Mittwoch, 25. November 2015

Darum sind fallende Preise so schlimm - Deflationssorgen Reloaded

Quelle: Finnazen100.de,
(©shutterstock.com/Bratovanov)

"[...] Ausgehend von den sinkenden Rohstoffpreisen und der Wirtschaftsschwäche der Schwellenländer erfasst die Weltwirtschaft erneut eine Welle der Deflation. Das Problem dabei: Sinken die Preise dauerhaft, dann ist eine erneute Rezession wahrscheinlicher als eine Fortsetzung des Aufschwungs.


 [...] Zwischen Dezember 2014 und März 2015 hatte die Deflation die Eurozone schon einmal im Griff. Vier Monate in Folge gingen die Preise zurück. Dann aber kletterten sie bis August wieder leicht. Doch im September fiel der Euroraum dann wieder in die Deflation zurück. Bei minus 0,1 Prozent lag die Teuerungsrate da. Dass wir noch keinen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung mit wieder ansteigenden Inflationsraten sehen, das beurteilen offenbar auch die Marktteilnehmer so.
[...] Wie Dominic Rossi, Global Chief Investment Officer für Aktien bei Fidelity Worldwide Investment, in einem aktuellen Kommentar darlegt, stehen wir damit aktuell vor der dritten Deflationswelle, die die Weltwirtschaft seit der Finanzkrise erfasst. Die beiden ersten Wellen hatten ihren Ursprung dabei in den Industriestaaten: Zunächst die von den USA ausgehende Immobilien- und Finanzkrise 2008/2009 und dann 2011/2012 das drohende Auseinanderbrechen der Eurozone. Die Dritte ist seiner Ansicht nach in vieler Hinsicht eine klassische Schwellenländerkrise, ähnlich der Asienkrise 1997. Mit einem Unterschied: Auf Grund des seit dem massiv gestiegenen Anteils der Schwellenländer am globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist deren Einfluss heute einfach viel größer.
[...]  laut einer Studie der Bank Vontobel in der Vergangenheit in deflationären Phasen Unternehmensanleihen am besten entwickelt. Diese brachten ebenso wie Bargeld, Staatsanleihen oder Gold im Durchschnitt rund zehn Prozent pro Jahr. Immobilien wiesen da zumindest noch etwa halb so hohe Zuwächse auf. Schlecht fuhren Anleger dagegen in einem Umfeld sinkender Preise mit Investments in Aktien und Rohstoffen. Noch aber ist die Lage keineswegs so dramatisch. Klar ist nur, dass die Furcht vor einem solchen Szenario ein weiterer Grund sein dürfte, die Zinsen noch sehr lange Zeit niedrig zu lassen." (Quelle: Finanzen100.de)


Expertentipp:
Wie in dem Artikel berichtet, ist die Angst vor Deflation nicht unbedingt sinnvoll. Denn tatsächlich haben sich in der Vergangenheit in deflationären Phasen, Unternehmensanleihen am besten entwickelt. Diese brachten ebenso wie Bargeld, Staatsanleihen oder Gold, im Durchschnitt rund 10 % pro Jahr. Immobilien wiesen da zumindest noch etwa halb so hohe Zuwächse auf. Also wann beginnen Sie sicher vorzusorgen?

Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Konsultieren Sie vor Anlageentscheidungen Ihren investdenker Berater.

Disclaimer: Die angeführten Informationen dienen lediglich der unverbindlichen Information, stellen kein Angebot zum Kauf oder Verkauf der genannten Finanzinstrumente dar und dürfen auch nicht so ausgelegt werden. Die Informationen dienen nicht als Entscheidungshilfe für rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen. Jeder, der diese Daten zu diesen Zwecken nutzt, übernimmt hierfür die volle Verantwortung. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Investitionen in die beschriebenen Finanzinstrumente mit Risiken verbunden und nicht für jeden Anleger geeignet sind. Soweit Informationen zu einer bestimmten steuerlichen Behandlung gegeben werden, weisen wir darauf hin, dass die steuerliche Behandlung von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers abhängt und künftig Änderungen unterworfen sein kann. Die investdenker GmbR gibt ausschließlich ihre Meinung wieder und übernimmt keine Garantie für die Korrektheit, Zuverlässigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der genannten Informationen. Es besteht keine Verpflichtung zur Richtigstellung etwaiger unzutreffender, unvollständiger oder überholter Angaben.Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter http://www.investdenker.at.

Freitag, 13. November 2015

Nachruf auf Herrn Sparefroh

Quelle: Die Presse, FABRY Clemens

"[...] Bei diesen Zinsen sollten wir künftig den Kapitalvernichtungstag feiern. [...]

