Donnerstag, 12. Dezember 2013

Was tun gegen Inflation?



Wie kann man sich gegen die Inflation aufstellen. Der einfachste Weg ist der Ankauf von sogennannten Inflation Linked Bonds, deren Verzinsung an die Inflation angepasst werden. Hier heißt es aber auch genau hinsehen, denn man muß beachten, wer der Emittent ist.

Aktien sind auch geeignet, die Inflation auszugleichen.
Die Firmen profitieren von den höheren Preisen und Aktien sollten langfristig auch der Erhöhung Rechnung tragen. Bei Aktien gilt aber auch, das man sehr genau schauen sollte, in welche Firma man sein Geld anlegt. Ein Einbruch des Geschäftsmodells des Unternehmens oder eine weltweiter Rückgang der Nachfrage im Hauptgeschäft kann zu sehr negativen Auswirkungen auf den Kurs führen.

Was ist mit Immobilien? Immobilien eignen sich langfristig auch zum Inflationausgleich. Man muß aber bedenken, daß man beim Ankauf der Immobilie erhebliche Kosten hat (Notar, Makler, Grundbucheintragung, Steuern), die sich in der Höhe von 10% des Kaufwertes bewegen. Die Bausubstanz wird auch nicht jünger und verliert so an Wert. Es gibt natürlich immer wieder Ausnahmen, die an unwiederbringlichen Lagen stehen.

Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen

Freitag, 22. November 2013

EURCHF - Euro Schweizer Franken Kurs läuft ins Dreieck

In letzter Zeit gab es bei diesem Währungspaar immer wieder Interventionen seitens der SNB zur Stützung des Euros. Sieht man sich den wöchentlichen Chart des Währungspaares an, sieht man das nachlassende Interesse der Händler an diesem Paar.  Es hat sich nun ein waschechtes charttechnisches Dreieck herausgebildet.


Nun steht das Dreieck kurz vor seinem Ausbruch. Es gibt nun zwei Szenarien. Erstens kann der Schweizer Franken nach oben weggehen, dann wäre das längerfristige Kursziel Richtung 1,26. Sollte jedoch die andere Richtung gewählt werden, so sind vorerst 1,21 die große Barriere.

Es gibt für beide Szenarien Argumente, wenngleich ich die Variante eins bullishen Ausbruchs favorisiere.


Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen

Dienstag, 22. Oktober 2013

Konjunkturaussichten solide, Geldpolitik locker

Jetzt, wo der US-Schuldenstreit vorerst zu den Akten gelegt wurde, konzentrieren sich die Börsen wieder auf die eigentlichen Kurstreiber: Quartalszahlen und Geldpolitik. Vor allem an der US-Leitbörse ist die neue Quartalssaison bislang überdurchschnittlich gelaufen. Das gilt vor allem für die Aktien an der Technologiebörse Nasdaq. Bislang zeichnet sich auch kein großer Wachstumseinbruch ab. Die Bank of America senkte zwar ihre Wachstums-Prognose für die US-Konjunktur im ersten Quartal 2014 von 3,3 Prozent auf 2,8 Prozent. Ein Wachstum von 2,8 Prozent wäre allerdings immer noch solide und im oberen Bereich dessen, was wir in den letzten Quartalen gesehen haben. Dieses Wachstum reichte immerhin aus, um den Leitindex S&P 500 auf deutliche neue Allzeithochs zu liften. Der DAX dürfte auch weiterhin im Fahrwasser der US-Börsen segeln.

Auch das Wachstum in China, nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, zieht wieder an. Für das dritte Quartal wurde ein Anstieg auf 7,8 Prozent von zuvor 7,5 Prozent gemeldet. Hier wirken sich vermutlich die staatlichen Konjunkturmaßnahmen vom Frühjahr aus. Für die Eurozone bessern sicvh die Aussichten ebenfalls. Laut einem Bericht der "Welt" gehen die Analysten von Ernst & Young davon aus, dass die Wirtschaft in der Eurozone im Jahr 2014 um 0,9 % wachsen wird. 2015 könnte das BIP demnach sogar um 1,5 % zulegen. Die Konjunktur in Deutschland soll in beiden Jahren um 1,7 % wachsen.

Von Seiten der Geldpolitik kommt aktuell auch kein Störfeuer für die Aktienbörsen. Zwar drohen einzelne US-Notenbanker immer mal wieder mit einem Ende der Lockerungspolitik. Allerdings ist die künftige US-Notenbankchefin Yellen nicht gerade dafür bekannt, ein Fan einer straffen Geldpolitik zu sein, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Die meisten Beobachter gehen in der Zwischenzeit nicht mehr davon aus, dass die Fed im laufenden Jahr damit beginnen wird, die Wertpapierkäufe zu reduzieren. Die Deutsche Bank nennt nun frühestens den März 2014 als möglichen Termin

Kurzfristig kann es zu Rückschlägen kommen, da am vergangenen Freitag ein kleiner Terminverfallstag stattfand. Im Umfeld solcher Tage kommt es häufiger zu kurzfristigen Trendwenden. Mittelfristig sind die Aussichten für Konjunktur und Geldpolitik jedoch positiv für den Aktienmarkt. Auch saisonal beginnt gerade eine der besten Perioden. Eine Jahresendrally ist deshalb sehr wahrscheinlich.
(Quelle: Dax Daily)


Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. 

