Freitag, 4. März 2016

Ertragschancen: Kommen die mageren Jahre?

Quelle: Die Presse, Bloomberg (Michele Limina)
"[...] In den nächsten Jahren dürften Aktien wenig und Anleihen fast nichts abwerfen, glaubt die Credit Suisse. Sieben Jahre Erholung sollten zudem nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Krise noch nicht wirklich vorbei sei. [...]

Ein Grund ist die Zinsanhebungsphase in den USA. Mit der ersten Zinserhöhung seit vielen Jahren hat die US-Notenbank Fed im Dezember eine solche Phase eingeleitet. Und in Zinserhöhungsphasen haben es Anleihen wie Aktien schwer. So warfen US-Aktien zwischen 1913 und 2015 jährliche reale Renditen (Kurszuwachs plus Dividende) von durchschnittlich 6,2 Prozent ab. In Phasen nach einer Zinssenkung waren es 9,3 Prozent, in Phasen nach einer Zinserhöhung nur 2,3. [...] Nun könnte man einwenden, das seien ja immer noch positive Erträge. Doch zum einen handelt es sich um Durchschnittswerte (es könnte diesmal schlimmer kommen), zum anderen hat die Credit Suisse diese Detailauswertung nur für die USA und Großbritannien durchgeführt, zwei überdurchschnittlich erfolgreiche Börsenmärkte. [...] Zum Vergleich: Österreichische Aktien warfen seit 1900 (über alle Phasen hinweg) nur eine jährliche reale Rendite von 0,7 Prozent ab. Kein anderer der 23 verglichenen Märkte war so schlecht. Mit weltweiten Aktien konnten Anleger in diesem Zeitraum fünf Prozent reale Erträge pro Jahr einfahren, in den USA (6,4) und Großbritannien (5,4 Prozent) war es noch mehr. [...]
Die Studienautoren raten Anlegern, möglichst breit über alle möglichen Regionen und Anlageklassen zu streuen. [...] Habe ein gemischtes Portfolio aus Aktien und Anleihen in den Jahren seit 2008/09 noch eine reale Rendite von zehn Prozent pro Jahr gebracht, so würden es in den nächsten zehn Jahren nur noch ein bis drei Prozent sein. Bei Aktien könne man sich auf vier bis sechs Prozent einstellen, bei Anleihen müsse man sich mit Erträgen nahe null begnügen. [...]" (Quelle: Die Presse)


Expertentipp:
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