Dienstag, 19. Juli 2016

Brexit im Westen - Putsch im Osten - Veranlagung in politisch bewegten Zeiten

Werte KlientInnen,

nach dem BREXIT hat nun am Wochenende auch der versuchte Militärputsch in der Türkei viele am falschen Fuß erwischt. Und so wie der Pfund massiv abgewertet hat, gab es auch bei der türkischen Lire eine Abwertung von gut 30% am Wochenende.
Einerseits kann dies für die Exporte und den Tourismus dieser Länder sehr positive Auswirkungen haben, wird aber vor allem unsere bzw. die Geschäfte mit der EU eher abschwächen. Zudem wird sich die Unsicherheit der aktuellen Situation eher nicht positiv für den Tourismus in diesen Ländern auswirken. Schon beim "arabischen Frühling"  in Ägypten sind die Urlauberzahlen von ca. 14 Mio. jährlich auf in etwa die Hälfte eingebrochen. Diese Entwicklung ist auch bereits für die Türkei absehbar: Urlauber meiden die Türkei – dem Land droht eine Pleitewelle: http://diepresse.com/home/Wirtschaft/International/5051908/

Somit bleibt für uns weiter aufrecht, was wir seit mehren Jahren allen unseren Klienten dringend nahe legen: Die Schwankungen an den Börsen werden sicher nicht weniger und somit wird man eher mit gut gestreuten Sparplänen überdurchschnittlich Renditen erzielen können. Die Börsen werden ihre starke Performance, so wie in den letzten Jahren, weiterhin nur aus der massiv aufgeblähten Geldmengenerweiterung der Notenbanken ziehen können.

Breit gestreute Portfolios sind die einzige Absicherungsmöglichkeiten für den Fall einer plötzlich stark ansteigenden Inflation in einzelnen Ländern, wie zuletzt in Venezuela oder Russland oder auch gegen einen starken Börsencrash. Dies wird immer wichtiger, da inzwischen mit England und der Türkei doch zwei sehr wichtige globale Player der Weltwirtschaft an der Kippe stehen. (Die Türkei: Ein Akteur der Weltwirtschaft gewinnt an Macht |http://www.trend.at/wirtschaft/tuerkei-akteut-weltwirtschaft-macht-7231114)

Und nur durch gut gestreute Investments in Sachwerte, Investmentfonds, Edelmetalle oder auch Immobilien kann Vermögen langfristig abgesichert werden, so denn ein „worst case“ Szenario abzusichern ist.

Die Lage in all diesen Ländern wird wahrscheinlich nicht so rasch wieder auf den Status Quo zurückfallen und aufgrund der massiven politischen Veränderungen, egal ob jetzt das Militär diesen Putschversuch machte oder Präsident Erdogan diesen bewusst selbst herbeisteuerte, um alleine gut 3000 Entlassungen von Richtern und 3000 Festnahmen von Militärangehörigen am Wochenende durchzuführen: Nach Putschversuch in der Türkei. Regierung suspendiert 13.000 Beamte http://n-tv.de/politik/Regierung-suspendiert-13-000-Beamte-article18215636.html

Auf jeden Fall sollten Investments in solche Länder weiterhin nur als absolute spekulative Beimischung verwenden werden. Dies ist aber durchaus interessant, wenn man bedenkt, dass der türkische Leitindex - Istanbul National 100 ISE - seit der letzten Krise 2008 mit gut 20.000 Punkten auf zuletzt 80.000 Zähler gestiegen ist.

Die Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Konsultieren Sie vor Anlageentscheidungen Ihren investdenker Berater.