Montag, 21. Oktober 2013

Europas Sparer lassen vier Billionen Euro renditefrei versauern

In Europa machen Bargeldbestände 42 Prozent des Vermögens von Privathaushalten aus, in den USA dagegen nur 18 Prozent. Höchste Zeit, auch diesseits des Atlantiks mehr Geld in Fonds zu packen, meint der Luxemburger Branchenverband ALFI.

Die europäischen Privathaushalte verfügen über ein Vermögen von insgesamt vier Billionen Euro, das nicht professionell verwaltet wird und deshalb entweder an Wert verliert oder Wachstumschancen verpasst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Londoner Beratungsunternehmens Mackay Williams im Auftrag des Luxemburger Fondsverbands ALFI (Association of the Luxembourg Fund Industry).

"Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass die europäischen Privathaushalte über eine enorme Summe an Bareinlagen verfügen – die sogar höher ist als das Gesamtvermögen aller Haushalte Südamerikas –, die davon profitieren würden, in Investmentfonds investiert zu werden", sagte ALFI-Präsident Marc Saluzzi.
(Quelle: fondsprofessionell.at)

Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. 

Montag, 14. Oktober 2013

Noch fünf Jahre Bullenmarkt?

Aus technischer Perspektive deutet an den weltweiten Aktienmärkten alles auf weitere Kursanstiege hin, berichtet die US-Fondsgesellschaft Fidelity. 2014 sei aber erst einmal eine Konsolidierungspause zu erwarten.

Noch drei bis fünf Jahre lang könnte es für die Aktienkurse in den USA, Großbritannien und Europa weiter bergauf geben, prognostiziert Jeff Hochman, Leiter der technischen Analyse bei Fidelity Worldwide Investment – allerdings sei mit größeren Kurssteuerungen erst ab dem Jahr 2015 wieder zu rechnen. "Nachdem sich amerikanische und europäische Aktienmärkte in den vergangenen vier Jahren konsequent nach oben bewegt haben, droht diesem Trend 2014 zwar nicht das Ende, aber eine Pause", sagt Hochman: "Der voraussichtlich ein Jahr anhaltenden Konsolidierungsphase dürfte 2015 eine deutliche Aufwärtsbewegung folgen, die den bereits im März 2009 begonnenen Bullenmarkt fortsetzt." Für die kommenden drei bis fünf Jahre sehe es für Aktien im Vergleich zu Anleihen recht gut aus.(Quelle: fondsprofessionell.at, Fidelity)

Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Montag, 7. Oktober 2013

Immobilien-Markt: Wohnen wird noch teurer


 Die Wohnungspreise steigen auch heuer rascher als die Inflation. Eine Trendwende ist nicht in Sicht, doch der Preisanstieg flacht sich ab.


"Niedrige Zinsen und turbulente Börsen verführen die Anleger dazu, ihr Geld in Immobilien zu stecken. Das hat zur Folge, dass die Preise stärker steigen als die Mieten und sich das Immobiliengeschäft immer weniger rechnet. Eine Trendwende ist noch nicht in Sicht. Wie aus dem jüngsten Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer hervorgeht, haben sich Baugrundstücke gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent verteuert. Gebrauchte Eigentumswohnungen wurden um 5,2, neue Wohnungen um 4,4 Prozent teurer. Vor einem Jahr betrug der Anstieg mehr als sechs Prozent.

Grundbuch statt Sparbuch Wer ein Reihenhaus erwirbt, muss um 3,7 Prozent mehr hinlegen als vor einem Jahr, Mieter müssen um 3,5 Prozent tiefer in die Tasche greifen. Auch Büromieten und Einfamilienhäuser verteuerten sich stärker, als die Inflationsrate anstieg (diese lag im Vorjahr bei 2,4Prozent). Lediglich die Mieten für Geschäftslokale blieben mit einem Plus von 1,7 Prozent hinter der Teuerung zurück.

Preise für Wohnungsneubau sind gestiegen

Dienstag, 1. Oktober 2013

Tatsächliche Inflation ist deutlich höher als die Inflationsstatistik


In den USA liegt die tatsächliche Inflation bereits bei mindestens 8 Prozent, während die offiziellen Statistiken noch von rund 1% Inflation sprechen.

Die von den Behörden geschönte Inflationsstatistik dient einerseits dazu, die Folgen der US-Geldpolitik zu verschleiern und andererseits als Argument für eine fortgesetzte extreme Geldpolitik der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed).

Die statistischen Berechnungen der Inflationsrate wurden in den USA bereits viele Male geändert, um die Lage zu beschönigen. Doch die hohen Preise für Benzin, Strom, Gesundheitssystem und Universitäten machen die tatsächliche Inflation deutlich.

Bereits im letzten Jahr zeigte der Blog The Blaze die massiven Preisänderungen zwischen 2002 und 2012 auf. In diesem Zeitraum wurden etwa Eier um 73 Prozent teurer, Kaffee um 90 Prozent und Erdnussbutter um 40 Prozent. Die Beobachtungen der Leser des Finanzblogs hartgeld.com zur Preisentwicklung in Deutschland zeigen, dass auch in Deutschland die offiziellen Zahlen nicht stimmen können.

Problematisch an dieser Entwicklung ist nicht nur, dass der Wert des Ersparten rapide abnimmt. Die Löhne sind weit davon entfernt, sich um jährlich 8 Prozent zu erhöhen. Die meisten Bürger werden folglich immer ärmer. (Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten)

Quelle: shadowstats.com




Donnerstag, 26. September 2013

Inflation: Österreich teurer als Deutschland


Inflation. Seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise ist in Österreich der Anstieg der Verbraucherpreise um ein Viertel höher als in Deutschland.

Zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise wurde eine Hyperinflation befürchtet. Denn die Notenbanken fluteten die Märkte mit riesigen Beträgen, um das Schlimmste zu verhindern. Doch es gibt keine Hyperinflation, die Geldentwertung vollzieht sich schleichend.

Laut einer Analyse der Bank Austria erhöhten sich in Österreich die Verbraucherpreise seit Mitte 2009 bis heute kumuliert um 10,7 Prozent, in Deutschland nur um 7,5 Prozent. Für die höhere Inflation in Österreich sind die Ausgabengruppen Verkehr, Wohnen und Nahrungsmittel verantwortlich. Das größere Problem dabei ist aber der Anstieg der Inflation in Relation zum teilweise stagnierenden Einkommen.

Vor allem Mietkosten schießen in die Höhe

Besonders interessant ist die Dynamik im Bereich Wohnen. Hier war in den vergangenen vier Jahren der stärkste Anstieg bei den Mieten zu beobachten: Diese kletterten in Österreich seit Mitte 2009 um 16 Prozent, während es in Deutschland lediglich ein Plus von fünf Prozent gab.

Zukunftsaussichten

Die Bank Austria schätzt, dass die Mieten auch heuer mit drei Prozent stärker steigen werden als die gesamten Verbraucherpreise, die 2013 auf ein Plus von 1,9 Prozent kommen werden. Die Inflation frisst damit weiterhin die Sparzinsen auf. Denn der Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank liegt bei 0,5 Prozent.
(Quelle: Die Presse)

Freitag, 20. September 2013

Hauspreiskrise in den Niederlanden


  • Nicht nur im Süden, sondern auch im Zentrum der Währungsunion gibt es gravierende wirtschaftliche Probleme.
  • Die Niederlande leiden unter einer schweren Hauspreiskrise, die noch eine Weile anhalten wird.
  • Wenn es eine Euro-Hausse an den Aktienmärkten geben sollte, werden die Märkte in Amsterdam davon nicht profitieren.
Die herrschende Vorstellung des Euroraums ist falsch. Normalerweise teilen wir die Währungsunion auf in die Problemländer im Süden (inkl. Frankreich) und in das gesunde Zentrum in der Mitte unter anderem mit Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Finnland. Schauen Sie sich jetzt aber die Grafik an. Dort sieht das ganz anders aus. Das reale Bruttoinlandsprodukt hat sich seit dem Höhepunkt der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 von den dort aufgeführten Ländern in Frankreich am besten entwickelt. Deutschland (und – nicht aufgeführt – Österreich) folgt mit kleinem Abstand. Dann kommt lange, lange nichts. Im unteren Teil der Grafik finden sich erst die Niederlande und dann Spanien.

Der Ausreißer sind also die Niederlande. Sie gehören formell zwar zu den "guten" Staaten. Ihre Wirtschaftslage ist aber ausgesprochen schlecht. Seit 2008 sind sie fast ununterbrochen in einer Rezession. Das öffentliche Defizit betrug im letzten Jahr 4,1 %. Die Staatsverschuldung lag bei 71,2 %, also auch über dem Maastricht-Kriterium. Die Preissteigerung bewegt sich mit 2,6 % über dem Zielwert, den die Europäische Zentralbank vorgibt. Woher kommt das und wie ist es im Hinblick auf die Europrobleme zu beurteilen?


Entscheidend für die Niederlande sind die Probleme des Häusermarktes. Ganz ähnlich wie in Spanien oder in den Vereinigten Staaten stiegen in den letzten Jahrzehnten die Häuserpreise stark an. In Holland spielte hier die staatliche Förderung eine große Rolle (steuerliche Abzugsfähigkeit der Hypothekenzinsen). Hinzu kam, dass die Banken großzügig und ohne große Sicherheiten Kredite vergaben. Die privaten Haushalte verschuldeten sich außerordentlich stark. Ihre Verbindlichkeiten in Prozent des verfügbaren Einkommens liegt derzeit bei fast 300 %, verglichen mit "nur" rund 100 % etwa in Deutschland oder in Frankreich.

2008 platzte die Blase. Seitdem sind die Häuserpreise um über 20 % eingebrochen. Experten rechnen mit einer weiteren Verringerung in den nächsten zwei Jahren in zweistelliger Höhe. Die privaten Haushalte standen vor einem riesigen Schuldenberg, der durch den Wert ihrer Häuser nicht mehr gedeckt war. Sie mussten ihren Konsum spürbar einschränken. Die Banken hatten große Bestände an faulen Krediten. Sie waren gezwungen, ihr Neugeschäft zurückführen. Der viertgrößte Finanzdienstleister SNS Reaal musste vom Staat übernommen werden. Die Unternehmen schränkten ihre Investitionen ein, da es an Nachfrage fehlte.

Einzig der Export hätte helfen können. Aber auch er konnte die fehlende Nachfrage nicht ausgleichen, weil die Lohnstückkosten in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen waren. Das hat die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen geschwächt. Zudem gehen über 50 % der holländischen Ausfuhren in die Länder des Euroraums, die unter schwachem Wachstum leiden. Zu allem Überfluss mussten in dieser Zeit die öffentlichen Haushalte ihre Defizite zurückfahren und damit Kaufkraft aus dem Privatsektor abziehen.

Der Vorteil der Niederländer gegenüber Südeuropa ist, dass sie keine Finanzierungsprobleme haben. Von den Rating-Agenturen haben sie die Bestnote AAA. Die Zinsen, die sie am Kapitalmarkt zahlen, sind nach wie vor niedrig (10-jährige Staatspapiere 2,40 %).

