Mittwoch, 28. Dezember 2011

Gespenst Rezession: Deutschland hat bereits 5 Rezessionen hinter sich!

Die Rezession ist in der Literatur als Abschwungphase definiert. Das heißt, daß in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gegenüber der Vorquartale kein Wachstum oder ein negatives Wachstum stattfindet. Das Bruttoinlandsprodukt sinkt also.

Laut Josef Schumpeter ist die Rezession ein Abschwung, der in einem normalen Zyklus vorkommt. Die Wirtschaftskraft hat also auch ihre Zyklen, und die Rezession ist vorerst nicht als abnormal zu klassifizieren. Sie gehört zu einem Kreislauf dazu.

Eine Rezessionsphase ist im Allgemeinen gekennzeichnet durch:

  • Abschwächung der Hochkonjunktur
  • pessimistische Beurteilung der Wirtschaftslage
  • Rückgang der Nachfrage
  • überfüllte Lager
  • Abbau von Überstunden und beginnende Kurzarbeit
  • fehlende Investitionen
  • teilweise Stilllegung von Produktionsanlagen
  • stagnierende oder sinkende Preise, Löhne und Zinsen
  • fallende Börsenkurse
(Quelle Wikipedia)


In der Bundesrepublik Deutschland hat es in der Geschichte laut einem Bericht des statistischen Amtes fünf Rezessionen gegeben, vereinfachend identifiziert an negativen jährlichen Veränderungsraten des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts.
(Aus dem Destat Bericht)
Mit der ersten Rezession im Jahr 1967 endete das deutsche „Wirtschaftswunder“ und eine Zeit ungebrochener Hochkonjunktur seit 1950. Die Phase des Wiederaufbaus war abgeschlossen
und in der Folge verlangsamte sich das Wachstum der Wirtschaft. Auf politischer Ebene kam es zum Rücktritt der Regierung Erhard und in der Folge zur ersten Großen Koalition.
Unterteilt man den Zeitraum seit 1950 in Zehnjahresabschnitte, so betrug in der ersten Dekade (1950 bis 1960) das jahresdurchschnittliche Wachstum 8,2 %, in der zweiten Dekade (1960 bis 1970) dann 4,4 %, im folgenden Zeitraum (1970 bis 1980) 2,9 % und im Zeitabschnitt 1980 bis 1991 nur noch 2,6 %. In den ersten zehn Jahren nach der deutschen Vereinigung (1991 bis 2001) lag das jahresdurchschnitt liche Wirtschaftswachstum bei 1,7 % und im Gesamtzeitraum seit der deutschen Vereinigung (von 1991 bis 2008) bei 1,5 %.

Die Phase des Aufschwungs Anfang der 1970er-Jahre nahm mit dem ersten weltweiten Ölpreisschock im Herbst 1973 ein jähes Ende und führte für das Jahr 1975 mit zu dem bisher
am stärksten ausgeprägten Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in der Nachkriegszeit (– 0,9 % gegenüber dem Vorjahr). Durch das Lieferembargo der Organisation
erdölexportierender Länder (OPEC) hatte sich der Ölpreis im Herbst 1973 in wenigen Monaten vervierfacht.

Die zweite Ölkrise wurde durch die Islamische Revolution im Iran und den ersten Iran-Irak-Krieg 1980 ausgelöst, was sich schließlich im Gesamtjahr 1982 in einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts niederschlug (– 0,4 %). Auf politischer Ebene kam es in Deutschland zum Regierungswechsel und zur Ablösung von Bundeskanzler Helmut Schmidt durch seinen Nachfolger Dr. Helmut Kohl.

Die nächste Rezession in Deutschland kam nach dem Boom durch die deutsche Vereinigung
im Jahr 1993 zustande (Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 %). Allerdings war auch hier wieder einemassive Erhöhung des Ölpreises im Jahr 1990 infolge des ersten Golfkrieges vorausgegangen, der die Weltwirtschaft bereits in einen globalen Wirtschaftsabschwung gedrängt hatte. Dieser kam in Deutschland durch die Sondersituation der deutschen Vereinigung erst verzögert zum Durchbruch.

Also hat die stärkste Wirtschaftsnation Europas immerhin schon fünf Rezessionen überlebt. Sie ist auch ein Vorläufer für zukünftige Wachstümer. Somit keine Angst vor 2012. Sollte eine Rezession eintreten, war alles schon mal da!

