropheten den Zusammenbruch heraufbeschwören, vielleicht u.a. aus Eigeninteresse am Verkauf von Goldsparplänen, so sind doch im Globalisierungszeitalter die Wirtschaften zu stark ineinander verzahnt, als dass ein Wertverfall des Euros in irgendeiner Nation Interesse liegen könnte. Weiters sehen wir uns aktuell derart niedrigen Inflationsraten gegenüber, dass von einer Hyperinflation mit folgender Währungsreform seriöserweise auch keinerlei Rede sein kann.

Um in unseren Fonds dennoch nach aller kaufmännischer Umsicht und Verantwortung auf alle möglichen Szenarien raschest reagieren zu können, testen wir laufend Währungshandelssysteme auf ihre Nachhaltigkeit - eines davon können Sie auf http://eurchf-diamind.collective2.com live mitverfolgen. Weiters können wir auch - bei Bedarf - eventuelle Cashpositionen in Geldmarktfonds ausserhalb der Eurozone (z.B. Norwegische Krone) parken.