Mit dem Euro hat das Ganze nichts zu tun. Der Anstieg der Häuserpreise begann schon lange vor der Einführung der gemeinsamen Währung. Es ist aber klar, dass die Schwierigkeiten in der öffentlichen Diskussion in Holland damit in Verbindung gebracht werden. Es wird gefragt, ob es dem Land nicht ohne den Euro besser gehen würde. Hier spielt die rechtskonservative Partei von Geert Wilders eine wichtige Rolle, die für einen Austritt aus dem Euro plädiert.

Vier Lehren daraus für die Eurokrise: Erstens gibt es nicht nur Schwierigkeiten in den südeuropäischen Peripherieländern. Auch im so gesunden Norden läuft nicht alles rund.

Zweitens gibt es nicht nur Probleme durch eine mangelhafte Stabilitätspolitik, die durch Sparen überwunden werden können. Holland war immer bekannt dafür, dass es zusammen mit Deutschland für eine konsequente Stabilitätspolitik eintrat. Man darf daher nicht nur auf die Maastricht-Kriterien achten (wie das bei der Beurteilung der Wirtschaftspolitik der Mitgliedsländer im Europäischen Semester inzwischen auch geschieht).

Drittens haben die Niederländer aufgrund ihrer Probleme erheblich größere Schwierigkeiten beim Aufbringen der Hilfsgelder für Südeuropa als beispielsweise Deutschland. Das sollte man im Kopf haben, wenn sich die Deutschen über die hohen Lasten der Transfers beklagen.

Viertens schließlich, auch wenn Südeuropa eines Tages wieder im Lot sein wird, sollten wir nicht davon ausgehen, dass dann im Euro auf Dauer alles in Butter ist. In einer Währungsunion wird es – wie in jedem Staat – immer wieder und aus ganz unterschiedlichen Gründen Probleme in einzelnen Regionen geben. Das gehört zur Wirklichkeit des Lebens. Sie sollten nicht alle der Währung angelastet werden. Sie sind auch nicht alle zu lösen, indem man die gemeinsame Währung abschafft oder ein Land ausscheidet. Ein bisschen mehr Pragmatismus hinsichtlich der Währung wäre daher nicht schlecht.

Für den Anleger:
Die Aktienmärkte in den Niederlanden haben auf die Schwierigkeiten ganz anders reagiert als die Märkte in Südeuropa. Sie haben sich in den letzten Jahren nur relativ wenig ermäßigt (seit 2008 minus 35 %). Wenn die Schwierigkeiten in Holland überwunden sein werden, ist hier daher nicht mit einer großen Relief-Rallye zu rechnen. Schauen Sie am holländischen Aktienmarkt nicht so sehr auf die gesamtwirtschaftliche Situation des Landes. Wichtiger sind die großen Konzerne, die am Weltmarkt agieren.

(Quelle: Direktanlage.at)


Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. 




Montag, 16. September 2013

Wird die USA innerhalb von nur fünf Jahren Saudi Arabien und Russland als weltgrößte Ölproduzenten ablösen?


Die USA fördern soviel Öl wie seit 24 Jahren nicht mehr, der Anstieg dämpft nach Ansicht der Energieagentur den Ölpreis

Die USA produzieren dank des umstrittenenFracking-Booms derzeit so viel Öl wie seit 24 Jahren nicht mehr. In der vergangenen Woche förderte das Land pro Tag 7,57 Millionen Barrel (das Fass zu 159 Liter), wie die Energiebehörde EIA am Mittwoch bekanntgab. Zuletzt förderte das Land im Dezember 1989 mehr Öl als heute.
Verantwortlich für den spektakulären Anstieg der Ölförderung in den USA ist vor allem die Weiterentwicklung der Fördertechnik Fracking, die von Umweltschützern stark kritisiert wird. Dabei
werden Wasser, Chemikalien und Sand unter hohem Druck in Schiefergestein gepresst, um dieses aufzubrechen (fracken) und so Reserven zu erschließen. Anfang 2011 lag die Öl-Produktion noch unter sechs Millionen Barrel pro Tag.

Dämpfer für Ölpreis

Nach Ansicht der Internationalen Energieagentur IEA wirkt der Anstieg der Ölförderung in den USA bereits dämpfend auf den Ölpreis, denn die Technik habe Produktionsausfälle in Libyen und im Irak aufgefangen. Die USA werden nach Einschätzung der EIA in diesem Jahr erstmals mehr Öl fördern als importieren.
Die in Paris ansässige IEA rechnet damit, dass die USA innerhalb von nur fünf Jahren Saudi Arabien und Russland als weltgrößte Ölproduzenten ablösen. Beim so genannten Fracking werden Wasser, Chemikalien und Sand unter hohem Druck in Schiefergestein gepresst, um dieses aufzubrechen (fracken) und so Öl- und Gas-Reserven zu erschließen. In Deutschland hatte sich die Koalition vor der Bundestagswahl nicht auf eine Regelung des Fracking einigen können. Auch in Österreich ist das Thema heftig umstritten. Die heimische OMV hat sich von entsprechenden Plänen bis auf weiteres verabschiedet.