Herr Sparefroh, ein Idol unserer Jugend, dem wir regelmäßig Ende Oktober gehuldigt haben, ist an akutem Zinsenmangel verschieden. [...]

Wer beispielsweise [...] einen Tausender auf eines der immer noch so beliebten Sparbüchel einer heimischen Bank gelegt hat, kann in einem Jahr den Lohn der Mühe ernten: im Extremfall 20 Cent Zinsen, von denen noch fünf Cent in Form von Kest an den Finanzminister abzuliefern sind. Der Tausender ist dann übrigens durch die Inflation real nur noch 989 Euro wert. Geldanlage hatten wir irgendwie anders in Erinnerung. [...] Mit ihrer Zinsgestaltung signalisieren die Geldinstitute jedenfalls: Steckt euch euren Spargroschen sonst wo hin. [...]" (Quelle: Die Presse)

Expertentipp:
Viele Menschen sind der Meinung, ob am Sparbuch oder bei den Lebensversicherungen, bei den paar Euro, ein paar Prozent mehr oder weniger ist nicht so dramatisch. Aber wenn auch kleine Summen, allerdings über eine längere Laufzeit schlecht verzinst sind, sind die Verluste genau hier sehr verheerend. Bei größeren Investments sowieso! Alles auf hoch riskante Anlagen zu setzten, ist natürlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss! Es gibt tolle Alternativen! Leider haben hier die meisten Menschen zu wenig Wissen über passende Geldanlagen! Fragen Sie einfach unverbindlich unsere geprüften Spezialisten!

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Donnerstag, 5. November 2015

Milliardenloch bei Pensionen – Regierung tut wenig

Quelle: Die Presse, (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

"[...] Das österreichische Pensionssystem hat ein Nachhaltigkeitsproblem. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des internationalen Beratungsunternehmens Mercer. Doch die Regierung wartet mit Reformen ab. [...]

Immer wieder versichert Österreichs Sozialminister, Rudolf Hundstorfer (SPÖ), dass das österreichische Pensionssystem stabil und die Finanzierung gewährleistet sei. [...] weil der Bundeszuschuss für die Pensionen im Vorjahr um 80 Millionen Euro geringer ausgefallen ist als angenommen. Doch die 80 Millionen Euro sind ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn der Zuschuss für die gesetzliche Pensionsversicherung lag bei über zehn Milliarden Euro.
[...] Die Studie bewertet die Pensionssysteme anhand von drei Fragen: Ist die Höhe der Pensionen angemessen? Ist das jetzige System auch künftig finanzierbar, also nachhaltig? Wie vertrauenswürdig sind die Möglichkeiten einer privaten Pensionsvorsorge?
[...] Bei der ersten Frage (Höhe der Pensionen) schneidet Österreich gut ab. Hier erhält das Land 67,6 von 100 möglichen Punkten. Katastrophal ist jedoch die Bewertung bei der Nachhaltigkeit des Pensionssystems. Hier bekommt Österreich nur 17,2 von 100 Punkten. Damit liegt Österreich von den 25 analysierten Ländern an vorletzter Stelle. Lediglich in Italien ist die Situation noch schlechter.[...]" (Quelle: Die Presse)

Expertentipp:
Wenn das staatliche Pensionssystem nicht in der Lage sein wird, die Pensionen nachhaltig auszubezahlen, bleibt als einzige Wahl, die Eigenvorsorge, wenn man nicht in der Altersarmut versinken will. Das kann die Anschaffung einer eigengenutzten Immobilie bedeuten, um später die Miete zu sparen oder die Schaffung von liquidem Vermögen in Form von Spareinlagen und Wertpapieren. "[...] Hätte z.B. jeder Erwerbstätige von Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und dem Vereinigten Königreich von 1992 bis 2014 monatlich 50 Euro in einen Sparplan mit europäischen Aktien investiert, würden sie nach Berechnungen von Allianz Global Investors heute ca. 45 % des europäischen Aktienmarktes besitzen. Die pro Person insgesamt eingesetzten 13.800 Euro hätten in Deutschland trotz zwischenzeitlicher Krisen eine Kapitalrendite von 11,19 % jährlich d.h. insgesamt über 21.000 Euro erwirtschaftet, mehr als die Hälfte davon wäre aus Dividenden geflossen. Dabei zeigt sich, dass neben dem Durchschnittskosteneffekt, der bei Sparplänen für eine Glättung von Kursschwankungen sorgt, auch der Diversifikationseffekt zur Entfaltung gekommen wäre.[...]". (Quelle: Allianz Global Investors)

Fragen Sie uns nach einem entsprechenden Portfolio für Ihre individuelle Altersvorsorge.

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