Dienstag, 31. Januar 2012

Die Geldflut kommt (Inflation?) - Morgenbericht vor Börsenstart

1 Prozent Zins werden die Banken für das frische EZB Geld Ende Februar zahlen. Laufzeit ist unlimitiert. Die Financial Times hat ermittelt, dass bei der diesmaligen Auktion die Banken kräftig zulangen werden. Man rechnet mit 1 Billion Ausleihungen. Mit diesem Geld werden unter anderem Staatsanleihen gekauft und so die Haushalte finanziert. Quantitative Easing über die Hintertüre.

Die Europäische Politik hat sich gestern zu einem Sparpaket geeinigt, man will eine Schuldenbremse einführen und verstärkte Kontrollen der EU zulassen . Dazu wurde noch ein 500 Milliarden EURO Paket für notleidende Staaten auf den Weg gebracht. Das Geld dürfte also in nächster Zeit nicht ausgehen.
Es fehlt auch nicht an Zwischenrufen aus den USA, die den Europäern den Rat geben, noch mehr Geld in die Hand zu nehmen und die Krise entschlossen zu bekämpfen.

Bei all dem Geld stellt sich natürlich automatisch die Frage nach einer zukünftigen Inflation. Fachlich erklärt gibt es nur eine Inflation, wenn das Geld im Wirtschaftskreislauf ankommt. Derzeit sind die ganzen Gelder, obwohl wir Niedrigzinsen haben, noch nicht via Kredite oder Ausgaben an den realen Märkten angekommen. Wenn dies der Fall wäre, dann steigt der Inflationsdruck. Zusammenfassend kann man sagen: Wir arbeiten an einer zukünftigen Inflation!

Um bei all den Milliarden neuen Euros wieder auf reale Probleme zurückzukehren: Heute wurde  die 3 Millionen Marke bei den Arbeitslosen in Deutschland wieder überschritten. Es sind, laut Forschern, jedoch sogar weniger als im letzten Jänner und die Arbeitslosenzahlen steigen im Winter immer (Viele Baustellen ruhen im Winter). In Spanien sind 45% der Jugendlichen ohne Arbeit, in Europa 21% der jungen Menschen. Die Frage sei erlaubt: Wo bleibt eigentlich die Geldbazooka zur Verringerung der Arbeitslosigkeit. 

Was bedeutet das für den DAX heute. Die freudige Erwartung auf den Geldsegen wird die Verkäufer ihre Aktien behalten lassen und so wird nach der gestrigen Korrektur eine Konsolidierung mit leichtem Anstieg die wahrscheinlichste Variante bleiben. Die Indikationen zeigen derzeit einen positiv eröffnenden Markt.

Wichtige Daten heute:

Wirtschaftsdaten:
Europa: Konsumentenvertrauen (UK), Einzelhandelsumsatz (D), Produzentenpreise (F), (I); Konsumentenausgaben (F), Baugenehmigungen (E), Konsumentenpreisindex (E), Arbeitslosenquote (I), (D), (Euroraum); Geldmenge M4 (UK), Hypothekenzusagen (UK), Leistungsbilanz (E)

USA:
Hauspreisindex, Chicago PMI, Konsumentenvertrauen




Dieser Blogbeitrag dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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