Dienstag, 20. Dezember 2011

Auswirkung unterschiedlicher Zentralbankpolitik an der Zinskurve

Die Auffassungen hinsichtlich den Aufgaben einer Zentralbank können gar nicht unterschiedlicher sein als in den USA und in Europa. Während die FED aus Angst vor Deflation entstanden ist, wurde der EZB die Geldwertstabilität ganz klar als primäres Ziel vorgegeben. Die FED hat dadurch naturgemäß kein Problem, genügend Liquidität zur Verfügung zu stellen.

Daraus resultieren dann Wirkungen, die ohne Betrachtung des Hintergrundes "Liquiditätsversorgung" unplausibel erscheinen. So lag Anfang des Jahres der Zinssatz für zehnjährige Kredit in den USA bei 3% und aktuell bei 2%. Trotz zwischenzeitlicher Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA. Nach Berücksichtigung der Inflation ist diese Anlage für Investoren ein Verlustgeschäft.

Yield Curve USA (Quelle: http://www.forexpros.com)


Den gleichen Effekt sehen wir auch bei den Aktien: Seit Jahresbeginn verlor der DAX -17,6%, während der S&P 500 nur -3,1% abgeben musste. Trotz durchwegs schlechterer Fundamentaldaten in den USA. Das große Thema ist die funktionierende Bereitstellung von Liquidität. Und die amerikanische Inflationsrate befindet sich eher im Abwärtstrend:

Quellen: EcoWin, Helaba Volkswirtschaft/Research

Zwar versucht mittlerweile auch die EZB die Zinsstrukturkurve zu beeinflussen. Die dabei eingesetzten Mittel sind aber im Vergleich zu den USA gering und genauso die Wirkung.


Zinsstrukturkurve Europa (Quelle: Börse Stuttgart)


Montag, 19. Dezember 2011

Von Wachstum, Inflation und Deflation im neuen Jahr 2012

Die OECD senkte ihre Wachstumsprognosen für 2012 deutlich. In der Mai Prognose waren in der EURO-Zone noch rund 2% Wachstum prognostiziert, in der Novemberprognose ist es nur mehr ein Zehntel, nämlich 0,2%. Die EURO Inflationserwartung liegt im 10 Jahresbereich bei 2%.
Sieht man sich die Prognosen des Internationalen Währungsfonds an, dann sagt dieser für die EURO-Zone ein Wirschaftswachstum von 0,7% im nächsten Jahr voraus. Die Wachstumsländer sind wieder China und Indien, mit 8,8 % bzw. 7,5% Wachstumserwartung. Diese Länder haben somit ein Wirtschaftswachsum, daß 8-9 mal so stark sein wird, wie jenes der Eurozone. Für die USA erwarten die Experten des Währungsfonds immerhin ein Wachstum von 1,9%, also das fast 3fache der EURO-Zone.
Bei der Inflation wird in der EURO-Zone ein Wert von 1,6% erwartet, dieselbe Inflation wie in den USA. Die Inflation in der EURO-Zone wird also sinken.

Die Zinsen sind wie festgefroren, die FED hält an ihrem Plan fest, die Zinsen frühestens 2013 anzuheben. Man kann sich vorstellen, daß die EZB bei den Zinsen auch nicht viel Spielraum haben wird, ohne die Konjunktur noch zusätzlich zu belasten.

Die EZB möchte auch die Inflation in der EURO-Zone bei 2% oder darunter halten.

Das Fazit aller Zahlen und Ausblicke läßt darauf schließen, daß die momentane Angst vor einem inflationären EURO eigentlich keine Substanz hat. HYperinflationsängste dürften sich 2012 als unbegründet erweisen. Spannend wird dennoch, wie sich der EURO gegen andere Währungen behaupten wird können. Ein Nachgeben der Kurse wäre aber durchaus ein Gewinn für die Exporte und könnte die Konjunktur etwas beflügeln.

