Mittwoch, 1. Dezember 2010

Der Euro wird überleben

Grösser war die Uneinigkeit der Wirtschaftswissenschafter bezüglich des Euros noch nie, aber Fakt ist, dass 14 Bundesstaaten in den USA höher verschuldet sind als Griechenland. Die Schulden Griechenlands machen 4% der EU-Gesamtverschuldung aus. Würde Griechenland zur Sanierung des Staatshaushaltes 25% seiner Schulden nicht zurückzahlen, betrifft dies nur etwa 1% der EU-Staatsverschuldung. Ähnlich verhält sich die Situation Irlands.

Dieses Szenario würde den Euro sicherlich nicht zerschlagen, maximal eine Abwertung im Aussenwert würde die Folge sein und wohl auch der Austritt einiger Länder. Und die Folgen auf den europäischen Wirtschaftsraum daraus wären wohl begrenzter Natur, wie wir bereits kurz nach Einführung des Euro erleben konnten. Ein Kurs von ca. 0,88 zum USD hatte im Gegenteil sogar eine belebende Wirkung auf die Exportwirtschaft. In der Eurozone verbleiben dann die Hartwährungsländer.

Wenn auch Untergangspropheten den Zusammenbruch heraufbeschwören, vielleicht u.a. aus Eigeninteresse am Verkauf von Goldsparplänen, so sind doch im Globalisierungszeitalter die Wirtschaften zu stark ineinander verzahnt, als dass ein Wertverfall des Euros in irgendeiner Nation Interesse liegen könnte. Weiters sehen wir uns aktuell derart niedrigen Inflationsraten gegenüber, dass von einer Hyperinflation mit folgender Währungsreform seriöserweise auch keinerlei Rede sein kann.

Um in unseren Fonds dennoch nach aller kaufmännischer Umsicht und Verantwortung auf alle möglichen Szenarien raschest reagieren zu können, testen wir laufend Währungshandelssysteme auf ihre Nachhaltigkeit - eines davon können Sie auf http://eurchf-diamind.collective2.com live mitverfolgen. Weiters können wir auch - bei Bedarf - eventuelle Cashpositionen in Geldmarktfonds ausserhalb der Eurozone (z.B. Norwegische Krone) parken.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen