Montag, 19. Dezember 2011

Von Wachstum, Inflation und Deflation im neuen Jahr 2012

Die OECD senkte ihre Wachstumsprognosen für 2012 deutlich. In der Mai Prognose waren in der EURO-Zone noch rund 2% Wachstum prognostiziert, in der Novemberprognose ist es nur mehr ein Zehntel, nämlich 0,2%. Die EURO Inflationserwartung liegt im 10 Jahresbereich bei 2%.
Sieht man sich die Prognosen des Internationalen Währungsfonds an, dann sagt dieser für die EURO-Zone ein Wirschaftswachstum von 0,7% im nächsten Jahr voraus. Die Wachstumsländer sind wieder China und Indien, mit 8,8 % bzw. 7,5% Wachstumserwartung. Diese Länder haben somit ein Wirtschaftswachsum, daß 8-9 mal so stark sein wird, wie jenes der Eurozone. Für die USA erwarten die Experten des Währungsfonds immerhin ein Wachstum von 1,9%, also das fast 3fache der EURO-Zone.
Bei der Inflation wird in der EURO-Zone ein Wert von 1,6% erwartet, dieselbe Inflation wie in den USA. Die Inflation in der EURO-Zone wird also sinken.

Die Zinsen sind wie festgefroren, die FED hält an ihrem Plan fest, die Zinsen frühestens 2013 anzuheben. Man kann sich vorstellen, daß die EZB bei den Zinsen auch nicht viel Spielraum haben wird, ohne die Konjunktur noch zusätzlich zu belasten.

Die EZB möchte auch die Inflation in der EURO-Zone bei 2% oder darunter halten.

Das Fazit aller Zahlen und Ausblicke läßt darauf schließen, daß die momentane Angst vor einem inflationären EURO eigentlich keine Substanz hat. HYperinflationsängste dürften sich 2012 als unbegründet erweisen. Spannend wird dennoch, wie sich der EURO gegen andere Währungen behaupten wird können. Ein Nachgeben der Kurse wäre aber durchaus ein Gewinn für die Exporte und könnte die Konjunktur etwas beflügeln.

Das Wachstum wird im neuen Jahr jedoch extrem niedrig. Es wird sicher ein schwieriges Jahr für die Wirtschaft.

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