Das Wachstum wird im neuen Jahr jedoch extrem niedrig. Es wird sicher ein schwieriges Jahr für die Wirtschaft.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Zinssicherung ohne Zusatzkosten

Angesichts der Tatsache, dass es die vorherrschende Marktmeinung ist, die Staatsschuldenkrise führe in absehbarer Zeit zu rasant steigender Inflation, bietet sich für alle Kreditnehmer eine Zinsabsicherung zum heutigen Zeitpunkt an. Während der Kauf eines Zinscaps mit einer Upfrontzahlung verbunden ist, die für viele Kreditnehmer zu hoch erscheint, fallen bei Abschluss eines Swapvertrags keine Prämienzahlungen an:

Bei einem Zinsswap wird über eine festgelegte Laufzeit ein konstanter Festzins gegen einen in regelmäßigen Abständen angepassten variablen Zins getauscht. Wer nicht sofort den Festzins zahlen möchte, schliesst einen Forwardswap mit dem gewünschten Startzeitpunkt und Laufzeit ab. Denn mit einem Forward Swap kann ein Zins festgelegt werden, der auf einen weiter in der Zukunft liegenden Zeitraum angewendet wird. So kann z.B. heute ein Swap vereinbart werden, bei dem beginnend in 2 Jahren die Parteien über dann 10 Jahre Zinsen tauschen.

Aktuelle Forward Swapsätze:


Zu diesen Sätzen muss dann nur noch der Aufschlag für den Kredit auf den variablen Zinssatz (hier der 6 Monats Euribor) gerechnet werden. Den Euribor erhält der Kreditnehmer vom Swappartner und zahlt ihn an seine Hausbank weiter, während er den festen Satz an den Swappartner zahlen muss. So würde man aktuell mit dieser Konstruktion z.B. in zwei Jahren beginnend die nächsten zehn Jahre 2,85% plus Aufschlag bezahlen. Die meisten Banken bieten diese Swapkonditionen ab EUR 250.000,-- an. Für kleinere Kredite wâre ein Zusammenschluss von Kreditnehmer in einer GesbR durchaus denkbar.



Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Signal für Korrektur bei EURUSD

EURUSD zeigt per 14.12.2012 ein Signal für eine beginnende Korrektur im übergeordneten Abwärtstrend:






Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Mittwoch, 21. September 2011

Dax zeigt Anzeichen der Krise von 2008

Im obigen Chart ist klar erkennbar, dass bereits über einen längeren Zeitraum (nicht nur kurze Ausreißer) nur mehr 3% aller 30 DAX-Aktien über ihrer 200 Tagesdurchschnittslinie liegen. Dies war genauso in der Krise im Jahr 2008.

Mittwoch, 20. Juli 2011

S&P 500 KW 28

 S&P 500 Wochenchart kW 28


S&P 500 Aktien über 200 Tagesdurchschnitt KW 28

Auch die letzten Verwerfungen an den Börsen, ausgelöst durch die Diskussionen um Italien und um die Schuldenerweiterung in den USA, welche bis 2. August gelöst sein muss und m.M. nach auch wird (wer möchte für die Zahlungsunfähigkeit Amerikas schon verantwortlich zeichnen?) konnten den S&P 500 nicht aus seinem Trendkanal werfen. Weiterhin notieren mehr als 63% aller Aktien im S&P 500 über der wichtigen 200 Tagesdurchschnittslinie. Wobei die 60% Grenze derzeit als Widerstand fungiert.

Dienstag, 19. Juli 2011

Börsenranking KW 28 - Nach Griechenland auch Italien (und Spanien und Portugal und ...)

Amerikanische Ratingagenturen werten ein europäisches Land nach dem anderen ab und vergessen dabei auf die USA und ihre Bundesstaaten. Die Börsen reagieren darauf und verlieren ihre Trends. Aber interessanterweise nur die mittelfristigen!
Auf Monats- und Jahressicht sind die meisten Trends noch intakt.

Börsenranking KW 28

Mittwoch, 6. Juli 2011

EURCHF KW 24 - Euro Rebound




EURCHF Wochenchart

Der Euro befindet sich zwar nach wie vor im Abwärtstrend, konnte aber aufgrund der Entscheidung Griechenlands, das Sparpaket anzunehmen, einen kräftigen Rebound vollziehen.

Dienstag, 5. Juli 2011

S&P 500 KW 26

Wochenchart S&P 500

Letzte Woche gelang der Sprung über die "Lehman Widerstandszone". Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt.

Bestätigt wird dies durch den Anstieg der Anzahl der Aktien, die sich über der 200 Tagesdurchschnittlinie befinden auf knapp über 76%.


Montag, 4. Juli 2011

Börsenranking KW 26 - Sparpaketbeschluss in Griechenland verändert Situation radikal

Börsenranking KW 26

Der Beschluss des Sparpakets durch das griechische Parlament hat sämtlichen Börsen in beinahe allen Zeitfenstern die Wiederaufnahme der Aufwärtstrends beschert.

Mittwoch, 29. Juni 2011

EURCHF KW 24 - Euro Rekordtief!

EURCHF Wochenchart KW 25

Der Euro endete in der Vorwoche auf einem Rekordtief gegenüber dem Schweizer Franken und folgt damit dem Abwärtstrendkanal. Die Meinungen über die Lösungen für die Staatsschuldenkrise Griechenlands fielen zu negativ aus und beflügelten die Spekulationen gegen den Euro.

Unser Hoose Indikator bleibt rot und der Abwärtstrend intakt. Langsam, aber sicher bleibt der Schweizer Franken nur mehr eine Kreditwährung für Kreditnehmer mit großen Sicherheitsreserven und Banker mit guten Nerven. Solange die Staatsschuldenkrise nicht -wie auch immer - gelöst wird, wird der Schweizer Franken als "save haven" weiterhin Stärke zeigen.

Dienstag, 28. Juni 2011

S&P 500 KW 25 - Moderate ökonomische Erholung

Wochenchart S&P 500 KW 25

 
S&P 500 vs. Aktien über 200 GD

Der Wochenchart des S&P 500 zeigt eine erste Bodenbildung, ebenso wie die Anzahl derjenigen Titel, welche nach wie vor über ihrem 200 Tagesdurchschnitt notieren, die sich bei knapp über 60% einpendeln.
FED-Chairman Bernanke sieht eine moderate ökonomische Erholung, Unruhe in die Märkte bringt weiterhin Griechenland.

S&P 500 Monatschart

Aktuell sieht der Volumenschart des S&P 500 danach aus, dass die aktuellen Marktbewegungen eine Korrektur bleiben. Im Unterschied zur Baisse bzw. zum Crash vollziehen sich Korrekturen mit fallenden bzw. geringeren Volumina, während in Crash-/Baissephasen die institutionellen Großanleger, unter heftigem Rühren der Werbetrommeln, an die Kleinanleger abverkaufen und deshalb diese Marktbewegungen von steigenden Volumina geprägt sind.

Montag, 27. Juni 2011

Börsenranking KW 25

Börsenranking KW 25

Griechenlands Schuldenkrise hält die Börsen weiter in Atem. Mehr als die Hälfte der beobachteten Märkte weist eine negative Trendbewegung auf. Positiv im Gegensatz zur Vorwoche zu bemerken ist die Tatsache, dass die Steigung bei vielen Indices beginnt ins Positive zu drehen. Es könnte ein Anzeichen dafür sein, dass die Bodenbildung der Korrektur begonnen hat.

Mittwoch, 22. Juni 2011

EURCHF KW 24 - Euro wird stärker durch Deutschlands Kompromissbereitschaft in der Griechenlandkrise

Wochenchart KW 24

Der Euro stieg vom Rekordtief gegenüber dem Schweizer Franken, nachdem die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bekanntgab, dass sie mit der EZB an einem Schuldenregulierungsplan für Griechenland arbeite.

Charttechnisch ändert dies aber nichts am intakten Abwärtstrend des Euros gegenüber dem CHF, bestätigt durch den Hoose Indikator. Die nächste Fibonacci Umkehrzone wird erst für Ende August angekündigt.

Dienstag, 21. Juni 2011

S&P 500 KW 24 - Verlustserie kurz vor Ende?

"Laut einer Auswertung des Bespoke Finanzblogs aus den USA hatte der marktbreite S&P 500 seit 1928 insgesamt 17 Mal eine Korrektur mit 6 Verlustwochen in Folge zu verzeichnen. In der 7. Woche (in der wir uns nun auch befinden) stiegen die Kurse schließlich in 13 von 16 Fällen (der aktuelle 17. Fall kann ja noch nicht gewertet werden). Und zwar durchschnittlich um 1,03 %. Das klingt nicht viel, aber der durchschnittliche Wochengewinn des S&P 500 beträgt sonst 0,23%. Sie sehen also eine deutliche Outperformance nach solch langen Verlustserien.
Auch längerfristig ergeben sich überdurchschnittliche Gewinne nach längeren Verlustserien. In den sechs Wochen nach einer solchen Korrekturserie kam es beim S&P 500 zu durchschnittlichen Kursgewinnen von 1,13 % verglichen mit dem „normalen" Durchschnitt von 0,81 % für alle Sechs-Wochen-Perioden des S&P 500 seit 1928.
Die letzten derart langen Verlustserien ereigneten sich übrigens im Juli 2004 (letzte Phase einer Sommerkorrektur inmitten eines noch jungen Bullenmarktes) und im November 2008 (direkt vor einer größeren Zwischenerholung und wenige Monate vor Beginn des laufenden Bullenmarktes also). Beide Perioden waren von deutlichen Kursgewinnen in den folgenden sechs Wochen geprägt.
Ob es diesmal wieder so sein wird, entscheidet natürlich der Markt. Bodenbildungsansätze sind noch keine erkennbar, aber das kann sich auch sehr schnell ändern. Auf jeden Fall lohnt es sich, wenn Sie sich für den Fall einer plötzlichen Kurserholung bereithalten, denn es gibt durchaus eine Vielzahl von Faktoren, die dafür sprechen." (Quelle: Dax Daily)