Disclaimer: Die angeführten Informationen dienen lediglich der unverbindlichen Information, stellen kein Angebot zum Kauf oder Verkauf der genannten Finanzinstrumente dar und dürfen auch nicht so ausgelegt werden. Die Informationen dienen nicht als Entscheidungshilfe für rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen. Jeder, der diese Daten zu diesen Zwecken nutzt, übernimmt hierfür die volle Verantwortung. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Investitionen in die beschriebenen Finanzinstrumente mit Risiken verbunden und nicht für jeden Anleger geeignet sind. Soweit Informationen zu einer bestimmten steuerlichen Behandlung gegeben werden, weisen wir darauf hin, dass die steuerliche Behandlung von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers abhängt und künftig Änderungen unterworfen sein kann. Die investdenker GmbR gibt ausschließlich ihre Meinung wieder und übernimmt keine Garantie für die Korrektheit, Zuverlässigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der genannten Informationen. Es besteht keine Verpflichtung zur Richtigstellung etwaiger unzutreffender, unvollständiger oder überholter Angaben.Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter http://www.investdenker.at.

Freitag, 1. Juli 2016

Welche Folgen hat der Brexit?

Quelle: pixabay.de
"[...] Mit einem Anteil von acht bis zwölf Prozent an der Wirtschaftsleistung ist der Finanzsektor für Großbritannien von großer Bedeutung. [...] Einer Studie der Beratungsfirma Capital Economics zufolge könnte allein der Verlust der Passporting Rights den Export britischer Finanzdienstleistungen in die EU um bis zu 50 Prozent sinken lassen - das entspricht jährlich rund zehn Milliarden Pfund.
[...] Es gibt allerdings auch Stimmen, die den Brexit als Chance für den Finanzsektor sehen. Demnach könnte Großbritannien deutlich offensiver um Investoren werben, wenn lästige EU-Regularien wegfielen. Ein Beispiel sind geplante Register zur Offenlegung von Unternehmensbesitzern, deren Einführung derzeit als Reaktion auf die Enthüllungen um Briefkastenfirmen in Panama vorangetrieben werden.

[...]  Rund drei Millionen ausländische EU-Bürger leben derzeit in Großbritannien [...] Wie sich ihr Aufenthaltsstatus ändert, hängt von den Verhandlungen nach dem Brexit ab.[...] Die britische Regierung beteuerte nach dem Referendum, für EU-Bürger ändere sich zunächst nichts. Sie hat ein Interesse daran, dass britische Staatsbürger möglichst viele ihrer gewohnten Privilegien in der EU behalten. Im Gegenzug könnte Brüssel darauf bestehen, dass EU-Bürger die gleichen Rechte in Großbritannien genießen.
So läuft es bereits mit der Schweiz und Norwegen: Beide Länder sind nicht Mitglied der EU. Ihre Bürger haben aber das Recht, in allen EU-Ländern zu leben und zu arbeiten. Umgekehrt dürfen sich EU-Bürger in der Schweiz und Norwegen niederlassen. Sie müssen aber einen Arbeitsvertrag oder ausreichend finanzielle Mittel zum Lebensunterhalt nachweisen.

[...] Großbritannien ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands.[...] „Ein Austritt trifft die gesamte deutsche Industrie.“[...] Wie hoch das Risiko genau ist, lässt sich schwer beziffern. Denn noch ist völlig unklar, welche Handelsvereinbarungen nach dem Brexit ganz wegfallen und welche nur durch neue Abkommen ersetzt werden. [...] Deutschland könnte von einer geschwächten Position der Briten auch profitieren - etwa im Verhältnis zu den USA. War Großbritannien bisher wichtigster europäischer Verbündeter der USA, so warnte Präsident Barack Obama zuletzt vor den Folgen eines Brexits.[...]" (Quelle: Der Spiegel)

Expertentipp:





Auch nach der BREXIT-Abstimmung bleiben die Kapitalmärkten unruhig. Nachdem bereits angekündigt wurde, dass die Verhandlungen über den Austritt mit der EU sich über zumindest zwei Jahre hinziehen werden und somit die Einschätzung der tatsächlichen Folgen über einen längeren Zeitraum ungewiss bleiben, wird man länger nicht von "business as usual" an den Börsen sprechen können. Somit bleibt die Frage bzw. die Suche nach Rendite für Anleger ein wesentliches Thema. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Volatilität an den Märkten bleiben bzw. zunehmen wird. Sie sollten unbedingt Ihr Geld streuen, absichern und eventuell auch Investments außerhalb der EU in Betracht ziehen!

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