Donnerstag, 16. Februar 2012

Argentinien als Beispiel für Griechenland

Die Banken in Südamerika scheinen gute Bilanzen zu haben. Gestern berichteten wir über die Banken in Brasilien, heute gehen wir weiter südlich und schauen uns in Argentinien um. Die Grupo Financiero Galicia berichtete gestern von einem Gewinnanstieg um 87%. 

Argentinien hat einen unglaublichen Aufstieg hingelegt. Das Wirtschaftswachstum Argentiniens betrug 2010 9,2%, 2011 sind rund 8% erwartet und 2012 immerhin noch 4,2%. Hier ist das Realwachstum gemeint.
 Argentinien hat sich nach den katastrophalen Jahren 2001 und 2002, den Jahren des Staatsbankrottes, gemausert. Von 2002 bis 2011 stieg das BIP preisbereinigt um über 90 Prozent. Haupttriebkräfte waren Investitionen und Konsum. Die Tatsache, dass Argentinien Schwierigkeiten hatte, im Ausland Kredit zu bekommen, und kaum Direktinvestitionen aus dem Ausland flossen, tat dem keinen Abbruch. Nach drei Jahren war die Wirtschaftsleistung von 1998 wieder erreicht. Der Beschäftigungsstand stieg auf einen Rekordwert, die Arbeitslosigkeit fiel auf acht Prozent und der Anteil der Armen ging massiv zurück. Hier werden Erinnerungen an Griechenland wach.

2008 wurde massiv Liquidität von der Börse genommen, die Pensionskassen wurden verstaatlicht. In diesem Jahr verlor der Merval 80% seines Wertes, das war im lateinamerikanischen Raum der größte Verlust eines Indizes. Im Jahr 2012 war der Merval jedoch ein Topperformer, legte er doch rund 20% zu.  

Wirtschaftsdaten:
Europa: Kfz-Neuzulassungen (Euroraum), BIP (E), Einzelhandelsumsatz (NL), Arbeitslosenquote (NL), Handels- und Leistungsbilanz (I)
USA: Produzentenpreisindex, Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche 6, registrierte Arbeitslose, Baubeginne und -genehmigungen, Philadelphia-Fed-Index 

Dieser Blogbeitrag dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

1 Kommentar:

  1. (Silvio Gesell, Vorwort zur 4. Auflage der NWO, 1920) "Die Entwicklung vom Herdenmenschen, vom Teilmenschen zum selbständigen Vollmenschen, zum Individuum und Akraten, also zum Menschen, der jede Beherrschung durch andere ablehnt, setzt mit den ersten Anfängen der Arbeitsteilung ein. Sie wäre längst vollendete Tatsache, wenn diese Entwicklung nicht durch Mängel in unserem Bodenrecht und Geldwesen unterbrochen worden wäre – Mängel, die den Kapitalismus schufen, der zu seiner eigenen Verteidigung wieder den Staat ausbaute, wie er heute ist und ein Zwitterding darstellt zwischen Kommunismus und Freiwirtschaft. In diesem Entwicklungsstadium können wir nicht stecken bleiben; die Widersprüche, die den Zwitter zeugten, würden mit der Zeit auch unseren Untergang herbeiführen, wie sie bereits den Untergang der Staaten des Altertums herbeigeführt haben":

    http://www.deweles.de/files/untergang.pdf

    (Jesus von Nazareth, Thomas-Evangelium, Logion 85) "Adam war aus einer großen Kraft und einem großen Reichtum entstanden, und er wurde dennoch euer nicht würdig; denn wenn er würdig geworden wäre, hätte er den Tod nicht geschmeckt":

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

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