Freitag, 14. Dezember 2012

Zinsen sind am Boden. Oder geht es gar noch weiter runter?

Sparer leiden derzeit unter dem niedrigen Zinsniveau und unter der Inflation. Die Inflationsrate übersteigt ihre Zinseinahmen, somit ergibt sich eine reale Geldentwertung. Am krassesten ist es in der Schweiz, wo die Credit Suisse ab 21. Dezember Negativzinsen für Spareinlagen verlangen wird. Dies dürfte wohl den Weltuntergang des Geldes einläuten.



Unzählige Berichte befassen sich mit dem Thema, wann die Zinsen steigen. Allensamt ist der Tenor, dass die Zinsen wohl noch eine lange Zeit unten bleiben werden. Wachstumsängste, Schuldenkrise und Bankenkrise sind in den Köpfen verankert. Das niedrige Zinsniveau ist laut der Volkswirtschaftlichen Lehre ein Wachstumsankurbler. Sollten die Zinsen erhöht werden, droht die Gefahr das Wachstum abzuwürgen.

Die Immobilienpreise profitieren auch von diesem Zinsniveau, kann man doch billige Kredite in ein Haus verwandeln. Stellen sie sich vor, die Zinsen wachsen auf 7% an; Dies würde wohl eine Verkaufswelle bei den Immobilien einläuten.

Nun stellt sich aber die Frage, gibt es noch Luft nach unten. Einfache Antwort: Ja. Der 12-Monats EURIBOR liegt derzeit bei 0,539 % und sank im Dezember kontinuierlich. Der Leitzins der EZB liegt derzeit bei 0,75%, die amerikanische FED beziffert den Zins mit einem Korridor zwischen 0% und 0,25%. Dies ist ein drittel des europäischen Leitzinses. Die Amerikaner haben denniedrigen Zins bereits seit 2008. Die EZB nähert sich diesem Wert immer mehr kontinuierlich an. In vergangenen Jahr ist der Leitzins von 1,25% auf 0,75% abgesenkt worden. Der Unterschied zwischen der FED und der EZB ist noch weit, deshalb ist auch ein Sinken der Zinssätze nicht unwahrscheinlich.


Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Investdenker mobile - Finance Blog of the Year 2012 - Nominee

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen