Freitag, 17. Februar 2012

Mexiko, ein Land mit Reserven


Mexicos Wirtschaft ist im Jahr 2011 um 3,9% gewachsen. Das letzte Quartal war nicht den Erwartungen gemäß ausgefallen, man verzeichnete nur ein Wachstum von 0,42 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Dennoch konnten Lateinamerikas Hauptbörsen zulegen. In São Paulo gewann der Index der Bovespa-Börse  773 Punkte oder 1,18 Prozent auf 66.141 Zähler hinzu. In Mexiko konnte der IPC-Index 347,69 Punkte oder 0,92 Prozent auf 38.212,24 Zähler zulegen. In Argentinien schloss der Merval-Index mit einem Anstieg von 42,19 Punkten oder 1,54 Prozent auf 2.767,66 Zählern. 

Grund des leichter werdenden Wachstums in Mexico ist der Exportrückgang und die sinkende Agrarproduktion. Mexiko hat natürlich eine Abhängigkeit zu den USA, gerade in der industriellen Produktion., so dass es nicht verwunderlich ist, dass auch Mexiko unter der momentanen Situation mitleidet. Die mexikanische Regierung erwartet heuer ein Wirtschaftswachstum von 3,5%, also lediglich um 0,4% Punkte weniger als letztes Jahr. Man sieht die Zukunft positiv. Wirtschaftswissenschafter sehen in Mexiko auch eine ganze Reihe von stiller Reserven, man könnte durch legistische Maßnahmen und Steuerreformen das Wirtschaftswachstum um rund 1% Punkt nach oben schrauben, es scheitert derzeit noch an der politischen Mehrheit.
Positiv ist auch das Anspringen der Inlandsnachfrage und der Inlandslöhne. Mexiko macht sich auf den Weg etwas autarker zu werden.

wichtige Termine heute:
Europa: Produzentenpreise (D), (A); Leistungsbilanz (Euroraum), Einzelhandelsumsatz (UK)
USA: Konsumentenpreisindex, Frühindikatoren

Dieser Blogbeitrag dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

1 Kommentar:

  1. Wenn in unserer Wirtschaft von Wachstum die Rede ist, dann ist stets das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gemeint. Wir betrachten noch einmal die Gleichung

    Y = W + R.

    Zurzeit wächst das Bruttoinlandsprodukt Y kaum noch, aber die Vermögen der Haushalte wachsen auf Grund der durch den Zinseszinseffekt wachsenden Zinserträge R stark an. Daraus schließen wir aber unmittelbar, dass die Einkommen W sinken müssen. Wir haben somit eine fundamentale Begründung für sinkende Löhne bzw. für Arbeitslosigkeit gefunden. Und wir verstehen auch, warum die Wirtschaft wachsen muss – nicht etwa, damit es allen Haushalten „besser geht“, sondern damit die Lohnzahlungen gegenüber den Zinszahlungen ausreichend hoch gehalten werden können, damit also die Zinszahlungen nicht zuviel vom Bruttoinlandsprodukt „wegfressen“ und die unteren Haushaltsgruppen ihren Konsum noch finanzieren können:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/11/der-blinde-fleck-der.html

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