Geheimvertrag

Das Thema Fracking wird allerdings durchaus auch in den USA immer wieder kontrovers diskutiert. Ein von der Justiz abgesegneter und Anfang August an die Öffentlichkeit gelangter Geheimvertrag zwischen einem Ehepaar und drei Energieunternehmen sorgte jüngst wegen einer Verschwiegenheitsklausel für minderjährige Kinder für Aufsehen. Die "Pittsburg Post Gazette" veröffentlichte ein Abkommen aus dem Jahr 2011, das dem Paar 750.000 Dollar (knapp 565.000 Euro) zusprach. Im Gegenzug verlangte es Verschwiegenheit über die Förderung von Schiefergas mittels der umstrittenen Methode. Dagegen, dass dies auch für ihre sieben und zehn Jahre alten Kinder gelten soll, wehren sich die Eltern nun.
Chris und Stephanie Hallowich waren dem Bericht zufolge gegen die Unternehmen Range Resources, Williams Gas/Laurel Mountain Midstream und MarkWest Energy im Bundesstaat Pennsylvania vorgegangen. Sie warfen ihnen vor, dass zur Gewinnung von Schiefergas in der Nähe ihres Bauernhofs eingesetzte Chemikalien ihre Gesundheit schädigten. Unter anderem klagten Eltern und Kinder über Schmerzen an Augen, Ohren und im Rachenraum.
Die Eltern erklärten nun, ihnen sei bei der Unterzeichnung des Vertrags bewusst gewesen, dass sie sich zu
lebenslanger Verschwiegenheit verpflichteten. Dass dies aber auch die Kinder betreffe, sei ihnen nicht klar
gewesen. "Das können wir gar nicht kontrollieren", wurde die Mutter zitiert. Der derzeitige Anwalt der Familie, Peter Villari, gab an, ein solcher Vertrag sei ihm in seiner 30-jährigen Laufbahn noch nicht begegnet.
(Quelle: Der Standard, Reuters 14.8.2013)

Donnerstag, 12. September 2013

Wie Banken Kleinsparer ganz gezielt schädigen

Ein Frankfurter Ökonom hat nachgewiesen, dass deutsche Banken ihren Kunden gezielt Aktien unterjubeln, die sie selbst loswerden wollen. Besonders betroffen sind vermögende Privatkunden. Von


Banken haben derzeit nicht das beste Image. Umso mehr tun sie alles, um dies zu ändern: Sie geben sich geläutert, geloben Besserung, inszenieren sich als servile Dienstleister ihrer Kunden. Doch genau dies sind sie offenbar nicht. Vielmehr ist ihnen der eigene Gewinn stets wichtiger als das Kundenwohl. Zumindest legt dies eine umfassende Studie nahe, die nun öffentlich wurde.
Falko Fecht, Professor an der Frankfurt School of Finance and Management, hat darin nachgewiesen, dass Banken ihr eigenes Gewinnziel ganz klar über die Bedürfnisse ihrer Kunden stellen und dabei auch nicht davor zurückschrecken, ihren Kunden Schaden zuzufügen.
Zumindest gilt dies für die großen Banken, die auch Eigenhandel mit Aktien betreiben, und noch mehr für jene, die zusätzlich für ihre Kunden auch die Verwaltung kompletter Vermögen übernehmen.
Fecht, der zeitweise auch als Forschungsprofessor bei der Bundesbank tätig ist, hat dazu umfassende Datensätze analysiert, die er von der Bundesbank erhalten hat. Diese erfassen sowohl die Aktienbestände, die eine Bank in den eigenen Büchern hält, als auch jene, die sie für Kunden verwaltet, aufgeschlüsselt nach einzelnen Aktien.

102 Banken hat er untersucht und dabei eine interessante Entdeckung gemacht: "Wenn der Bestand einer bestimmten Aktie in den Büchern der Bank von einem Quartal zum nächsten zurückgegangen ist, dann tauchen genau diese Aktien plötzlich in den Depots der Kunden dieser Bank auf", sagt Fecht.
Umgekehrt jedoch gilt dies nicht: Wenn der Bestand einer Aktie bei den Kunden zurückgeht, dann übernimmt sie nicht die Bank, sondern sie werden offenbar über die Börse verkauft.

Banken schieben Aktien an Kunden ab


Wenn ein Institut also Aktien loswerden möchte, dann verkauft es diese nicht über die Börse, sondern schiebt sie den eigenen Kunden unter. Besonders klar ist dieser Effekt bei jenen Instituten, die ihren Kunden gleichzeitig auch aktives Vermögensmanagement anbieten, die ihnen also die komplette Verwaltung des Vermögens anbieten.
Dies ist nur logisch, denn hier ist es leicht, Aktien zu verschieben. Meist erhalten solche Kunden nur am Ende jedes Quartals eine Übersicht darüber, welche Aktien in ihren Portfolios sind. Was zwischendurch passiert, wird meist nicht mitgeteilt.
Zudem hat Fecht festgestellt, dass vor allem Aktien kleinerer Unternehmen, die an der Börse nicht so liquide sind, an die Kunden weitergegeben werden. Daraus ergibt sich für ihn auch eine mögliche Erklärung: "Wenn eine Bank größere Aktienpakete an der Börse verkaufen möchte, dann droht sie sich damit selbst den Preis kaputt zu machen." Je illiquider eine Aktie, umso stärker wäre dieser Effekt. Reicht sie die Papiere dagegen an die eigenen Kunden weiter, bleibt diese Preisreaktion aus.
Dies alles wäre nun an sich noch kein Skandal. Schließlich könnte die Bank ganz selbstlos jene Aktien an die Kunden weitergeben, die sie für besonders aussichtsreich hält. Sie könnte also in Vorleistung gehen und dann, wenn die Zeit gekommen ist, ihren Kunden gewinnträchtige Aktien übergeben. Doch leider ist dies nicht so, und auch dies konnte Fecht nachweisen.
Dazu hat er untersucht, wie jene Aktien, die an die Kunden weitergegeben wurden, sich entwickelten und wie sich andererseits jene Aktien entwickelten, die bereits in deren Portfolios waren. Das Ergebnis ist deutlich: "Die untergejubelten Aktien lagen im Folgequartal im Durchschnitt einen Prozentpunkt hinter denjenigen, die Kunden nicht von der Bank erhalten haben", hat Fecht ausgerechnet. Die Bank gibt also ganz offensichtlich jene Aktien an ihre Kunden weiter, die sie selbst nicht mehr haben möchte, weil sie sie für Verlustbringer hält.