 Wochenchart KW 24

Noch läßt sich der siebenwöchige Rückgang als Korrektur im Aufwärtstrend definieren. Letzte Woche bildete ein Doji Candlestick Pattern aus, welches auf einen unentschlossenen Markt hinweist. Die nächste Umkehrzone wird von den Fibonacci Timezones mit Mitte Juli definiert.

 S&P 500 vs. % Aktien über 200 Tage-GD
Quelle: indexindicators.com

Zur Zeit befinden sich noch knapp 61% der Aktien im S&P 500 über ihrem 200 Tagesdurchschnitt, wobei sich der Rückgang dieser Kennzahl in den letzten Woche stark beschleunigte. Ein Unterschreiten der 60% führte in den letzten drei Jahren nach jeweils drei Monaten zu einem durchschnittlichen Kursanstieg von 7,52% im S&P 500.

Montag, 20. Juni 2011

Börsenranking KW 24 - Sorge um US Wirtschaft ebbt ab, Angst wegen Griechenlandkrise steigt

Börsenranking KW 24

Mittlerweile weisen mehr als die Hälfte der beobachteten Aktienmärkte auch einen negativen langfristigen Trend auf. Es überwiegen derzeit die Ängste um die Auswirkungen auf  das globale Finanzsystem, sollte Griechenland seine Schulden nicht zurückzahlen.

Mittwoch, 15. Juni 2011

EURCHF KW 23

EURCHF Wochenchart

Nachdem die EZB ihre Inflationsprognose revidierte und ankündigte, dass die Zinsanhebungen in diesem Jahr weniger stark ausfallen werden, fiel der Euro gegenüber anderen Währungen.

Gegenüber dem Schweizer Franken befindet sich der Euro in der Mitte eines langfristigen Abwärtskanales, mit weiteren Tendenzen nach unten. Auch der langfristige Hoose Indikator bleibt rot.

Dienstag, 14. Juni 2011

S&P 500 KW 23 - US Aktien fallen die sechste Woche in Folge

S&P 500 Wochenchart


Für den Dow Jones Industrial Average ist dies der längste Rückgang seit 2002. Technologiealtien und Konsumtitel führten die Liste der Verlierer an. Enttäuschende Wirtschaftsnachrichten ließen die Investoren vorsichtiger werden.

Der S&P 500 liegt aber nach wie vor noch im langfristigen Aufwärtstrend, dessen Bestehen auch der Hoose Indikator anzeigt. Laut Fibonacci-Timezones ist mit einer Umkehr Mitte Juli zu rechnen.

Montag, 13. Juni 2011

Börsenranking KW 23 - Nervosität bezüglich Wirtschaftswachstum steigt

Börsenranking KW 23

Beinahe sämtliche Indices laufen in den kurz- bis mittelfristigen Trends negativ. Nur die Trends auf Jahressicht geben Grund zur Annahme (so lange sie halten), dass wir uns nur in einer Korrekturphase befinden.

Unter den Marktteilnehmern steigt vermehrt die Sorge um die Geschwindigkeit des Wirtschaftswachstums und die FED wird für längere Zeit keine Zinserhöhungen vornehmen können. Laut Bernanke sind weitere geldpolitische Rekordmaßnahmen notwendig, um die extrem langsame Erholung zu beschleunigen.

Mittwoch, 8. Juni 2011

EURCHF KW 22

EURCHF Wochenchart

Auch letzte Woche konnte die Fibonacciunterstützung vom Euro nicht zurückerobert werden, obwohl die versprochene Griechenlandhilfe den Druck etwas vom Euro genommen hat.

Dienstag, 7. Juni 2011

S&P 500 KW 22 - Schlechte Arbeitsmarktdaten ..

.. schickten den S&P 500 letzte Woche wieder auf Talfahrt. Alle 10 Standard & Poors 500 Index Gruppen fielen mit teilweise mehr als -1,3%. Die Unterstützung durch das Kursniveau vom Lehman Konkurs wurde durchbrochen und bei der Betrachtung auf Einzeltitelebene zeigt sich, dass bereits nur mehr 73% der Indexkomponenten über der 200 Tagesdurchschnittslinie liegen.

S&P500 Wochenchart

S&P 500 Index vs. % der Aktien über 200 GD

Montag, 6. Juni 2011

Börsenranking KW 22 - schwache Wirtschaftsdaten

Aktien fallen die fünfte Woche in Folge, nachdem die US Wirtschaftsdaten die Vorhersagen nicht erfüllen. Im Börsenranking macht sich diese Entwicklung durch vermehrtes Auftreten von roter Farbe bei den einzelnen Markttrends.

Mittwoch, 1. Juni 2011

EURCHF KW 21 - Fibonacciunterstützung durchbrochen

EURCHF KW 21

In die Kalenderwoche 21 fiel, wie berichtet, eine Fibonacci-Umkehrzone. Zum Leidwesen jener Kreditnehmer, die aus langfristigen Überlegungen noch im Schweizer Franken engagiert sind, durchbrach der Euro aber seine Fibonacci-Unterstützung nach unten und in der Folge stieg der Schweizer Franken auf sein All-Time-High. Nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch gegenüber dem Dollar und dem Pfund.

Im Zuge der immer stärker werdenden europäischen Schuldenkrise und deren ungewissen Auswirkungen auf den Euro, wird der Schweizer Franken immer mehr als sicherer Hafen gesucht. Selbst die Parität zum Euro wird nicht mehr ausgeschlossen. Die SNB hat die Funktion des Franken als Fluchtwährung akzeptiert. Die Schweizer Exportwirtschaft hat die niedrigste Arbeitslosenrate in den letzten zwei Jahren und profitiert von den boomenden asiatischen Märkten.

Charttechnisch sehen wir zunächst eine mögliche Bewegung nach unten bis 1,16/1,17 mit darauf folgender Gegenbewegung im Abwärtstrendkanal bis 1,21.


Dienstag, 31. Mai 2011

S&P 500 KW 21 - Vierte Woche in Folge negativ

S&P 500 Wochenchart

Die amerikanischen Aktien fielen die vierte Woche in Folge, was den längsten Rückgang in den letzten 15 Wochen darstellt. Auslöser war die verstärkte Sorge um Europas Schuldenkrise, welche auch die Rally der Rohstofferzeuger an den Märkten überschattete.

Charttechnisch bleibt der langfristige Aufwärtstrend aber auf jeden Fall noch intakt (Hoose Indikator grün) und der Kurs über der Unterstützung durch das Lehman-Kursniveau 2008. Die nächste Fibonacci-Umkehrzone erreichen wir Mitte Juli.

Montag, 30. Mai 2011

Börsenranking KW 21 - Aktienmärkte am "Tipping Point"?

Börsenranking KW 21

Nouriel Roubini sieht die Aktienmärkte am "Tipping Point", also am Umkipp-Punkt, da das Wirtschaftswachstum sowohl in den USA, Europa, Japan und China langsamer wird.

Im trendfolgenden Börsenranking sehen wir zwar negative Monatstrends, welche aber großteils wieder zu steigen beginnen (Spalte L20) und die langfristigen Trends (auf Halbjahres- und Jahressicht) sind nach wie vor grün. Da Trendfolge mit etwas Zeitverzögerung funktioniert, müssten wir, wenn Roubinis Aussagen zutreffen, die Auswirkungen in den nächsten Wochen zu sehen bekommen.

Mittwoch, 25. Mai 2011

EURCHF KW 20 - Kurz vor Umkehrzone

EURCHF Wochenchart

Der EURCHF Kurs bewegt sich nach wie vor im langfristigen Abwärtstrend, indiziert durch den Hoose Indikator. Die Analyse mittels Fibonacci Timezones zeigt eine Umkehrzone in der Woche um den 27.5. an. Unser CHF-System auf Collective2 liegt bei einem Jahresertrag von ca. 15,8%.

