Freitag, 7. Februar 2014

Alarmierende Kennzahlen - wie weit ist der Trend schon gelaufen?


Wir befinden uns ohne Zweifel in einer Akienhausse. Auch aufgrund eines Mangels an Alternativen und die Frage ist: wie weit ist dieser Zug schin gelaufen? Eine vebrindliche Antwort darauf gibt natürlich niemand. Es ist ebenso wahrscheinlich, dass wir kurz vor dem Ende des Höhenflugs stehen, wie dass er nun erst so richtig beginnt.

James Tobin

Zur Bewertung von Aktienkursen gibt es verschiedene Indikatoren, einer davon stammt von Nobelpreisträger James Tobin. Er stellt den Wert aller Unternehmen - Aktien plus Fremdkapital - der Summe aller Vermögenswerte - Wiederbeschaffungskosten - dieser Unternehmen gegenüber. Die sogenannte "Q Ratio". Es ist Marktwert-Substanzwert-Verhältnis, wobei ein Wert kleiner 1 eine Unterbewertung, ein Wert größer 1 eine Unterbewertung anzeigt.

Aktuelle und historische "Q Ratios"

Aktuell liegt der Wert bei 1, was im historischen Vergleich leider sehr hoch ist. Nur in der Dotcom-Blase lag das Ratio bei 1,63. Bis 1900 zurückgerecht lag der Wert nie über 1,08.


Robert Shiller und sein KGV

Shiller, Professor an der Yale-Universität und ebenfalls Nobelpreisträger at das Shiller KGV entwickelt, welches das Kurs-Gewinn-Verhältnis um die Einflüsse des Konjunkturzyklus bereinigt und im Durchschnitt seit 1880 bei 16,5 lag. Nur 1929 lag es über 30 und in der Dotcom-Blase bei 40. Aktuell beträgt das Shiller KGV 25 und liegt damit im gefährlichen Bereich

Rollierende Zehnjahresrenditen

Völlig konträre Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung von Aktien geben die Studien der Stern School of Business in New York. Deren Berechnungen der rollierenden inflationsbereinigten Zehnjahresrenditen für US-Aktien seit 1927 ergeben ein sehr gleichmäßig verlaufendes Chartbild, welches man dahingehend interpretieren könnte, dass wir jetzt wieder in einem Bereich liegen, in dem man die höchsten Zehnjahresrenditen erwarten könnte. Vielleicht sogar bis zu 200-300% bis 2023.
(Quelle: Fondsprofessionell)

Mit dem richtigen Rechenansatz läßt sich alles beweisen und sind Schlußfolgerungen in allen Richtungen möglich. Wenn Sie über ein breit diversifiziertes Portfolio verfügen, brauchen Sie sich keine Sorgen über die Bewertung von US Aktien machen und wenn Ihr Portfolio noch nicht breit diversifiziert ist, vereinbaren Sie am besten einen Termin mit Ihrem Berater.

Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Konsultieren Sie vor Anlageentscheidungen Ihren Investdenker Berater.

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