Sonntag, 18. November 2012

Dow Jones, Dax, S&P 500: Die Starken überleben - Survivorship Bias im Index

Kennen Sie Milwaukee and St. Paul Railway oder Chicago and North Western Railway oder Delaware, Lackawanna and Western Railroad. Nein. Diese Aktien hätten sie im ersten Dow Jones Average am 3. Juli 1884 vorgefunden. Wären sie bereits schon damals auf der Welt gewesen und hätten in diese Aktien investiert, wären sie heute nicht besonders wohlhabend.



Hätten sie hingegen 1889 den Dow Jones zu 50 gekauft, würden sie sich heute bei einem Stand von 12500 die Hände reiben.

 Der Index stellt einen Aktienkorb dar, dessen Entwicklung er abbildet. Wenn nun eine Aktie schwächelt oder gar insolvent wird, wird sie einfach aus dem Index geschmissen. Dies ist der Grund, warum man den Index mit dem Phänomen Survivorship Bias betitelt. Ein Index stellt nur jene Aktien dar, die überleben und zu den stärksten zählen.

Dies sollten sie immer mitbedenken, wenn man oft liest, dass man sein Geld in Aktien in den letzten 50 Jahren um so oder soviel vermehren konnte. Da sind die schlechten schon rausgerechnet.

Wenn Sie also alte historische Geschichten von Dow Jones, Dax, S&P 500 und co. hören, aufgepasst!

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