Dienstag, 24. Mai 2011

S&P 500 KW 20




S&P 500 Wochenchart

In KW 20 schloss der S&P 500 positiv im langfristigen Aufwärtstrend aber unterhalb der letzten drei Wochen. Die Brachenrenditen waren durchwegs schlecht, nur die Versorger fielen mit einer guten Performance auf. Der langfristige Trendfolgeindikator bleibt grün.

 S&P 500 vs.% der Aktien über 200 Tage Durchschnitt

Im S&P 500 liegen 84,21% der Aktien über der - für institutionelle Investoren wichtigen - 200 Tagesdurchschnittslinie. In der Vorwoche durchkreuzte dieser Indikator die 85% Grenze nach unten. In den letzten drei Jahren passierte dies 6 mal. 20 Tage später notierte der S&P 500 durchschnittlich um 2,37% höher.

Montag, 23. Mai 2011

Börsenranking KW 20 - Gipfelbildung?

Börsenranking KW 20

Die kurzfristigen Trends sind an fast allen Börsen negativ und an der Hälfte der beobachteten Märkte mittlerweile auch die langfristigen Trends. 
 
In den USA schaute alles auf den ersten Handelstag von LinkedIn und so mancher fühlte sich an die dotcom Blase erinnert. Die Blasenbildung scheint bei einigen Branchen wieder voll im Gang zu sein, während die Indices bereits an ersten Schwächeanfällen leiden.
 
Aber die kurzfristige Steigung der Trends indiziert zumindest ein Ende der aktuellen Korrekturen, wodurch ein erstmaliger Ansturm auf die Gipfel letzten 10 Jahre beginnen könnte.

Mittwoch, 18. Mai 2011

EURCHF KW 19 - Trendlinie gebrochen

In der letzten Woche hat der Wechselkurs EURCHF die Unterstützung bei ca. 1,28 gebrochen. Ob sich eine neue Linie auf dem aktuellen, tieferen Niveau ausbilden kann oder ob der Schweizer Franken zu neuen Höchstständen aufläuft, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Mitentscheidend werden weiterhin die Meldungen rund um die Schuldenkrise und speziell über Griechenland sein.

EURCHF Wochenchart

Der Hoose Indikator zeigt weiterhin einen fallenden Euro an, die anhaltenden  Ängste um das Sorgenkind Portugal und die Tatsache, dass Griechenland die Neuverschuldung nicht in Griff bekommt, deuten auf eine Fortsetzung des Euroabwärtstrends hin.

Dienstag, 17. Mai 2011

S&P 500 KW 19 -

S&P 500 Wochenchart

Der S&P 500 liegt weiterhin gut im Aufwärtstrendkanal. Der langfristig ausgerichtete Hoose Indikator bleibt weiterhin grün und die Fibonacci Timezones indizieren eine Trendumkehr erst für den Juli. Angesichts der Tatsache, dass es derzeit zur Aktienveranlagung keine echten Alternativen gibt, gehen wir von einer intakten Aufwärtsbewegung aus.

Montag, 16. Mai 2011

Börsenranking KW 19 -Risken verunsichern Börsianer

Börsenranking KW 19

Eine etwas kritischere Weltsicht der Börsianer, ausgelöst durch die volatilen Rohstoffmärkte, lässt die Aktienmärkte derzeit seitwärts tendieren. Die kurzfristigen Trends sind in fast allen Märkten mittlerweile negativ. Auf Jahressicht bleiben die meisten Börsen im Aufwärtstrend, sind aber kurzzeitig in einer Korrekturphase.

Für Unsicherheit sorgen einerseits die Entwicklungen am Devisenmarkt und andererseits das Außenhandelsdefizit der USA und die weitere Straffung der Geldpolitik in China. Unterstützung bieten hingegen die überwiegend immer noch guten Ausblicke der Unternehmen und das positive Wirtschaftswachstum in Europa, welches dank Deutschland überraschend stark ausgefallen ist.

Mittwoch, 4. Mai 2011

EURCHF KW 17 - Trendlinie hält

EURCHF Wochenchart

Der Euro konnte die Unterstützung durch die grün eingezeichnete Trendline verteidigen und bestätigt dadurch denbeginnenden kurzfristigen Aufwärtstrend seit Anfang des Jahres. Langfristig zeigt der Hoose Indikator einen übergeordneten Abwärtstrend an.

