Mittwoch, 28. November 2012

Jeder zweite Schweizer steht zu Euro-Mindestkurs

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Schweizer haben eine klare Meinung, was den Euro-Mindestkurs ihres Franken betrifft.



Mit seinem Rat an die Schweizerische Nationalbank (SNB), den Euro-Mindestkurs anzuheben, sorgte der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger für Aufsehen. In einem Interview mit dem „Tagesanzeiger“ erklärte der Ökonom zuletzt, die Schweizer Wirtschaft würde bei einer Untergrenze von etwa 1,35 deutlich besser dastehen (FONDS professionell berichtete). In der Schweiz sieht man dies offenbar anders, wie eine aktuelle Umfrage der Schweizer Wirtschafts- und Finanzplattform „Cash“ unter 2.000 Teilnehmern belegt.



46 Prozent der befragten Eidgenossen sind der Auffassung, dass der von der SNB seit September 2011 verteidigte Euro-Mindestkurs von 1,20 Schweizer Franken beibehalten werde sollten. Knapp ein Drittel (32 Prozent) votierte für eine Abschaffung der Koppelung an die Gemeinschaftswährung. Und lediglich 22 Prozent teilten Bofingers Meinung, dass die Kurs-Untergrenze höher angesetzt werden sollte.



Devisenreserven auf Rekordstand
Als Folge des Euro-Franken-Mindestkurses kletterten die Devisenreserven der SNB in den ersten neun Monaten des Jahres auf einen Rekordstand von knapp 430 Milliarden Schweizer Franken – das entspricht einem Anstieg um mehr als 40 Prozent. Die Anlagen in Euro beliefen sich per 30. September 2012 auf 210,6 Milliarden Schweizer Franken. (dw)
Quelle: www.fondsprofessionell.at


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