Freitag, 7. September 2012

Brasiliens Inflation bei bis zu 11% im August

Die Produkte, die in den Warenkorb zur Messung der Inflation eingehen, sind Dinge des täglichen Bedarfs. Wenn also, wie in Florianópolis, Santa Catarina, in diesem August die Preise um fast elf Prozent ansteigen, dann hat das Konsequenzen für die Mehrheit der Haushalte. In elf von den 17 analysierten Städten gab es Preisveränderungen um mehr als zehn Prozent. In Aracaju, Sergipe, stiegen die Preise gar um 16,9 Prozent. Betroffen sind von solchen Steigerungsraten nicht nur die ärmeren Schichten, sondern es trifft fast alle Haushalte. Das Irritierende dabei ist, dass es Städte im innerbrasilianischen Vergleich gibt, die sogar eine Deflation zu verzeichnen haben. Belo Horizonte in Minas Gerais ist so eine Stadt, in der die Preise im August um fast ein Prozent gesunken sind.

In Brasilien basiert die Erhebung der Inflation auf den Ergebnissen aus der Messung in Städten, deren Warenkörbe miteinander verglichen werden. Damit ist die Stichprobe groß und gut über die Bundesstaaten verteilt, zeigt aber nur ein Bild des städtischen Brasiliens. Durchgeführt wird die Messung der Inflation neben dem gewerkschaftsübergreifenden Institut für Statistik und sozioökonomische Studien (Departamento Intersindical de Estatística e Estudos Socioeconômicos, kurz: Dieese), dessen Zahlen hier wiedergegeben sind, durch die Stiftung Getulio Vargas (Fundação Getulio Vargas, kurz: FGV). Beide Institute kommen aber zu ähnlichen Ergebnissen. (Quelle: brasilnews.de)

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