Dienstag, 22. Oktober 2013

Konjunkturaussichten solide, Geldpolitik locker

Jetzt, wo der US-Schuldenstreit vorerst zu den Akten gelegt wurde, konzentrieren sich die Börsen wieder auf die eigentlichen Kurstreiber: Quartalszahlen und Geldpolitik. Vor allem an der US-Leitbörse ist die neue Quartalssaison bislang überdurchschnittlich gelaufen. Das gilt vor allem für die Aktien an der Technologiebörse Nasdaq. Bislang zeichnet sich auch kein großer Wachstumseinbruch ab. Die Bank of America senkte zwar ihre Wachstums-Prognose für die US-Konjunktur im ersten Quartal 2014 von 3,3 Prozent auf 2,8 Prozent. Ein Wachstum von 2,8 Prozent wäre allerdings immer noch solide und im oberen Bereich dessen, was wir in den letzten Quartalen gesehen haben. Dieses Wachstum reichte immerhin aus, um den Leitindex S&P 500 auf deutliche neue Allzeithochs zu liften. Der DAX dürfte auch weiterhin im Fahrwasser der US-Börsen segeln.

Auch das Wachstum in China, nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, zieht wieder an. Für das dritte Quartal wurde ein Anstieg auf 7,8 Prozent von zuvor 7,5 Prozent gemeldet. Hier wirken sich vermutlich die staatlichen Konjunkturmaßnahmen vom Frühjahr aus. Für die Eurozone bessern sicvh die Aussichten ebenfalls. Laut einem Bericht der "Welt" gehen die Analysten von Ernst & Young davon aus, dass die Wirtschaft in der Eurozone im Jahr 2014 um 0,9 % wachsen wird. 2015 könnte das BIP demnach sogar um 1,5 % zulegen. Die Konjunktur in Deutschland soll in beiden Jahren um 1,7 % wachsen.

Von Seiten der Geldpolitik kommt aktuell auch kein Störfeuer für die Aktienbörsen. Zwar drohen einzelne US-Notenbanker immer mal wieder mit einem Ende der Lockerungspolitik. Allerdings ist die künftige US-Notenbankchefin Yellen nicht gerade dafür bekannt, ein Fan einer straffen Geldpolitik zu sein, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Die meisten Beobachter gehen in der Zwischenzeit nicht mehr davon aus, dass die Fed im laufenden Jahr damit beginnen wird, die Wertpapierkäufe zu reduzieren. Die Deutsche Bank nennt nun frühestens den März 2014 als möglichen Termin

Kurzfristig kann es zu Rückschlägen kommen, da am vergangenen Freitag ein kleiner Terminverfallstag stattfand. Im Umfeld solcher Tage kommt es häufiger zu kurzfristigen Trendwenden. Mittelfristig sind die Aussichten für Konjunktur und Geldpolitik jedoch positiv für den Aktienmarkt. Auch saisonal beginnt gerade eine der besten Perioden. Eine Jahresendrally ist deshalb sehr wahrscheinlich.
(Quelle: Dax Daily)


Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. 

Montag, 21. Oktober 2013

Europas Sparer lassen vier Billionen Euro renditefrei versauern

In Europa machen Bargeldbestände 42 Prozent des Vermögens von Privathaushalten aus, in den USA dagegen nur 18 Prozent. Höchste Zeit, auch diesseits des Atlantiks mehr Geld in Fonds zu packen, meint der Luxemburger Branchenverband ALFI.

Die europäischen Privathaushalte verfügen über ein Vermögen von insgesamt vier Billionen Euro, das nicht professionell verwaltet wird und deshalb entweder an Wert verliert oder Wachstumschancen verpasst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Londoner Beratungsunternehmens Mackay Williams im Auftrag des Luxemburger Fondsverbands ALFI (Association of the Luxembourg Fund Industry).

"Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass die europäischen Privathaushalte über eine enorme Summe an Bareinlagen verfügen – die sogar höher ist als das Gesamtvermögen aller Haushalte Südamerikas –, die davon profitieren würden, in Investmentfonds investiert zu werden", sagte ALFI-Präsident Marc Saluzzi.
(Quelle: fondsprofessionell.at)

Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. 

Montag, 14. Oktober 2013

Noch fünf Jahre Bullenmarkt?