Bei kleineren Instituten besser aufgehoben


Schließlich hat Fecht auch noch untersucht, wie sich die Kundenportfolios insgesamt bei den einzelnen Banken entwickelt haben. "Und dieses Ergebnis hat uns aus den Socken gehoben", sagt Fecht. "Die Aktien von Kunden bei Banken mit Eigenhandel erzielen eine signifikant schlechtere Rendite als jene ohne Eigenhandel."
Die Konsequenz wäre also, dass Kunden – vor allem Vermögende – jene Banken meiden sollten, die gleichzeitig auch Eigenhandel betreiben. Bei kleineren Instituten wären sie demzufolge besser aufgehoben, auch wenn diesen meist unterstellt wird, dass sie nicht nahe genug am Markt sind und nicht genug Marktkenntnisse haben, die sie an die Kunden weitergeben können.
Ein Punkt macht diese Schlussfolgerung jedoch fragwürdig und die Studie angreifbar: Die Daten, auf denen die Ergebnisse basieren, stammen aus den Jahren 2005 bis 2009. Aufgrund des Umfangs der Daten sei eine schnellere Analyse jedoch nicht möglich gewesen, sagt Fecht. Zudem habe er die Ergebnisse zunächst auf diversen Fachkongressen vorgestellt und diskutieren lassen, um wirklich ganz sicher sein zu können, dass sie hieb- und stichfest sind. Auf der Basis dieser Diskussionen sei die Studie auch in großen Teilen noch einmal umgeschrieben worden.

Seit 2009 hat sich viel getan


So ergeben die Daten aber nur, dass die Banken ihre Kunden in der Vergangenheit offensichtlich geschädigt haben. Gleichzeitig hat sich seit 2009 in der Bankenwelt aber viel getan. Die Institute beteuern heute beispielsweise allesamt, dass sie überhaupt keinen Eigenhandel mit Aktien mehr betreiben. Dort, wo sie selbst noch Aktien in den Büchern hätten, gehe dies auf ihre Tätigkeit als Broker für die Kunden oder die Marktpflege zurück, zu der sie verpflichtet seien, um die Liquidität zu garantieren.
Die Abgrenzung zwischen diesen Aufgaben und dem Eigenhandel, bei dem die Bank auf eigene Rechnung spekuliert, um Rendite zu erzielen, ist jedoch schwierig bis unmöglich. Fecht bezweifelt daher auch die Aussage, dass die großen Banken keinen Eigenhandel mehr betreiben: "Ich halte es für unwahrscheinlich, dass der Eigenhandel komplett eingestellt wurde."
Als Nächstes will sich Fecht übrigens die Fondsgesellschaften vornehmen. Er will untersuchen, ob auch jene Gesellschaften, die zu einer Bank mit Eigenhandelsaktivitäten gehören, gezielt jene Aktien in die Fonds ihrer Kunden packen, die die Bank selbst loswerden möchte. Und die Datensätze dazu, die er untersuchen wird, reichen von 2007 bis heute.
(Quelle: Die Welt)


Mittwoch, 31. Juli 2013

Die Aktie als Schuldtauschmittel - Bank of Cyprus

Nun wurde es veröffentlicht, wie die cypriotischen Bank of Cyprus zu ihrem Geld zur Sanierung kommt. Die vermögenden Kunden, die ein Guthaben über 100.000,-- Euro auf ihrem Konto liegen haben, werden ihr Kapital zu 47,5% in Aktienkapital umgewandelt sehen.
Man munkelt von einer Summe in der Höhe von 4 Milliarden Euro, welches die Sparer zur Sanierung beitragen. Im Gegenzug sollen sie Aktien der Bank bekommen.
Die Aktien sind derzeit mit rund 5 Cent notiert, werden aber nicht gehandelt. Dies wird voraussichtlich erst wieder im Oktober der Fall sein. Sollten dann viele Sparer ihre Aktien auf den Markt werfen wollen, dann wird das wahrscheinlich schon herbe Auswirkungen auf den Kurs haben.
Die größten Verluste in diesem Zusammenhang haben Pensionsfonds staatlicher Firmen und reiche Russen. Man dar gespannt sein, wie die erste Aktionärsversammlung von statten geht.

Montag, 10. Juni 2013

Prognosen - Eine stimmt immer!

Es gibt sie wie Sand am mehr, die Versuche in die Zukunft zu schauen - im Fachjargon die Prognose.
Unterschiedliche Verfahren führen zu den Inhalten der Prognose: Manche prognostizieren aus ihrem Bauchgefühl heraus, andere verwenden quantitative Prognosemodelle (z.B. statistische Verfahren) und wieder andere bauen auf qualitative Prognosemodelle (z.B. Befragungen).

Alle Prognosen haben eines gemeinsam, sie sind nicht sicher. Doch die unüberschaubare Zahl an Prognosen lässt auch den Schluss zu: Eine stimmt sicher!