Dienstag, 3. Mai 2011

S&P 500 KW 17 - Jahreshoch

S&P 500 Wochenchart

Der S&P 500 konnte diese Woche ein Jahreshoch ausbilden und sich sichtbar vom Lehman Kursniveau lösen. Der langfristige Trendfolgeindikator Hoose bleibt grün, der Aufwärtstrend somit intakt. Laut Fibonacci-Timezones erreichen der Index die nächste Umkehrzone Mitte Juli.

Montag, 2. Mai 2011

Börsenranking KW 17 - Emerging Markets unter Druck

Börsenranking KW 17

Während die Developed Markets durchwegs in allen Zeitfenstern ein positives Momentum aufweisen, sind die Emerging Markets - inklusive Österreich :-) - auf Monatssicht in einer Abwärtsbewegung. Bei längerfristiger Betrachtungsweise ist der zwar Trend positiv, befindet sich aber in einer Korrekturphase (rote Richtungsspalte).

Mittwoch, 27. April 2011

EURCHF KW 16

EURCHF Wochenchart

Der Euro konnte sich über der beginnenden kurzfristigen Aufwärtstrendline halten und bestätigte sie dadurch automatisch. Der langfristige Hoose Indikator bleibt weiterhin rot und deutet einen übergeordneten Abwärtstrend an. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich ein neuer Langfristtrend ausbilden wird.

Dienstag, 26. April 2011

S&P 500 - KW 16

S&P Wochenchart

Das Big Picture ist beim S&P 500 nach wie vor unverändert: Langfristige Trendfolge (Hoose Indikator) bleibt grün, Aufwärtstrend intakt, Kampf um das Lehman Brothers Kursniveau.

S&P 500 vs. % der Aktien über 200 Tagesdurchschnitt

Positiv bleibt weiterhin, dass mehr als 88% der Aktien im S&P 500 über ihrem 200 Tages Moving Average notieren.

Samstag, 23. April 2011

Börsenranking KW 16 - Osterfriede

Börsenranking KW 16

Versöhnlich gehen die Börsen mit durchwegs positiven Signalen in die Osterfeiertage. Auf kurze Sicht sind nur Russland, ATX, Bovespa und Europe Finance leicht angschlagen.

Donnerstag, 21. April 2011

Der Dax und sein Herrchen

Kennen Sie die Geschichte, mit der André Kostolany seinen Lesern die Funktionsweise der Börse erklärte?

Sie geht so: " Ein Mann geht auf der Straße spazieren.Er hat seinen Hund dabei. Und wie Hunde sich verhalten, läuft er vor und kommt wieder zu seinem Herrchen zurück. Dann läuft er wieder vor, sieht, dass er zu weit gelaufen ist, und kommt wieder zurück. So geht es die ganze Zeit. Am Ende kommen sie beide am gleichen Ziel an. Doch während der Mann schön langsam einen Kilometer zurückgelegt hat, ist der Hund herumgerast und hat vier Kilometer zurückgelegt. Der Mann ist die Wirtschaft und der Hund ist die Börse." (Kostolany, André 2007)

Dieses Gleichnis wollen wir direkt anhand eines DAX- und BIP-Deutschland-Wachstumscharts überprüfen:

DAX vs. BIP Wachstum Deutschland

Während zu Beginn der 90er Herr und Hund ziemlich gleichauf laufen, wird der Hund bis zum Internethypezeitalter sehr lebendig und läuft weit davon, um dann sehr schnell wieder zurück zu kommen. Gleiches gilt für den Immobilienhype bis zum Höhepunkt der Blase 2007, wobei der Absturz das Herrchen (BIP-Wachstum) nicht mehr erreicht, sondern vorher (trotz Überschwappen der Krise auf die Staaten und Banken) in eine extrem schnelle, V-förmige Erhohlung übergeht.

Im Klartext unterstellt die Börse seit Anfang der 90er Jahre für den DAX ein 8%-iges Wirtschaftswachstum pro Jahr. Werte die mittlerweile auch die Emerging Markets nur mehr vereinzelt erreichen.

DAX vs. lineare Wachstumsraten

Mittwoch, 20. April 2011

EURCHF KW 15

EURCHF KW 15 - Wochenchart

Der Euro hat an der oberen Begrenzung des Abwärtskanals kehrt gemacht und bewegt sich wieder in Richtung Süden. Interessant wird, ob die zarte Unterstützung bei 1,28 hält und sich die Basis für den Beginn eines Aufwärtstrends bilden kann. Grundsätzlich zeigt der Hoose Indikator einen intakten Abwärtstrend an.