Montag, 10. Juni 2013

Prognosen - Eine stimmt immer!

Es gibt sie wie Sand am mehr, die Versuche in die Zukunft zu schauen - im Fachjargon die Prognose.
Unterschiedliche Verfahren führen zu den Inhalten der Prognose: Manche prognostizieren aus ihrem Bauchgefühl heraus, andere verwenden quantitative Prognosemodelle (z.B. statistische Verfahren) und wieder andere bauen auf qualitative Prognosemodelle (z.B. Befragungen).

Alle Prognosen haben eines gemeinsam, sie sind nicht sicher. Doch die unüberschaubare Zahl an Prognosen lässt auch den Schluss zu: Eine stimmt sicher!

Was kann man aber von Prognosen halten?
Stimmen die Prognosen - Kann sein oder auch nicht!
Bei qualitativen Prognosen ist der Fehler oft darin, dass jüngere Ereignisse in der Prognose überbewertet werden und besondere Ereignisse im Gedächtnis präsenter verankert und die Prognose dominieren.

Bei quantitativen Verfahren werden meist anhand von Daten aus der Vergangenheit zukünftige Daten errechnet. Diese Prognosen bringen nur was, wenn die Vergangenheit ähnlich der Zukunft verläuft. Historische Ereignisse werden nicht erkannt.

Häufig werden Prognosen auch dazu verwendet, um das Verhalten von Menschen zu beeinflussen. Die Prognose spiegelt somit das Interesse des Prognostikers wider.  

Wichtig bei der Bewertung der Prognosen ist es immer die Herkunft der Prognose zu beachten . Sollte von einer Goldmine eine Schätzung des Goldpreises kommen, wird man kaum hören "Gold wird sich im nächsten Jahr halbieren"!
Auch die derzeitig kursierenden Inflationsprognosen werden gerne maßlos übertrieben und machen aus einer "gewohnten Inflation" (z.B. 2%) eine Hyperinflation wie in den 20ern.

Wichtig wie bei allen, ist es sich eine eigene Meinung über die Zukunft zu bilden. Sie werden mit dieser sicher nicht schlechter liegen, als viele "professionelle" Prognosen.