Was kann man aber von Prognosen halten?
Stimmen die Prognosen - Kann sein oder auch nicht!
Bei qualitativen Prognosen ist der Fehler oft darin, dass jüngere Ereignisse in der Prognose überbewertet werden und besondere Ereignisse im Gedächtnis präsenter verankert und die Prognose dominieren.

Bei quantitativen Verfahren werden meist anhand von Daten aus der Vergangenheit zukünftige Daten errechnet. Diese Prognosen bringen nur was, wenn die Vergangenheit ähnlich der Zukunft verläuft. Historische Ereignisse werden nicht erkannt.

Häufig werden Prognosen auch dazu verwendet, um das Verhalten von Menschen zu beeinflussen. Die Prognose spiegelt somit das Interesse des Prognostikers wider.  

Wichtig bei der Bewertung der Prognosen ist es immer die Herkunft der Prognose zu beachten . Sollte von einer Goldmine eine Schätzung des Goldpreises kommen, wird man kaum hören "Gold wird sich im nächsten Jahr halbieren"!
Auch die derzeitig kursierenden Inflationsprognosen werden gerne maßlos übertrieben und machen aus einer "gewohnten Inflation" (z.B. 2%) eine Hyperinflation wie in den 20ern.

Wichtig wie bei allen, ist es sich eine eigene Meinung über die Zukunft zu bilden. Sie werden mit dieser sicher nicht schlechter liegen, als viele "professionelle" Prognosen.

Mittwoch, 3. April 2013

5% - was ist das schon! Verlustreihen und ihre Auswirkung.

Das Kernproblem, mit dem jedes aktiv gemanagte Investment zu tun hat, sind Verlustfolgen oder -reihen. Jede Investmentidee hat ihre Stärken und Schwächen. Niemand kann nur gewinnbringende Investments tätigen.

Teuflisch wird das ganze, wenn man eine Serie von Verlusten einstecken muß. Nun denken wir mal über die Auswirkungen von einem Verlust von 5% nach.
Was solls! Eine Aktie ist von 100 auf 95 gesunken. "Das verkrafte ich schon." So oder so ähnlich denken viele.

Doch was ist wenn mir das ein paar mal hintereinander passiert.
Das ist dann genau so.




Nach dem 14. Verlusttrade infolge habe ich also mehr als 50% meines Kapitals vernichtet. Im Klartext: Ich muß durch meine künftigen Investments 100% machen, damit ich wieder am Anfang bin.
In der Grafik kann man den Verlusten direkt beim sinken zusehen.



Daher ist die wichtigste Grundüberlegung beim Investieren - was traue ich mir zu. Welche Verlustreihen in welcher Höhe können bei meinem Trading entstehen. Daraus ergibt sich dann die Lösung, wieviel ich pro Handel riskieren kann.

Mittwoch, 27. März 2013

Neues Szenario: "Your Account could be cyprused!"

Eine Schlagzeile in Australien lautet: ""Invest in Gold or Your Bank Account Could be Cyprused." Die Furcht "cyprused" zu werden schwebt also bis nach Australien.

Aber auch Gold wurde schon "gecyprused". Im Jahre 1933 verbat der amerikanische Präsident Roosevelt per Gesetz für alle amerikanischen Bürger den Besitz von Gold.  Damals musste man sein Gold abgeben und es gegen 20,67 US-Dollar pro Feinunze eintauschen. Öffnungen von Bankschließfächern wurden durchgeführt. Wer zuwider handelte wurde mit einer Haftstrafe belegt.

Heute ist das Gold je Feinunze rund 1604 Dollar wert. Es ist also 80 mal soviel wert, wie man damals bekommen hat. Die erhaltenen 20,67 Dollar hätte man über die gesamte Laufzeit mit einem Nettozinssatz von 5,59% verzinsen müssen, damit man auf diese Summe heute käme.

Hätte man damals die 20,67 Dollar immer zu der jährlich aktuellen Verzinsung eines 10 jährigen Treasury Bill der USA angelegt, dann wären heute 1174,71 Dollar übrig. Dies ergibt sozusagen einen Abgang gegenüber dem Gold von 429,29 Dollar oder schlicht 26% weniger. Somit wurde man damals "cyprused".




Montag, 18. März 2013

Zypern dämpft EURO

Heute Montag hat der Euro gegenüber dem USD um über 1,3% nachgegeben. Dies dürfte wohl eien zusätzliche Wirkung aus dem zypriotischen Rettungspaket sein. Die Investoren verlieren das Vertrauen in die Währung, weil niemand weiss, ob sich nicht auch noch weitere Beteiligungsdiskussionen der Anleger an anderen Staatsschulden entwickeln.

Das Heranziehen der Sparbuchbesitzer zur Rettung der zypriotischen Finanzen ist ein Novum, dessen Auswikungen nicht vorhersehbar sind. Einerseits kommt eine Senkung des EURO der europäischen Exportwirtschaft zu pass, andererseits weiß man nicht, ob nicht immer mehr Anleger mit dem Abzug der Gelder aus den Banken reagieren und ihr Geld wieder nach hause schaffen, sofern sie keine Euroanleger sind.

Das schlimmste wäre ein sogenannter Bankenrun, indem die Anlger ihre Gelder von den Banken abheben. Dies wäre wohl die schlimmste Katastrophe für das Geldsystem. Gerade dei Anleger in den gefährdetetn Staaten Italien, Portugal usw. werden sich die Entwicklungen wohl genau ansehen und schon bei zarten Hinweisen auf derartige Entwicklungen die Gelder abziehen.

Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. 


Samstag, 9. März 2013

Haben wir Lehren aus dem Fall Lehman gezogen?

"Nach der Pleite von Lehman Brothers und dem Ausbruch der Finanzkrise haben wir alle erwartet, dass es nicht in derselben Tonart weitergehen könne. Die Finanzmärkte würden reguliert werden, es würde ein Kulturwandel erfolgen, die schlimmsten Auswüchse von Gier und Übertreibung würden gestoppt werden. So hätte die Sache sogar ihr Gutes gehabt.

Doch was ist seither geschehen? Wir halten viereinhalb Jahre nach Lehman, und der wichtigste Börsen-Leitindex Dow Jones hat diese Woche einen Rekordstand erreicht. Dieses Kursfeuerwerk hat seinen Hauptgrund in einer Schwemme billigen Geldes. Notenbanken fluten die Märkte, dieser Geldregen sucht sich seine Anlage, und die wichtigste Anlagealternative in Zeiten historisch niedriger Zinsen lautet eben: Kaufe Aktien!

Wir haben es daher mit sehr stark politisch motivierten Börsen zu tun. Die Stimulation führt zur Aufblähung der Bilanzen der Notenbanken, zu künstlich getriebenen Börsengewinnen, die mit realen Effekten nur bedingt zu tun haben. Wir gehen weiterhin auf dünnem Eis."

Quelle: Oberösterreichische Nachrichten, 09.03.2013, Gerhard Mandlbauer
Ganzer Artikel: http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/leitartikel/Leitartikel;art11085,1079241

Dienstag, 19. Februar 2013

Goldkurs aktuell auf dem Niveau von 1978

Inflationsbereinigt befindet sich der Goldkurs aktuell auf dem Niveau von 1978

Neben Renditeaspekten werden aber gerade im Fall von Gold seine vorteilhaften Portfolioeigenschaften betont, die auch in der jüngsten Finanzkrise überaus deutlich zum Vorschein kamen. Die Korrelation zu anderen Assetklassen ist gering, gleichzeitig bieten Goldengagements einen natürliche Inflationssicherung



Die Kaufkraft von Gold als Rohstoff schwankt im Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Der langfristigen Goldpreisentwicklung durch Förderkosten stehen kurzfristige Goldpreisentwicklungen durch An- und Verkauf von Goldreserven gegenüber. Allerdings unterliegt der Goldpreis keinen Folgen einer Währungsreform. Anders als beispielsweise Anleihen sind Goldbarren und Goldmünzen an kein Zahlungsversprechen von Regierungen oder Unternehmen gebunden. Während Gold keine Schulden gegenüberstehen, hängt die Rückzahlung einer Anleihe von der Kreditwürdigkeit des Emittenten ab. Dem Besitzer physischen Goldes droht keine Enteignung durch Insolvenz eines Schuldners. Eine Investition in Gold unterscheidet sich von auf Papier gedruckten Anlagen.

Würde das aktuelle Geldangebot für den US-Dollar mit der nationalen Goldreserve unterlegt, läge der Gleichgewichtspreis im Juni 2009 bei 6852 Dollar pro Feinunze. Für den Euro ergäbe sich ein Wert von 2925 Dollar und für den Schweizer Franken ein Wert von 3512 Dollar pro Feinunze.


Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Freitag, 15. Februar 2013

Zentralbanken kaufen massiv Gold

Der Kauf der Zentralbanken im gesamten Jahr stieg im Vergleich zu 2011 um 17 Prozent - auf höchsten Wert seit 1964. Seit der Finanzkrise setzen in erster Linie die Notenbanken der Schwellenländer auf Gold. Sie beendeten damit eine zwei Jahrzehnte andauernde Phase, in denen die Zentralbanken weltweit vor allem Gold verkauft haben. Im Jahr 1980 machte Gold rund 60 Prozent der weltweiten Notenbankreserven aus. Zuletzt waren es nur noch zwölf Prozent. Doch nun steigt der Anteil wieder.

Unter dem Strich fällt Bilanz des Goldjahres gemischt aus: Während die Privatinvestoren weniger zu Gold griffen, kauften die Staaten mehr ein. Das könnte auch erklären, warum der Goldpreis zuletzt keine klare Richtung fand. In den vergangenen Monaten pendelte der Preis zwischen 1600 und 1700 Dollar je Feinunze, nachdem er zuvor jahrelang gestiegen war. Charttechnisch liegen aktuell die Widerstände bei 1909/1790/1678 Dollar und die Unterstützungen bei 1543/1421/1315 Dollar.


 

Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Donnerstag, 14. Februar 2013

EZB will einen leichteren EURO - Vorsicht beim Franken Wechselkurs

EZB Chef Draghi probiert den Eruo herunterzureden.

"Der Wechselkurs ist kein geldpolitisches Ziel, aber er ist wichtig für Wachstum und Preisstabilität. Wir wollen sehen, ob die Aufwertung fortwährend ist, und ob sie unsere Beurteilung der Risiken für die Preisstabilität verändert." (Draghi nach der Sitzung des Zentralbankrates am 7. Februar in Frankfurt).

Dienstag, 15. Januar 2013

Was DAX-Prognosen taugen

Einen außerordentlich gut geschriebenen Artikel von Roland Klaus über die Tauglichkeit von DAX-Prognosen wollen wir Ihnen nicht verschweigen.
Im Original nachzulesen auf
http://www.wallstreet-online.de/nachricht/5079368-meinung-dax-prognosen-taugen