Aus technischer Perspektive deutet an den weltweiten Aktienmärkten alles auf weitere Kursanstiege hin, berichtet die US-Fondsgesellschaft Fidelity. 2014 sei aber erst einmal eine Konsolidierungspause zu erwarten.

Noch drei bis fünf Jahre lang könnte es für die Aktienkurse in den USA, Großbritannien und Europa weiter bergauf geben, prognostiziert Jeff Hochman, Leiter der technischen Analyse bei Fidelity Worldwide Investment – allerdings sei mit größeren Kurssteuerungen erst ab dem Jahr 2015 wieder zu rechnen. "Nachdem sich amerikanische und europäische Aktienmärkte in den vergangenen vier Jahren konsequent nach oben bewegt haben, droht diesem Trend 2014 zwar nicht das Ende, aber eine Pause", sagt Hochman: "Der voraussichtlich ein Jahr anhaltenden Konsolidierungsphase dürfte 2015 eine deutliche Aufwärtsbewegung folgen, die den bereits im März 2009 begonnenen Bullenmarkt fortsetzt." Für die kommenden drei bis fünf Jahre sehe es für Aktien im Vergleich zu Anleihen recht gut aus.(Quelle: fondsprofessionell.at, Fidelity)

Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Montag, 7. Oktober 2013

Immobilien-Markt: Wohnen wird noch teurer


 Die Wohnungspreise steigen auch heuer rascher als die Inflation. Eine Trendwende ist nicht in Sicht, doch der Preisanstieg flacht sich ab.


"Niedrige Zinsen und turbulente Börsen verführen die Anleger dazu, ihr Geld in Immobilien zu stecken. Das hat zur Folge, dass die Preise stärker steigen als die Mieten und sich das Immobiliengeschäft immer weniger rechnet. Eine Trendwende ist noch nicht in Sicht. Wie aus dem jüngsten Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer hervorgeht, haben sich Baugrundstücke gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent verteuert. Gebrauchte Eigentumswohnungen wurden um 5,2, neue Wohnungen um 4,4 Prozent teurer. Vor einem Jahr betrug der Anstieg mehr als sechs Prozent.

Grundbuch statt Sparbuch Wer ein Reihenhaus erwirbt, muss um 3,7 Prozent mehr hinlegen als vor einem Jahr, Mieter müssen um 3,5 Prozent tiefer in die Tasche greifen. Auch Büromieten und Einfamilienhäuser verteuerten sich stärker, als die Inflationsrate anstieg (diese lag im Vorjahr bei 2,4Prozent). Lediglich die Mieten für Geschäftslokale blieben mit einem Plus von 1,7 Prozent hinter der Teuerung zurück.

Preise für Wohnungsneubau sind gestiegen

Dienstag, 1. Oktober 2013

Tatsächliche Inflation ist deutlich höher als die Inflationsstatistik


In den USA liegt die tatsächliche Inflation bereits bei mindestens 8 Prozent, während die offiziellen Statistiken noch von rund 1% Inflation sprechen.

Die von den Behörden geschönte Inflationsstatistik dient einerseits dazu, die Folgen der US-Geldpolitik zu verschleiern und andererseits als Argument für eine fortgesetzte extreme Geldpolitik der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed).

Die statistischen Berechnungen der Inflationsrate wurden in den USA bereits viele Male geändert, um die Lage zu beschönigen. Doch die hohen Preise für Benzin, Strom, Gesundheitssystem und Universitäten machen die tatsächliche Inflation deutlich.

Bereits im letzten Jahr zeigte der Blog The Blaze die massiven Preisänderungen zwischen 2002 und 2012 auf. In diesem Zeitraum wurden etwa Eier um 73 Prozent teurer, Kaffee um 90 Prozent und Erdnussbutter um 40 Prozent. Die Beobachtungen der Leser des Finanzblogs hartgeld.com zur Preisentwicklung in Deutschland zeigen, dass auch in Deutschland die offiziellen Zahlen nicht stimmen können.

Problematisch an dieser Entwicklung ist nicht nur, dass der Wert des Ersparten rapide abnimmt. Die Löhne sind weit davon entfernt, sich um jährlich 8 Prozent zu erhöhen. Die meisten Bürger werden folglich immer ärmer. (Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten)

Quelle: shadowstats.com