Sonntag, 18. Dezember 2011

Zinssicherung ohne Zusatzkosten

Angesichts der Tatsache, dass es die vorherrschende Marktmeinung ist, die Staatsschuldenkrise führe in absehbarer Zeit zu rasant steigender Inflation, bietet sich für alle Kreditnehmer eine Zinsabsicherung zum heutigen Zeitpunkt an. Während der Kauf eines Zinscaps mit einer Upfrontzahlung verbunden ist, die für viele Kreditnehmer zu hoch erscheint, fallen bei Abschluss eines Swapvertrags keine Prämienzahlungen an:

Bei einem Zinsswap wird über eine festgelegte Laufzeit ein konstanter Festzins gegen einen in regelmäßigen Abständen angepassten variablen Zins getauscht. Wer nicht sofort den Festzins zahlen möchte, schliesst einen Forwardswap mit dem gewünschten Startzeitpunkt und Laufzeit ab. Denn mit einem Forward Swap kann ein Zins festgelegt werden, der auf einen weiter in der Zukunft liegenden Zeitraum angewendet wird. So kann z.B. heute ein Swap vereinbart werden, bei dem beginnend in 2 Jahren die Parteien über dann 10 Jahre Zinsen tauschen.

Aktuelle Forward Swapsätze:


Zu diesen Sätzen muss dann nur noch der Aufschlag für den Kredit auf den variablen Zinssatz (hier der 6 Monats Euribor) gerechnet werden. Den Euribor erhält der Kreditnehmer vom Swappartner und zahlt ihn an seine Hausbank weiter, während er den festen Satz an den Swappartner zahlen muss. So würde man aktuell mit dieser Konstruktion z.B. in zwei Jahren beginnend die nächsten zehn Jahre 2,85% plus Aufschlag bezahlen. Die meisten Banken bieten diese Swapkonditionen ab EUR 250.000,-- an. Für kleinere Kredite wâre ein Zusammenschluss von Kreditnehmer in einer GesbR durchaus denkbar.



Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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